Max Biaggi (Aprilia Alitalia) und Marco Melandri (Yamaha Word Superbike) machten auch den zweiten Lauf der Superbike unter sich aus. Der Weltmeister von 2010 setzte sich durch. Sein Vorsprung betrug dabei 0.222s auf Landsmann Melandri, der es in den letzten Kurven nicht schaffte noch an Melandri vorbei zu gehen. Carlos Checa (Althea Racing Ducati) kam einsam auf Platz drei und Michel Fabrizio (Suzuki Alstare) wurde erneut Vierter.
Eugene Laverty (Yamaha World Superbike) konnte mit der Spitzengruppe nicht mithalten und fuhr einsam auf Rang fünf ins Ziel. Ayrton Badovini (BMW Motorrad Italia Superbike) beeindruckte erneut und fuhr nach einem starken Rennen als Sechster über die Ziellinie. Damit schlug er erneut Werksfahrer Leon Haslam (BMW Motorrad Motorsport).
Max Biaggis Triumpf im zweiten Rennen nach einem spektakulären Duell gegen Melandri verschaffte dem Italiener auf der tschechischen Strecke den elften Sieg seiner Karriere. Wieder einmal waren die beiden Rennen von italienischen Duellen zwischen Biaggi und Melandri dominiert, Checa kam beide Male als Dritter ins Ziel. Im ersten Rennen legten die Drei ein Tempo vor, das die Rivalen einfach nicht schlagen konnten. Aber letztlich waren es die beiden Italiener, die die Hauptrollen in der Vergabe um den Sieg spielten, Melandri überholte nur zwei Runden vor Ende und gewann das erste Rennen.
Doch der amtierende WSBK-Meister schlug im zweiten Rennen zurück. Zunächst legte er das Tempo vor, das für Checa verhängnisvoll war, denn obwohl er nicht locker ließ, fiel er hinter den Führenden zurück. Als Biaggi dann sah, dass Melandri mithalten konnte, stieg er in ein spektakuläres Duell gegen den Italiener aus Ravenna ein, überholte ihn schließlich aber in der vorletzten Runde. Von da an hielt er die Führung bis zur Ziellinie und hielt allen Angriffen seines Rivalen dank beeindruckender Geschwindigkeit in der letzten Runde stand.
“Jeder hatte diesen Sieg erwartet und nun bin ich sehr glücklich, auch für Aprilia und die vielen Fans hier”, kommentierte Biaggi am Ende. “Aber es war dennoch nicht leicht. Ich würde sagen, dass ich aus dem ersten Rennen etwas gelernt habe. Ich wäre in den letzten Runden da gern schneller gewesen, aber das ist nicht immer möglich. Also entschied ich gemeinsam mit meinem Team, das übrigens exzellente Arbeit geleistet hat, einige Änderungen an meiner RSV4 vorzunehmen. Nur einige kleine Details, die in Rennen wie diesen den Unterschied machen können. Ich versuchte ein Tempo zu halten, mit dem ich vor Melandri blieb, aber als ich am Ende sah, dass er noch immer da war, bereitete ich mich auf einen direkten Kampf vor. Als er mich überholte, habe ich nicht eine Sekunde darüber nachgedacht, ihn ziehen zu lassen. Ich sah nach einer Möglichkeit, um ihn so schnell wie möglich wieder zu überholen und dann gab ich Alles. Ich wollte diesen Sieg zu sehr. Es ist noch immer eine lange Meisterschaft und Checa hat viele Vorteile. Es liegen Strecken vor uns, die ihm besser gefallen und wo er schon immer gut war. Aber wir sind sehr entschlossen. Wir werden versuchen konstant zu sein und bis zum bitteren Ende nicht aufzugeben.”
In der Meisterschaft führt Checa weiter mit 293 Punkten, Biaggi folgt mit 263, Melandri hat 240. Laverty ist weiter Vierter mit 168 Zählern.
Ergebnis Superbike-WM Brünn 2011 »
Quelle: wsbk
WSBK in Brünn: Biaggi, Melandri und Checa