Casey Stoner absovierte gestern in Jerez die ersten Testfahrten auf dem 2012er Prototyp – der 1.000ccm Honda für das neue MotoGP-Reglement
Die HRC Testfahrer Kosuke Akiyoshi und Shinichi Ito testeten dieser Maschine bereits im April in Suzuka, Japan, nun waren erste Ausfahrten der Repsol Honda Team Fahrer Dani Pedrosa und Casey Stoner in Jerez geplant. Nach dem Sturz von Pedrosa blieb allerdings nur Stoner als Testfahrer übrig.
Casey begann seine Tests um 11 Uhr Ortszeit bei sonnigem Wetter. Er absolvierte insgesamt 50 Runden (221km) sowohl mit dem Standard-800er Bridgestone-Reifen dieser Saison und als auch mit dem neue Prototyp-Reifen für 2012.
Die neue Maschine basiert auf dem Konzept der aktuellen 800ccm RC212V. HRC begann die Arbeit an diesem neuen Projekt bereits Ende 2009, als die neuen Regelungen für die MotoGP-Klasse ab 2012 werden offiziell wurden: 1.000ccm Hubraum , maximal 81mm Bohrung und maximal 4 Zylinder trug.
Ein entscheidender Punkt beim 1000er Motor ist der Kraftstoffverbrauch, es werden nämlich die gleichen 21-Liter-Tanks wie bei den 800cc-Maschinen verwendet. Ein wesentlicher Teil der Tests betrifft somit auch die Entwicklung des richtigen Treibstoffes.
Die Hersteller dürfen in der laufenden Saison insgesamt 8 Testtage mit den Werksfahrern auf den neuen Maschinen durchführen. Entsprechend sparsam geht man mit den Kontingent um und es wird erst jeweils nach den ersten Auswertungen entschieden, ob der Werksfahrer noch einmal an die Arbeit geht, oder ob dies auch von einem Testfahrer erledigt werden kann.
Eine erste Einschätzung von Casey Stoner:
“Heute lief alles seht gut, sehr positiv. Es ist einfach wieder schön die 1000ccm-Maschine zu fahren und die Kraft des Motors zu spüren. Ich hatte viel Spaß und ich habe meinen ersten Tag sehr genossen, weil das, was wir probierten auch zu funktionieren schien. Es gibt keine Beschwerden. Die größte Enttäuschung ist, dass Dani hier die Maschine nicht fahren kann, da er sehr wichtig für die Entwicklung des Motorrades ist. Ich hoffe, dass HRC auch bald den Input von ihm erhalten kann, weil wir so viele Daten wie möglich brauchen, um uns gut auf die nächste Saison vorbereiten zu können. Wir haben uns heute auf nichts besonderes konzentriert. Wir wollten nur das Motorrad verstehen. Wie es sich auf der Bremse verhält und solche Sachen. Wir wollen dabei die Probleme der 800er aus dem Weg räumen. Die 1000er scheint auf der Bremse viel stabiler zu sein. Beim Einbiegen in die Kurve fühlt sie sich sehr gut an. Natürlich wollen wir auch verstehen, wie die Leistung freigegeben wird. Sie ist sehr weich, deshalb haben wir da kein Problem. Wir haben eigentlich nicht viel am Setup im Vergleich zur 800er geändert, denn sie fühlen sich seht ähnlich an und das ist ziemlich gut.“
Stoner testet die 2012er Honda in Jerez