Heimsieg für Francisco Lopez auf der 7. Etappe der Dakar (mit Video)

10.01.2011 | Beitrag von Redaktion   

Die 7. Etappe von Arica nach Antofagasta wurde von ursprünglich 631km auf 273km verkürzt, da vielen der FahrerInnen die Anstrengungend er ersten 6. Etappen noch in den Knochen steckten. Für den Chilene Francisco Lopez brachte dieser Tag endlich den ersten Etappensieg bei der Dakar 2011.

Auf der 5. Etappe entriss ihm der Portugiese Paulo Goncalves den Tagessieg noch im letzten Moment, doch diesmal wollte Lopez um jeden Preis gewinnen. Nach 176 Kilometern hatte er schon rund 4 Minuten Vorsprung auf Marc Coma, das reichte im Etappenziel für Platz 1 mit 2:21 Minuten Vorsprung auf Cyril Despres.

Für Lopez war es ein guter Tag: «Das war kein Zuckerschlecken. Anfangs wurde viel Staub aufgewirbelt. Ich bin danach etwas schneller gefahren, habe aber in etwa auf halber Strecke der Spezialprüfung den Auspuff verloren. Da hatte ich Angst, der Motor könnte mir um die Ohren fliegen. Glücklicherweise war es die seit Rallye-Beginn kürzeste Etappe, denn sonst hätte der Motor stark gelitten. Ich habe gewonnen, und darauf kommt es an. Ich hatte einen guten Tag. Alles läuft wie geschmiert. In der letzten Woche war ich erkältet, aber jetzt geht es besser. Ich fühle mich topfit und spüre, dass ich auf der Piste gut zurecht komme.»

KTM: Spitzenpositionen gehalten

Für Die KTM-Piloten war es ein fast entspannender Tag auf dem Motorrad. Für Cyril Despres war es “einer der schönsten Tage vom Typ Rallye-Raid-Enduro”, den er bisher erlebte. Marc Coma hatte nur im ersten Abschnitt Probleme, weil er in der von Ruben Faria aufgewirbelten Staubwolke fahren musste, konnte danach aber wieder Tempo machen.

Despres holte in der Gesamtweertung eine weitere Minuten auf und liegt nun 7:24 Minuten hinter Marc Coma auf dem 2. Platz.

In den Top 10 meldete sich Pal Anders Ullevalsetter zurück, der nach Platz 7 in der Tageswertung auch insgesamt wieder unter den Top 10 rangiert.

Speedbrain BMW: 2 Top-10 Plätze

Nachdem der bis dato bestplatzierte Teamfahrer Paulo Goncalves sich bei der brutalen 6. Etappe durch eine defekte Lichtmaschine nach mehreren Reparaturversuchen mit siebeneinhalb Stunden Rückstand nachts noch ins Ziel hatte retten können, brachte der gestrige Ruhetag wieder Motivation ins Team.

Paulo Goncalves, in der Gesamtwertung nun mit erheblichem Rückstand, steckte nicht auf und präsentierte die Leistungsfähigkeit der BMW G 450 RR. Er durfte auf Antrag des Teams als Elfter ins Rennen gehen und war zunächst auch ganz vorne mit dabei. Etwa bei Kilometer 40 erwischte er im tiefen Fesch Fesch einen Stein und stürzte. Obwohl das Bike einige Teile einbüßte, raffte sich der Portugiese auf und bewies große Moral. Nach fünf Minuten nahm er die Jagd wieder auf. Er fuhr am Ende noch auf den 7. Tagesrang vor. Er will trotz des großen Rückstands weiter angreifen.

Einen tollen Job lieferte auch Frans Verhoeven ab. Mit seinem 9. Tagesrang und einer sicheren Vorstellung verbesserte er sich auf Platz 6 im Gesamtklassement. Auch er hatte einen Sturz im tückischen Fesch Fesch zu verkraften, nachdem er viele Kilometer mit Goncalves im Parallelflug unterwegs gewesen war. Trotzdem ließ er seine derzeit schärfsten Konkurrenten hinter sich und verbesserte sich mit dem 10. Tagesrang auf Platz 6 in der Gesamtwertung.

Ergebnis der 7. Etappe »

Fotos: KTM, speedbrain




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