ÖAMTC: Viel Mittelmaß beim Crossover-Motorradhelmetest

02.05.2011 | Beitrag von Redaktion   

Rechtzeitig zum Start der Motorrad-Saison veröffentlicht der ÖAMTC die Ergebnisse eines Crossover-Helm-Tests. Diese Modulhelme sind aufgrund ihrer großen Wandlungsfähigkeit sehr beliebt. Bewertet wurden zehn Modelle (Preisspanne von 160 bis 400 Euro), darunter sechs Jethelme mit abnehmbaren Kinnteil und vier Klapphelme, die zu Jethelmen umgebaut werden können. Die Kriterien Unfallschutz, Sicht, Aerodynamik/Geräusche und Handhabung/Komfort wurden geprüft.

“Im Ergebnis konnte keiner der getesteten Helme das Prädikat ‘sehr gut’ erreichen”, konstatiert ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Immerhin drei Modelle erreichten ein “gut”, wobei nur der Testsieger in allen vier Einzelkategorien mit “gut” bzw. “sehr gut” bewertet wurde. Die restlichen sieben Helme bekamen trotz einiger Schwächen immer noch ein “befriedigend”, sodass es zumindest keine Ausreißer am unteren Ende der Skala gibt. Auch Abwertungen wegen stark ausgeprägter Schwächen waren nicht notwendig.

In der Gesamtwertung zeigt sich, dass die getesteten Helme relativ eng beisammen liegen. “Der Sieger X-LITE X-402 GT konnte sich im Endeffekt vor allem aufgrund seiner Allrounderfähigkeiten gegenüber seinen direkten Verfolgern SHARK EvoLine 2 und SCORPION EXO 900 durchsetzen”, so der ÖAMTC-Techniker.

ÖAMTC fordert Verbesserungen bei Visierqualität, Passform und Verschlüssen

  • Visierqualität: “Bei der Visierqualität hat sich gezeigt, dass das Pinlock-Visier die beste Variante ist, um Kratzern und Beschlagen vorzubeugen”, erklärt der ÖAMTC-Experte. Dieses Visier ist nur beim Testsieger serienmäßig installiert, bei allen anderen Helmen besteht in diesem Bereich Nachholbedarf.
  • Passform: Die Passform der Helme sollte flexibler gestaltet sein. “Oft werden optimal zum Oberkopf passende Modelle als zu klein empfunden, weil Kinn-, Mund- und Nasenbereich sehr eingeengt sind. Unterschiedliche Wangenpolster und Kinnbügel können hier Abhilfe schaffen”, ist der Experte überzeugt.
  • Kinnriemenverschlüsse: In diesem Bereich sollte es eine Vereinheitlichung geben, um Ersthelfern die Abnahme des Helmes leichter zu machen. “Als besonders praktikabel haben sich Ratschen- oder Doppel-D-Verschlüsse erwiesen. Diese Vereinheitlichung sollte auch Gegensand der ECE-Norm werden”, fordert der ÖAMTC-Techniker abschließend.




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