Fahrwerksbalance und Federung der Versys 1000 wurden auf größtmögliches Fahrvergnügen auf der Straße abgestimmt. Mit präzisem Feedback und überragender Beherrschbarkeit vermittelt die Versys 1000 dem Fahrer bei verschiedensten Straßenverhältnissen Vertrauen und lässt unterschiedlichste Fahrstile zu.
Da die Fahrbahnbeschaffenheit in der Praxis oft nichts mit dem Parcours einer Rennstrecke zu tun hat – Schlaglöcher und Spurrillen gehören ebenso zum Alltag wie Kopfsteinpflaster usw. – haben die Kawasaki-Ingenieure dem Motorrad lange Federwege mitgegeben, die für eine souveräne Kurvenlage sorgen. Diese Auslegung ist zwar nicht für Geländeeinsätze gedacht, aber die langen Federwege bügeln schlechte Straßenverhältnisse glatt, sodass die Versys 1000 auch dort unbeirrt ihre Bahn zieht, wo straffer und sportlicher abgestimmte Motorräder vom Gas gehen müssen. Diese Gelassenheit des Fahrwerks passt perfekt zur entspannten, aufrechten Sitzposition, die eine gute Beherrschung der Maschine und einen perfekten Überblick gewährleistet. Das agile Aluminiumfahrwerk und die sportlichen 17-Zoll-Räder ermöglichen dem Fahrer einen sportlichen Fahrstil, wenn ihm danach ist.
Die neueste 43-mm-USD-Gabel von KYB
- Durch Befestigung des Zylinders im Gabelinnenrohr kann ein größerer Zylinderdurchmesser erreicht werden: 25 mm (im Vergleich zu 20 mm bei einer herkömmlichen Gabel). Der größere Kolben trägt zu einem hervorragenden Dämpfungsverhalten bei.
- Die äußeren Rohre müssen nicht so steif ausfallen (da sie an der Gabelbrücke fixiert sind) und können daher dünner gewählt werden (1,0 mm statt 2,0 mm Wandstärke), wodurch die Gabel leicht wird (205 g leichter pro Satz).
- Die Dämpfereinheiten für Zugstufe (oben) und Druckstufe (unten) arbeiten beide mit Rückfluss-Kontrollventilen statt Standard-Kontrollventilen. Diese Ventile benutzen auf beiden Seiten Shims, um sicherzustellen, dass beim Wechsel der Gabelbewegung (von Druck- auf Zugstufe oder umgekehrt) der Ölfluss in die umgekehrte Richtung ebenfalls kontrolliert wird. (Standard-Gabeln haben einseitig arbeitende Kontrollventile, die entweder die Zug- oder Druckstufendämpfung kontrollieren. Wenn hier das Öl in die umgekehrte Richtung fließt, passiert dies zunächst unkontrolliert, bevor das Kontrollventil komplett schließt. Dies wiederum bedeutet eine kurzzeitige Unterbrechung der Dämpfungskraft.) Die Rückfluss-Kontrollventile helfen, diesen Effekt zu reduzieren, was konstantere Dämpfungskräfte sicherstellt. Dies wiederum führt zu einem sanfteren Ansprechverhalten und Arbeiten der Gabel.
- Der lange Federweg von 150 mm gleicht Bodenwellen hervorragend aus und sorgt für einen guten Bodenkontakt.
- An der Gabel sind Dämpfungszugstufe und Federbasis (nur rechts) einstellbar.
- Die Farbe der äußeren Gabelrohre richtet sich je nach Modellausführung: Gold für das Modell GRY, Silber für WHT.
- Der Lenkkopfwinkel von 27° sorgt für eine gute Balance zwischen Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten und einem neutralen Handling, das eine sportliche Fahrweise zulässt.
Horizontale Back-Link-Hinterradfederung
- Bei der Hinterradfederung liegen der Dämpferkorpus und der Umlenkhebel oberhalb der Schwinge.
- Diese Anordnung schafft Platz, der bisher vom unteren Umlenkhebel der Uni-Trak-Federung beansprucht wurde. Dadurch konnte ein größerer Vorschalldämpfer verbaut werden. Das ermöglichte wiederum den Einsatz eines kürzeren Endschalldämpfers und damit eine stärkere Zentralisierung der Massen.
