Nicht nur bei den Boxer-GS waren stärkere Triebwerke en vogue, auch die Funduro F 650 GS und ihre Schwester F 650 GS „Dakar“ wurden 2008 von einem ebenso getauften 800er Twin abgelöst. Der Paralleltwin der neuen
Modelle stammt aus den 2006 vorgestellten Straßenmodellen F 800 S und F 800 ST.
Das gleiche Triebwerk beflügelt die mit dem gleichen Gitterrohrrahmen wie die 800er Straßenmaschinen ausgerüstete Enduro F 800 GS. Diese nimmt, was Hubraum und Gewicht angeht, die Tradition der Ur-GS-Boxer auf. Mit einem 21 Zoll messenden Vorderrad, großer Bodenfreiheit und Federwegen jenseits der 200 Millmeter-Marke ist sie jedem Terrain gewachsen und auf Asphalt dank ihres agilen 85-PS Motors temperamantvoll bis zur 200 km/h-Marke.
Allerdings bietet sie mit einem Twin-Motor, Flüssigkeitskühlung und Kettenantrieb zum Hinterrad ein gänzlich anderes technisches Konzept als die bewährten Boxer. Die Kunden freuen sich, dass BMW sich nicht nur auf
klassische Boxer beschränkt.
BMW bietet mit der GS-Palette das optimale Konzept für jeden Anspruch. Der 800er Twin glänzt nicht nur durch kompakte Bauweise, sondern durch vorbildliche Sparsamkeit, agile Fahrleistungen und Unempfindlichkeit.
Ein wenig das „Licht unter den Scheffel“ stellt seit 2008 die neue F 650 GS, die ebenfalls 798 cm³ Hubraum besitzt. Ihr Triebwerk ist lediglich ein wenig zahmer als in der F 800 GS abgestimmt und kommt damit weniger routinierten Piloten und stark genussorientierten Fahrern entgegen.
Mit 71 PS ist auch die F 650 GS kein Kind von Traurigkeit und bereit dank einer Sitzhöhe von nur 790 mm und dem 19er Vorderrad samt passender Lenkgeometrie ein enorm wendiges Allroundmotorad, das vom ersten Meter an Vertrauen einflößt.
Ihre Vorgängerin, die Einzylinder F 650 GS, wird in Berlin und Brasilien für vereinzelte Märkte nach wie vor produziert.
Ende der 9-teiligen Serie über die Geschichte der GS
Quelle: BMW
Die Geschichte der GS (9/9): F 650 GS / F 800 GS