BMW startete gut, aber nicht optimal in die Superbike-Saison. Im ersten Rennen sicherte Leon Haslam (GBR) dem Team das erste Podium der Saison. Das Team verlässt Australien mit insgesamt 33 Punkten in der Teamwertung (Position 4). Leon liegt in der Fahrerwertung auf Position 4 (27 Punkte), Troy Corser (AUS) ist Vierzehnter mit sechs Punkten.
Beide Fahrer hatten gute Starts im ersten Rennen. Leon lag nach einer Runde auf Position vier, Troy konnte Sylvain Guintoli und Jakub Smrz überholen. Bereits nach einigen Runden kämpfte Troy jedoch mit ernsthaftem Gripmangel und Chattering. Er konnte seine Position nicht halten und beendete das Rennen als Zehnter. Leon lieferte sich einige harte Duelle mit Eugene Laverty und Marco Melandri. In Runde 17 überholte er Marco und konnte die dritte Position bis ins Ziel retten. Leon hatte im zweiten Rennen einen brillanten Start und fuhr als Erster in die erste Kurve. Er kämpfte jedoch mit dem Setup des Bikes und konnte seine Position nicht verteidigen. Er beendete das Rennen als Fünfter. In Runde 9 lag Troy auf Position vier, als sein Bike in der Honda-Kurve in den Leerlauf sprang. Er fiel auf Position 11 zurück. Seine Reifen bauten in der zweiten Hälfte des Rennens massiv ab und er wurde 19.
Leon Haslam: „Wir haben als Team riesige Schritte nach vorn gemacht in den vergangenen zwei Wochen. Wir haben immer noch einige Themen, die wir im Detail angehen müssen, um regelmäßig aufs Podium zu fahren, aber insgesamt können wir mit den beiden Rennen zufrieden sein. Das erste Rennen war fantastisch, während wir im zweiten Lauf mit einigen Problemen zu kämpfen hatten. Wir sind immer noch in die Top Fünf gefahren, damit können wir zufrieden sein. Ein riesiges Dankeschön an das Team für die harte Arbeit an diesem Wochenende. Wir setzen uns jetzt zusammen und schauen im Detail, wie wir die nächsten Schritte vorwärts machen können.
Troy Corser: „Ich bin gut in das zweite Rennen gestartet, und ich habe mich echt wohl gefühlt auf dem Bike. Leider bin ich in der Honda-Kurve auf einmal im Leerlauf gewesen und kam von der Strecke ab. Ich habe mich weiter hinten wieder einsortiert und hatte dann kaum noch Haftung. Der Reifen hat im Rennverlauf stark abgebaut, und ich hatte keine Traktion mehr. Ich konnte einfach keine guten Rundenzeiten mehr fahren. Wir haben einige Probleme identifiziert, die vor dem nächsten Rennwochenende angegangen werden müssen. Ich freue mich jetzt auf den Rest der Saison.”
Vier Wochen sind nun Zeit, um die Probleme bis zum nächsten Rennen in Donington in den Griff zu bekommen. Die Probleme der S 1000 RR vor allem in der zweiten Rennhälfte scheinen noch immer nicht behoben und stehen einem ersten BMW-Sieg weiterhin im Wege.
Durchwachsener BMW-Start in die Superbike-WM 2011