- Die Federung liegt weit genug von der Abgasanlage entfernt, um nicht von der Hitzeabstrahlung beeinträchtigt zu werden.
- Die Hinterradfederung hat einen langen Federweg von 150 mm.
- Der freie Kolben des hochwertigen Dämpferkorpus trennt Gas und Öl für eine hohe und stabile Dämpfungsleistung.
- Am externen Handrad zur Anpassung der Federbasis können Änderungen für Soziusbetrieb oder Fahrten mit Gepäck schnell und einfach vorgenommen werden. Die Dämpfungszugstufe des hinteren Federbeins ist ebenfalls einstellbar.
Entspannte, aufrechte Sitzposition
- Der breite, starr montierte Lenker macht die Manövrierbarkeit leicht, insbesondere bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die Lenkeranordnung unterstützt eine natürliche Handhaltung und ermöglicht es dem Fahrer, die Ellenbogen leicht zu beugen und eine entspannte, aufrechte Haltung einzunehmen.
- Die schlanke Sitzbank und der Knieschluss am Tank bieten eine gute Bewegungsfreiheit, sodass der Fahrer seine Sitzposition bei Bedarf ändern kann. Das dicke Urethan-Sitzpolster steigert den Komfort. Die gemäßigte Sitzhöhe macht das Motorrad gut beherrschbar. Der abgestufte Sitz bietet dem Fahrer beim Beschleunigen guten Halt.
- Die Fußrasten sind niedriger und weiter vorn angeordnet (im Vergleich zur Z1000). Dies ergibt ebenfalls ein geräumiges Sitzgefühl.
- In ihrer Gesamtheit ergeben diese Punkte eine bequeme, entspannte Sitzposition, die eine hervorragende Beherrschbarkeit der Maschine ermöglicht. Die aufrechte Sitzposition lässt unterschiedliche Fahrstile zu (klassische Kurventechnik, Drücken, Hanging off), vermittelt jede Menge Fahrspaß und bietet zudem einen hohen Komfort, was sich auf langen Touren auszahlt. Diese Kombination aus Komfort und Beherrschbarkeit ist ein Faktor von vielen, der bei der Versys 1000 für so viel Fahrspaß sorgt.
- In Verbindung mit den langen Federwegen ermöglichen die aufrechte Sitzposition und der höhere Sitz einen guten Überblick. Das ist besonders im Stadtverkehr oder auf kurvigen Bergstrecken von Vorteil.
Aluminium-Doppelrohr-Rahmen
- Bei dem Aluminium-Doppelrohr-Rahmen verlaufen die Rahmenrohre über dem Motor, was eine schmale Konstruktion erlaubt, die einen guten Knieschluss ermöglicht.
- Der leichtgewichtige und extrem steife Rahmen nutzt den Motor als tragendes Element. Der Rahmen trägt zum sicheren Handling, zum hervorragenden Straßenkontakt, zur guten Stabilität und zum leichtfüßigen Kurvenverhalten bei.
- Der Rahmen ist eine fünfteilige Aluminiumgusskonstruktion, die aus Lenkkopfschaft, linkem und rechtem Hauptrahmen und zwei Querträgern besteht. Die beiden Hauptrahmenkomponenten weisen einen offenen, C‑förmigen Querschnitt auf und sind im Druckgussverfahren hergestellt, um eine glatte, hochwertige Oberfläche zu erzielen.
- Die Motoraufhängungen sind mit Verstärkungsrohren versehen, was die Steifigkeit des Fahrwerks erhöht, um die mit den langen Federwegen verbundenen Chassis-Bewegungen kompensieren zu können.
- Schweißnähte finden sich nur dort, wo sie nötig sind, was dem Erscheinungsbild zugutekommt.
- Der Rahmen besitzt vier Aufhängungspunkte für den Motor. Alle Motoraufhängungen sind starr, außer der hinteren oberen Motorhalterung aus Gummi. Dies und die Verwendung des Motors als tragendes Teil verleihen dem Rahmen exzellente Handlingeigenschaften.
