Der Teamkollege von Cyril Despres holte beinahe den zweiten Etappesieg hintereinander: Ruben Faria gewann die letzte Etappe 2010 und fuhr auf der ersten Etappe 2011 die beste Zeit.
Tagessieger wurde trotzdem Cyril Despres, denn Faria wurde mit einer Strafe von 1 Minute belegt und rutschte auf Platz 2 zurück. KTM bewies mit den Plätzen 1-4, dass man in Mattighofen erneut ein bärenstarkes Rallyebike gebaut hat.
Wecken um 3:00 Uhr früh und Aufbruch vom Biwak mit den ersten Sonnenstrahlen um 4:20 Uhr . Zuerst mussten 566 Kilometer bis zum Start der ersten Wertung abgespult werden, wo dann Marc Coma auf die 192 Kilometer lange Wertungsetappe eröffnete, gefolgt von Cyril Despres und Francisco Lopez.
Für die KTM-Piloten war es, trotz aller Vorbereitungen, ein spannendender Moment: würde die neue KTM 450 Rallye die Erwartungen erfüllen? Schon bald war klar: sie tut es. Die erste Etappe führte über eine schnelle, technisch anspruchsvolle Route, für Cyril Despres war es “Die ideale Strecke zum Aufwärmen”. Viele Kurven, genügen Möglichkeiten für Drifts, eine Mischung zwischen Schifahren und Reiten – so charakterisierte der Franzose den ersten Abschnitt.
Ruben Faria startete als Elfter, überholte vier vor ihm gestartete Piloten und fuhr auf der Strecke die beste Zeit. Eine 1-Minuten-Strafe verhindert am Ende aber, dass der Portugiese den Etappensieg holen konnte. Aof den Plätzen 1-4 geschlossen die 4 Fahrer der beiden KTM-Werksteams: Despres, Faria, Coma und Pedrero.
Speedbrain BMW
Alle speedbrain Fahrer gingen mit höheren Startnummern ins Rennen und hatten deshalb mit dem Staub der Vorangefahrenen zu kämpfen. Auf der Etappe, die ein gelungener Mix aus schnellen und technischen Passagen war, erwischte es denn auch etliche Konkurrenten, die stürzten. Die speedbrain Fahrer indes hielten sich zurück und kamen alle sicher ins Ziel.
Am besten fand sich Paulo Goncalves zurecht, der sein Programm sehr rund abspulte, kein Risiko einging und doch einige Fahrer vor sich überholen konnte. Am Ende stand er als Fünfter der 192 Kilometer langen Wertungsprüfung fest und startet morgen mit einer wesentlich besseren Ausgangsposition. Wie in Brasilien fühlte sich sein Teamkollege Ze Helio. Sowohl die Strecke als auch die vielen Fans begeisterten den jungen, sympathischen Brasilianer. Er fühlte sich sichtbar wohl, obwohl er seit August nicht mehr auf der BMW G 450 RR gefahren war. Er bewältigte die Etappe ebenfalls sehr kontrolliert und liegt auf Rang 8.
Seine ganze Erfahrung spielte Frans Verhoeven aus, der weiß, wie gefährlich der erste Renntag sein kann. Platz 10 für ihn ist ebenfalls im Plan.
Fotos: BMW, KTM
Dakar 2011: Cyril Despres ist der erste Etappensieger





