BMW-Fitnesstraining für die Superbike-WM 2011

20.11.2010 | Beitrag von Redaktion   

Troy Corser, Leon Haslam, James Toseland und Ayrton Badovini, die vier BMW-Piloten in der Superbike-WM 2011, müssen in den Fitnessraum. Der Finne Simo Kirssi, der sich ansonsten hauptberuflich auf einer BMW-Enduro herum treibt, komplettiert dabei die Mannschaft im Fitnesscamp in Stephanskirchen.

Zum Programm gehören medizinische Tests, verschiedene Gymnastikübungen, Reaktionsübungen, Krafttraining, Mountainbiking und Klettern, aber auch sportpsychologisches Training und Deutschunterricht. Am Ende der Fitnesswoche bekommt jeder Fahrer einen persönlich abgestimmten Trainings- und Ernährungsplan, um die Saisonvorbereitung in den kommenden drei bis vier Monaten individuell fortsetzen zu können.

Während also die Mechaniker die S 1000 RR für die nächste Saison weiter verbessern, möchte man im Team nichts dem Zufall überlassen und mit voll austrainierten Piloten antreten.

„Grundsätzlich geht es uns darum, ein umfassendes und ausgewogenes Fitnesstraining durchzuführen“, sagt Teamarzt Dr. Vincenzo Tota, der das BMW Fitnesscamp leitet. „Das Mountainbiking dient dabei zum Beispiel als aerobes Training. Beim Klettern werden spezielle Muskeln trainiert. Wie auch beim Motorradfahren werden dabei Waden und Unterarme beansprucht, zudem trainiert man sein Gleichgewicht. Mit dem Krafttraining stärken wir die Muskeln. Aber um dabei auch die Ausdauer und Widerstandsfähigkeit zu verbessern, stemmen wir nicht große Gewichte, sondern führen viele Wiederholungen mit kleineren Gewichten durch.”

„Alle Fahrer sind sehr gut in Form“, sagt Dr. Tota mit Blick auf die Ergebnisse der medizinischen Tests. „Der Einzige, der bereits im vergangenen Jahr hier war, ist Troy. Und wir können sehen, dass sich seine Fitness im Vergleich zum Vorjahr enorm verbessert hat. Auch die anderen Fahrer, die getestet wurden, sind in einer sehr guten Verfassung. Der Sinn des Fitnesscamps ist auch, die Fahrer in einer anderen Umgebung als dem Fahrerlager zusammenzubringen. Natürlich machen wir keine engen Freunde aus ihnen, aber sie sollten sich gegenseitig respektieren. Und das ist uns hier gelungen.”

„Das Fitnesscamp macht viel Spaß, ist aber gleichzeitig auch ziemlich anstrengend“, erklärtTroy Corser. „Mein Bauch tut richtig weh, weil wir so viel intensives Bauchmuskeltraining gemacht haben. Wir haben einen Cooper-Test durchgeführt, und mein Fitnesslevel ist im Vergleich zu dem der Jungs, die zehn Jahre jünger sind als ich, schon sehr gut. Das Klettern hat mir am meisten Spaß gemacht, hier geht es um Tempo, Beweglichkeit und vorausschauendes Denken. Wir kommen alle sehr gut miteinander aus und haben viel Spaß. Jetzt freue ich mich auf unseren nächsten Test kommende Woche in Jerez.“

Auch Leon Haslam ist mit vollem Einsatz dabei: „Die Stimmung hier ist wirklich toll. Auch mir hat das Klettern am meisten Spaß gemacht. Wir mussten dabei sogar unsere Rennhelme tragen, das war für mich etwas völlig Neues. Ziel war, die Sicht einzuschränken und die Sauerstoffzufuhr zu verringern. Wie gewöhnlich ist mein Fitnesslevel zu diesem Zeitpunkt der Saison am schlechtesten, aber ich bin dennoch sehr zufrieden. Meine Testergebnisse waren sehr gut. Jetzt freue ich mich auf die nächsten Testfahrten in Jerez und Portimão.“




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