- Die Lebensäußerungen des Motors werden so außerdem direkter an den Fahrer übertragen.
- Der Heckrahmen ist als Stahlgitterrohr-Rahmen ausgeführt und ermöglicht die hohe Nutzlast der Versys 1000.
Sportliche 17-Zoll-Räder und Mehrzweckreifen
- Die leichten Sechsspeichenräder messen 17 Zoll – ideal für den sportlichen Straßeneinsatz.
- Die Radfarbe richtet sich je nach Modellausführung: bei den GRY-Modellen sind die Räder magnesiumfarben, bei den WHT-Modellen sind sie schwarz.
- Die Reifen des Typs Pirelli Scorpion Trail sind auf das Fahrwerk abgestimmt, bieten eine hervorragende Stabilität bei Autobahnfahrten und einen guten Grip bei unterschiedlichen Fahrbahnverhältnissen.
Drei Scheibenbremsen im Petal-Design mit hochmodernem ABS
- Am Vorderrad greifen Vierkolben-Festsattel-Bremszangen gut dosierbar in die 300-mm-Bremsscheiben im Petal-Design.
- Das Hinterrad wird von einer 250-mm-Scheibe im Petal-Design mit einem Einkolben-Schwimmsattel verzögert.
- ABS gehört zur Serienausstattung.
- Die ABS-Einheit entspricht der ultraleichten BOSCH-Einheit, die im 2011er-Modell der Ninja ZX-10R zum Einsatz kommt – die weltweit kleinste und leichteste ABS-Einheit. Die hochmoderne Einheit ermöglicht eine sehr präzise ABS-Regelung.
- Wie bei der Ninja ZX-10R wird der Hydraulikdruck der Vorderradbremse überwacht, um ein Anheben des Hinterrads zu unterbinden.
- Das ABS ist auf das Einsatzspektrum der Versys 1000 abgestimmt und ermöglicht ein kontrolliertes Bremsen bei unterschiedlichsten Straßenverhältnissen.
AUFREGENDER 1000ER-REIHENVIERZYLINDER
Für ein Maximum an Fahrfreude haben sich die Ingenieure von Kawasaki zum Ziel gesetzt, der Versys 1000 ein besonders aufregendes Triebwerk mitzugeben. Ein solcher Motor sollte nicht nur auf dem Papier beeindrucken. Die Entscheidung fiel für einen Reihenvierzylinder mit 1.043 cm3, abgestimmt auf ein breites nutzbares Drehzahlband. Überragendes Ansprechverhalten, sattes Drehmoment in allen Drehzahlbereichen (insbesondere im unteren und mittleren Bereich) und ein mitreißendes Ansauggeräusch machen jeden Dreh am Gasgriff zu einem körperlichen und akustischen Erlebnis, das süchtig machen kann.
Aufregendes Triebwerk
- Der flüssigkeitsgekühlte DOHC-Reihenvierzylinder mit 16 Ventilen, 1.043 cm3 Hubraum bei einer Bohrung von 77,0 mm und einem Hub von 56,0 mm zeichnet sich durch ein hohes Drehmoment bei niedrigen und mittleren Drehzahlen und durch eine gleichmäßige Leistungsentfaltung aus. Im Vergleich mit der Z1000 steht dem Motor mehr Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich bei leicht reduzierter Spitzenleistung zur Verfügung. Die höchste Leistung und das höchste Drehmoment liegen bereits bei niedrigeren Drehzahlen als bei der Z1000 an.
- Die Verlagerung der Motorleistung auf niedrigere Drehzahlen wurde mit einer Reihe von konstruktiven Unterschieden zum Motor der Z1000 erreicht:
Das Verdichtungsverhältnis beträgt aufgrund einer anderen Brennraumgestaltung 10,3:1 (statt 11,8:1).
Die geänderten Profile der Ein-/Auslassnocken sorgen für einen verringerten Ventilhub und kürzere Öffnungszeiten. (Die Ventile und Federn sind eigens für die Versys 1000 konstruiert worden.) - Fallstrom-Drosselklappengehäuse lassen die Luft auf kürzestem Wege in den Brennraum strömen, was zur bestechenden Leistungscharakteristik beiträgt. Während Fallstrom-Drosselklappengehäuse oft mit kurzen Ansaugkanälen kombiniert werden, um maximale Leistung bei hohen Drehzahlen zu erzielen, fallen die Ansaugkanäle der Versys 1000 länger aus und bieten damit die beste Leistungscharakteristik für eine Menge Fahrspaß auf der Straße.
