Comas erster Tagessieg bei der Dakar 2011 (mit Video)

05.01.2011 | Beitrag von Redaktion   

Die erste lange Etappe der Rallye Dakar 2011 hatte es wirklich in sich. Viele Stürze und viele FahrerInnen, die sich nach Navigationsproblemen auf einem falschen Kurs wieder fanden. Nach mehr als 500 Kilometern holte Marc Coma den Tagessieg, Cyril Despres bleibt in der Gesamtwertung an der Spitze.

Die Zeit des Aufwärmens war vorbei, mit der 3. Etappe wurde es so richtig ernst. 521 Kilometer Wertungsetappe und dazu noch 231 Kilometer Verbindungsstrecke forderten alles von den FahrerInnen ab. Es ging durch wüstenartige Canyons, hinauf bis auf eine Seehöhe von 3.378m und dann wieder zurück in die Ebene in waldreiches Gebiet bis nahe an die Grenze zu Bolivien – komplettes Neuland für die Rallye Dakar und die TeilnehmerInnen.

Die Tagesetappe führte über 521 Kilometer, die in 2 Abschnitte aufgeteilt waren, getrennt durch 170km, auf denen keine Zeiten genommen wurden.

Für Cyril Despres beginnt der Tag schlecht: zuerst wird er von den Zuschauern, die vor ihm die Piste queren so strakt irritiert, dass er seine Konzentration verliert, dann folgt nach einem Wegpunkt eine falsche Entscheidung und schon hat ist er von der Strecke abgekommen. Der Franzose wird schnell von nach ihm gestarteten Marc Coma eingeholt und hat ausserdem nach 113km bereits mehr als 4 Minuten Rückstand auf den führenden Paulo Gonçalves. Danach, im 2. Teilabschnitt macht Despres aber alles richtig und kann den Zeitverlust teilweise wett machen und den Schaden mit Platz 2 und 2:21 Minuten Rückstand begrenzen.

Marc Coma startet etwas verhaltener in die Etappe, Nachdem er Despres überholt hatte, lang es an ihm, als erster die Strecke zu sondieren. Dabei kommt dem Spanier seine ganze Erfahrung zu Hilfe und er holt sich relativ problemlos den Tagessieg und rückt in der Gesamtwertung bis auf 14 Sekunden an Despres heran.

Team speedbrain BMW

Erstmals zeigte sich das Team ganz an der Spitze. Zu Beginn liegt Paulo Goncalves sogar an der Spitze. Im zweiten Teil der Wertungsprüfung nach einer langen zeitneutralen Verbindungsstrecke, verliert Goncalves kurz die Kontrolle über sein Motorrad und stürzt. Das kostet ihn möglicherweise den Tagessieg, er rettet sich allerdings noch aufs Podium. In der Gesamtwertung schiebt sich Goncalves damit auf den vierten Platz nach vorne.

Sichtlich viel Spaß hat auch Ze Helio, allerdings mit dem Handicap, dass er direkt nach dem Start hinter einigen langsameren Fahrern feststeckt. Er muss lange Zeit im Staub hinterher fahren. Im zweiten Teil der Strecke holt der Brasilianer dann aber auf und fährt auf den 6. Tagesplatz. Er verbessert sich mit dieser Leistung auf den 5. Platz im Gesamtklassement.

Mit einer schwereren Hypothek muss Frans Verhoeven den Tag beginnen. Ihm war gestern noch eine Zeitstrafe aufgebrummt worden, weil er in einer Speedlimitzone zu schnell unterwegs war. So muss er  von Startplatz 24 das Rennen aufnehmen  – mehr als der 19. Tagesrang war nicht möglich.

Team Yamaha

Olivier Pain hatte für diese Etappe einen ersten möglichen Etappensieg ins Visier genommen hatte. Der Franzose liefert die viertbeste Zeit des Tages ab und klettert vom 11. auf den 6. Rang der Gesamtwertung. Doch er ist nicht der einzige Yamaha-Pilot, der an diesem Tag in den Top 10 landet: Jordi Viladoms und Helder Rodriguez sind ebenfalls ganz vorne mit dabei.

Aprilia

Bei Aprilia läuft es bisher ganz und gar nicht nach Wunsch.  Francisco „Chaleco“ Lopez verliert heute 13 Minuten verliert und auf auf dem 7 Gesamtrang bereits mehr als 18 Min Rückstand auf Despres. Für den Chilenen, der im Jahr 2010 der stärkste Herausforderer von Coma bei den Cross-Country Rallyes war, scheint die Chance auf eine Top-3 Platz schon frühzeitig zu schwinden.

Ergebnisse im Detail »

Das Video zu 3. Etappe

Fotos: KTM, speedbrain BMW




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