Das waren die ersten SBK-Tests zur Saison 2011

31.01.2011 | Beitrag von Redaktion   

Die ersten offiziellen offiziellen Infront-Tests zur Superbike-WM 2011 in Portimão brachten noch keine wirklichen Erkenntnisse über die Stärken und Schwächen der Teams und Piloten. Für viele der Fahrer war es aber die erste Möglichkeit, sich auf einem neuen Bike mit der Konkurrenz zu messen.

Bei Aprilia mussten die Piloten Max Biaggi und Leon Camier die Tests am Donnerstag vorzeitig beenden. Beide reisten nach Monte Carlo, wo ein Piaggio-Händlermeeting auf dem Terminplan stand. Auf trockener Piste am Mittwoch fuhr Biaggi in 1:43,840 die sechstbeste Zeit. Camier liess sich in 1:44,446 stoppen und reihte sich auf Platz 8 ein. Biaggi ging mit seiner RSV4 Factory am Freitag nicht mehr auf die Strecke. Für Aprilia-Neuling Nori Haga (1:44,857) reichte es in der Zeitentabelle zu Position 12.

Das Team von Castrol Honda konnte durchaus zufrieden aus Portimão abreisen, wenngleich die wechselnden Wetterverhältnisse auch der niederländischen Crew um Ronald ten Kate reichlich Kopfzerbrechen bereitet hatten. Johnny Rea preschte mit der Fireblade auf trockener Piste auf die zweite Position, während der Katalane Ruben Xaus auf feuchtem Asphalt mit einer 1:47er-Zeit am Freitag klar die Nase vorne hatte. Rea drehte am Abschlusstag nur noch fünf Runden.

Für Marco Melandri (1:45,461) waren die Tests in Portugal ein Abtasten mit der für den Italiener neuen Piste. Der 28-Jährige ging mit der Yamaha R1 am ersten Tag erst spät auf die Piste und riskierte wenig. Anders sein irischer Teamkollege Eugene Laverty, der sich kontinuierlich steigerte und wie schon bei den Probeläufen in Magny-Cours und auf Phillip Island am Schluss Spitzenzeiten hinlegte. In der Gesamttabelle der Bestzeiten kam der Supersport-Vize-Weltmeister in 1:43,707 sogar auf Position 3.

Jakub Smrz durfte sich in der Gesamtwertung der Tagesbestzeiten über Rang 1 freuen. Seine 1:43,503 konnte niemand unterbieten. Der Effenbert-Ducati-Pilot war auch am Freitag einer der fleissigsten Piloten und absolvierte mit der 1198R auf dem Autodromo Internacional do Algarve 27 Runden. „Die neue Ducati ist zwar anders, aber ich kenne die Basis des Bike aus den Jahren zuvor”, erklärte der Tscheche. Sein Teamkollege Sylvain Guintoli zeigte sich auf trockener wie auch auf nasser Piste konstant schnell. Auch Ducati-Speerspitze Carlos Checa fand mit der Althea-Ducati nach einem kurzen Ausrutscher am Mittwoch rasch zu alter Form und kam in 1:43,789 auf die fünftbeste Rundenzeit. Neuling Maxime Berger (1:44,886) blieb weitgehend ohne Fehler und lernte erneut viel über die Varianten des Ducati-Zweizylinders.

Tom Sykes (4.) hinterliess an der Algarve für die Kawasaki-Truppe erneut einen starken Eindruck. Der Brite war in 1:43,770 nur knapp hinter der Bestzeit von Jakub Smrz. Auch Superbike-Rookie Joan Lascorz fuhr fehlerlos, der Spanier verzichtete jedoch angesichts seiner schweren Verletzungen von Silverstone 2010 auf den verregneten Donnerstag.

Bei Alstare-Suzuki sorgte Michel Fabrizio nach zwei Stürzen am Donnerstag für Entsetzen. Auf trockener Piste zeigte sich der Italiener jedoch stark und hielt sich in 1:43,879 im Spitzenfeld auf.

Für BMW Italien uwar der erste, trockene Testtage extrem wertvoll, wenn auch immer noch zu wenig. James Toseland und Ayrton Badovini reihten sich in der Tabelle auf den Rängen 11 und 16 ein. „Wir haben noch einiges an Arbeit, die wir bei den Tests auf Phillip Island erledigen müssen”, meinte Toseland im Anschluß.

Quelle: wsbk.com




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