- Der Drosselklappenquerschnitt von 38 mm ergibt ein ideales Ansprechverhalten bei niedrigen und mittleren Drehzahlen.
- Die ovalen Sekundärdrosselklappen gewährleisten eine seidenweiche Gasannahme. Sie tragen außerdem zur geringen Breite des Motors bei – was wichtig ist, da die Drosselklappengehäuse zwischen den Knien des Fahrers angeordnet sind.
- Ein mitreißendes Ansauggeräusch unterstreicht die besondere Motorcharakteristik und macht jeden Beschleunigungsvorgang auch zu einem akustischen Erlebnis.
- Beim Ausdrehen bis in den roten Bereich fällt die Leistung nicht plötzlich ab.
- Der Motor gibt die Leistung nahezu linear ab. Die Abstimmung der Einspritzanlage macht das Ansprechverhalten gleichermaßen agil und seidenweich. Beides ermöglicht eine gute Fahrbarkeit (insbesondere bei Manövern im unteren Drehzahlbereich) und trägt zum sportlichen Fahrpotenzial bei.
- Dank der flexiblen Motorcharakteristik fühlt sich die Versys 1000 beim Cruisen im niedrigen Drehzahlbereich ebenso wohl wie beim sportlichen Fahren im mittleren und hohen Drehzahlbereich.
- Eine Ausgleichswelle, die von einem Zahnrad an der sechsten Kurbelwange angetrieben wird, beseitigt übermäßige Vibrationen. Die Vibrationen wurden allerdings nicht vollständig eliminiert, da sie mit den Charakter eines Motorrads prägen (drehzahlabhängige Vibrationen tragen zum Gefühl für die Beschleunigung bei).
Abgasanlage
- Große, ovale Rohre verbinden die Krümmerrohre 1 und 4 sowie 2 und 3 und unterstützen eine bessere Leistungsentfaltung im gesamten Drehzahlbereich. (Der geringere Staudruck bewirkt eine ideale Abgasströmung.)
- Die Anordnung des Vorschalldämpfers unter dem Motor ermöglicht einen kleineren Endschalldämpfer und trägt so zur Zentralisierung der Massen bei.
- Der einzelne, seitlich angeordnete Endschalldämpfer ist leichter als eine Anlage mit zwei Endschalldämpfern.
- 3-Wege-Katalysatoren im Abgassammler und im Vorschalldämpfer gewährleisten die Einhaltung der strengen Abgasbestimmungen.
Übersetzung
- Die Übersetzungsverhältnisse wurden auf ein breites Spektrum von Fahrsituationen ausgelegt: sportliche Fahrweise, Autobahnfahrten und Fahrten mit Sozius und Gepäck.
- Im Vergleich zur Z1000 sind der 1. und 2. Gang spürbar kürzer übersetzt (die kürzere Übersetzung erleichtert das Anfahren bei voller Beladung), während die Gänge 3 bis 6 länger ausgelegt sind (für sportliches Fahren und entspanntes Cruisen gleichermaßen).
LANGE TOUREN. WEITE TOUREN.
Neben dem Fahrspaß, den das agile Fahrwerk und das aufregende Triebwerk bieten, sind der Komfort und die Nutzlast der Versys 1000 wichtige Faktoren, die lange und weite Touren erst möglich machen. Der sehr komfortable Sitz und der gute Windschutz harmonieren mit einer entspannten Sitzposition und erlauben lange Fahrzeiten. Auch der Sozius sitzt exzellent und kann somit uneingeschränkt am Fahrspaß teilhaben. Die hohe Nutzlast und die Zubehörkoffer erlauben auch mehrtägige Touren. Der große Tank und der niedrige Kraftstoffverbrauch sorgen für lange Tankintervalle.
Fahrer- und Beifahrerkomfort
- Der dick gepolsterte Sitz (mehr als doppelt so stark gepolstert wie der Sitz der Z1000) macht auch Fahrten von mehr als 1000 Kilometern Länge möglich.
- Das Sitzteil hinten ist noch stärker gepolstert und dürfte wohl der komfortabelste Soziussitz im gesamten Programm von Kawasaki sein.
- Der Sitzbezug wurde speziell ausgewählt und für eine exzellente Passung sorgfältig verarbeitet. Der vordere Sitzteil ist mit einem anderen Material bezogen als die Seiten und das Soziussitzteil. Die WHT-Modelle zeichnen sich durch ein zweifarbiges Design aus.
- Die viel Platz bietende Sitzposition wird durch Fußrasten mit einer (hohlen) Gummierung ergänzt. Auch die Fußrastenhalterungen sind gummigelagert, um Vibrationen weiter zu mindern.
- Die ergonomisch günstig geformten Haltebügel sind für den Sozius gut erreichbar und bieten eine bequeme Haltung für die Arme.
- Die in der Federrate reduzierten Kupplungsfedern benötigen nur wenig Zugkraft und beugen so einer Ermüdung des Fahrers vor.
Windschutz
- Der Windschild ist in einem Bereich von etwa 30 mm stufenlos einstellbar. Die Höhe lässt sich ohne Werkzeug auf den jeweiligen Fahrer einstellen (mit zwei Drehknöpfen an der Vorderseite der Scheibe).
- Die funktionale Verkleidung wurde auf einen verbesserten Windschutz ausgelegt. Dies wird durch eine voluminöse Frontverkleidung und die ausgestellten Seitenverkleidungen ergänzt, die die Beine des Fahrers schützen und so zum hohen Fahrkomfort beitragen.
Hohe Nutzlast und Zuladung
- Der robuste hintere Strahlrohrrahmen ermöglicht eine hohe Zuladung von 220 kg – viel Reserve für zwei Personen und Gepäck.
- Serienmäßig ist ein leichter Gepäckträger aus Kunststoff (maximale Tragfähigkeit 6 kg) montiert.
- Ein Topcase (mit Träger) kann als Zubehör montiert werden. Das Topcase ist auf 3 kg Nutzlast ausgelegt.
- Neben dem Topcase werden auch großvolumige GIVI-Koffer als Zubehör angeboten. Jeder Koffer kann einen Integralhelm aufnehmen und ist auf 5 kg Nutzlast ausgelegt. Topcase und Koffer können gleichzeitig verwendet werden.
- Das Rücklicht und die hinteren Blinker sind so angeordnet, dass sie auch dann gut sichtbar sind, wenn Topcase und Koffer montiert sind.
- Im großen Stauraum unter dem Sitz ist ausreichend Platz für einen kompakten Regenschutz oder andere kleinere Gegenstände. Der Werkzeugsatz ist unter dem Sitz befestigt.
Zubehör-Stromversorgung
- Die Hochleistungslichtmaschine erzeugt genügend Strom für eine Gleichstrom-Bordsteckdose mit 45 Watt. An die Steckdose können kleinere elektrische Geräte angeschlossen werden.
Großer Tank
- Der Kraftstofftank mit 21,5 l Fassungsvermögen trägt zur Tourentauglichkeit der Versys 1000 bei. Motoreinstellung und Übersetzungsverhältnisse ermöglichen eine (theoretische) Reichweite von bis zu 400 km.
- Der neu konstruierte Kraftstoffstand-Sensor im Tank ermöglicht eine sehr genaue Bestimmung der verbleibenden Reichweite. Da stets ein Mittelwert angezeigt wird, haben wechselnde Schräglagen keinen Einfluss auf die Anzeige.
Günstiger Verbrauch
- Die Programmierung des hochmodernen Motorsteuergeräts trägt zum günstigen Kraftstoffverbrauch der Versys 1000 bei. Die sorgfältige Abstimmung von Kraftstoffmenge und Zündzeitpunkt bei konstanter Geschwindigkeit senkt den Verbrauch, ohne dass dies zu Lasten der Fahrbarkeit geht.
HOCHENTWICKELTE ELEKTRONISCHE ASSISTENZSYSTEME
Die Versys 1000 ist mit einer Reihe von Systemen ausgestattet, die dem Fahrer zusätzliche Sicherheit geben. KTRC (das gleiche Traktionskontrollsystem wie beim Sporttourer-Flaggschiff ZZR1400, Modelljahr 2012) und Power-Modus lassen sich auf die Vorliebe des Fahrers und auf den Straßenzustand einstellen.
KTRC (Kawasaki TRaction Control) mit drei Betriebsarten
Das KTRC-System entspricht dem, mit dem auch das Sporttourer-Flaggschiff von Kawasaki, die ZZR1400, Modelljahr 2012, ausgestattet ist. Es kombiniert die besten Elemente der beiden Traktionskontrollsysteme von Kawasaki: S-KTRC und KTRC. Drei Modi decken ein großes Spektrum von Fahrbedingungen ab – vom maximalen Vortrieb bei sportlicher Fahrweise bis hin zur höchsten Sicherheit auf glatten Straßen.
- Fahrer können zwischen drei Betriebsarten wählen. In Mode 1 und 2 liegt die Priorität auf maximalem Vortrieb (wie beim S-KTRC-System der 2011er-ZZR1400). Die Betriebsart 3 ist mit dem KTRC-System vergleichbar, das die 2010er-1400GTR (serienmäßig mit ABS in Deutschland) hat; es bietet dem Fahrer mehr Sicherheit auf glatter Straße. Das System lässt sich bei Bedarf auch komplett abschalten.
- Verglichen mit den drei Betriebsarten, die das S-KTRC der Ninja ZX-10R bietet (bei dem der Fahrer mit verschiedenen Parameterkombinationen experimentieren konnte, um sein Motorrad auf die jeweilige Rennstreckenführung abzustimmen), sind die Unterschiede zwischen den drei Betriebsarten der Versys 1000 viel einfacher zu erkennen und decken ein wesentlich breiteres Spektrum an Fahrbedingungen ab.
- In Betriebsart 1 und 2 ermöglicht die ausgeklügelte Programmierung einen gewissen Schlupf – der zur bestmöglichen Beschleunigung notwendig ist. Das ideale Schlupfverhältnis variiert je nach Bedingungen. Das System analysiert zahlreiche Parameter, um ein genaues Echtzeitbild der Situation zu erhalten: Vorder- und Hinterraddrehzahl (Schlupf), Motordrehzahl, Fahrdynamik und Fahrer-Input.
- Anhand einer komplexen Analyse ist das System in der Lage vorauszusagen, wann die Traktionsbedingungen ungünstig werden. Indem das System eingreift, bevor der optimale Traktionsbereich verlassen wird, können Leistungsverluste minimiert und ein seidenweicher Betrieb sichergestellt werden.
- Die Bedingungen werden im Abstand von 5 Millisekunden abgefragt. Das System greift in die Zündung ein, was eine extrem schnelle Reaktion ermöglicht.
- In Betriebsart 3 (der Betriebsart mit dem weitestgehenden Eingriff) kommt während des normalen Betriebs die gleiche Logik und Kontrolle zum Einsatz wie in Betriebsart 1 und 2. Wenn die Drehzahl des Hinterrads höher ist als die des Vorderrads, schaltet Betriebsart 3 auf eine Dreiwege-Steuerung um. Hierbei werden Zündzeitpunkt, Kraftstoffzufuhr und Ansaugluft (über die Sekundär-Drosselklappen) geregelt. Die Motorleistung wird so weit zurückgenommen, bis das Hinterrad wieder Traktion hat. Insbesondere die Regelung der Sekundärdrosselklappen ermöglicht einen seidenweichen Betrieb. Diese sehr feine Regelung ergibt ein ganz unbeschwertes Fahrgefühl: Der Eingriff erfolgt sanft, die Übergänge sind fließend, und die Stabilität bleibt über die gesamte Eingriffszeit erhalten. (Während das KTRC-System der 1400GTR absichtlich verzögert eingriff, damit der Fahrer den Schlupf am Hinterrad spüren konnte, arbeitet hier die Betriebsart 3 im Wesentlichen verzögerungsfrei.)
- In Betriebsart 3 kann der Fahrer dank KTRC sowohl kurze rutschige Stellen (wie z. B. Gleise oder Kanaldeckel) ebenso sicher meistern wie ausgedehntere Streckenabschnitte (wie z. B. nasse Straße, Kopfsteinpflaster, Rollsplitt usw.). Auch beim Anfahren auf glatter Straße wird der Schlupf begrenzt.
- Das System unterscheidet zudem zwischen Power-Wheelies, die allmählich ablaufen, und plötzlichen Wheelies, die gefährlich sind. In Betriebsart 1 und 2 sind Power-Wheelies zulässig, solange eine akzeptable Beschleunigung gewahrt bleibt. Bei plötzlichen Wheelies greift das System ein. In Betriebsart 3 werden alle Wheelies unterbunden.
- Das System kommt mit minimaler Hardware aus und setzt stattdessen auf eine komplexe Softwarelösung. Abgesehen vom Motorsteuergerät verlässt sich das System nur auf Drehzahlsensoren an Vorder- und Hinterrad. Der Gewichtszuwachs bleibt daher minimal (mit ABS effektiv gar kein Mehrgewicht, da bereits mit Drehzahlsensoren ausgestattet).
- Standardmäßig ist das KTRC-System stets eingeschaltet, wenn der Motor gestartet wird. (Hierbei wird die Betriebsart vorgegeben, in der der Motor zuletzt abgeschaltet wurde. Falls das System vom Fahrer abgeschaltet wurde, wird beim erneuten Anlassen Betriebsart 1 vorgegeben.) Der Fahrer kann das System absichtlich abschalten (mit der Ein-/Ausschalttaste an der linken Lenkerarmatur).
- Ein Balken am LCD informiert den Fahrer über die Systemaktivität.
Power-Modus
- Durch Wechsel zwischen Full-Power- und Low-Power-Betriebsart kann der Fahrer die Leistungsentfaltung auf Vorliebe und Streckenzustand abstimmen. In der Low-Power-Betriebsart ist die Leistung auf etwa 70 % der vollen Leistung begrenzt. Gleichzeitig erfolgt die Gasannahme sanfter. (Leistungsabsenkung und Gasannahme variieren je nach Motordrehzahl, Drosselklappenstellung und Gangwahl.)
- Das KTRC-System und der Power-Modus erlauben die Wahl unter insgesamt acht möglichen Kombinationen. Ein routinierter Fahrer mit sportlicher Fahrweise kann sich auf trockener Straße beispielsweise für Full Power und KTRC-Betriebsart 1 entscheiden. Auf nasser und/oder glatter Straße könnte er Low Power und KTRC-Betriebsart 3 wählen. Jedes System lässt sich unabhängig einstellen, um der Vorliebe und Erfahrung des Fahrers, dem Einsatzort und den Straßenverhältnissen bestmöglich gerecht zu werden.
Instrumente
- Zum Umfang der markanten Multifunktions-Instrumenteneinheit gehören ein Drehzahlmesser mit Analoganzeige und ein LCD-Display mit Tachometer, Kraftstoffstandanzeige, Kilometerzähler, Zeituhr, zwei Tageskilometerzählern sowie Anzeige des aktuellen und durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchs, der verbleibenden Reichweite und der Außentemperatur.
- KTRC (3 Betriebsarten + AUS), Power-Modus (2 Betriebsarten) und die verschiedenen LCD-Betriebsarten werden über die Multifunktionstaste an der linken Lenkerarmatur angesteuert.
- Die Anzeige für wirtschaftliche Fahrweise (Economical Riding Indicator) wird am LCD angezeigt, um auf einen günstigen Kraftstoffverbrauch hinzuweisen. Die Beobachtung der Anzeige kann den Fahrer bei einer besonders wirtschaftlichen Fahrweise unterstützen. Diese Funktion ist stets eingeschaltet. Sie ist allerdings nur bei moderater Fahrweise wirksam: weniger als 6.000/min, weniger als 30 % Gas, unter 160 km/h
FARBE(N)
- Metallic Magnesium Gray (Grau)
- Pearl Stardust White (Weiß)