Der Abschied von der R 850 GS fiel den Kunden, die keine 1100er GS wünschten, auch deshalb leicht, weil die F 650 im Frühjahr 2000 als F 650 GS und F 650 GS Dakar debütierten. Die Fertigung wurde von Italien in das Werk Berlin verlegt. Parallel mit der Produktionsverlagerung hatten die BMW Techniker das kompakte Erfolgsmodell, dass der Marke viele neue Motorradfahrer zugeführt hatte, nach sieben Jahren über den üblichen Modernisierungsbedarf hinaus massiv überarbeitet.
Beide Maschinen übernehmen die Gesamtkonzeption der erfolgreichen F 650, wurden aber nicht nur optisch frischer, sondern vor allem technisch kompetenter, was den anhaltenden Erfolg der Einzylinderbaureihe garantierte.
Ein Brückenrahmen ersetzte den Einschleifenrahmen, die Doppelvergaser wichen einer Einspritzung und ein Dreiwegkat kam serienmäßig an Bord. Nun besaßen alle BMW-Maschinen einen solchen Abgasreiniger. Der Tank wanderte schwerpunktgünstig in das Rahmendreieck und durch die Einspritzung samt der neuen Motorabstimmung setzten Verbrauch, Durchzug und Leistungsfreude des F 650-Motors erneut Maßstäbe.
Off-Raod Fans freuten sich über die ganz neue F 650 GS Dakar, die mit längeren Federwegen, einem 21 Zoll-Vorderrad und gut schützender Frontscheibe begeisterte.
Zunächst war sie nur als Sondermodell gedacht, verkaufte sich so gut, dass bis 2007 im Programm bleiben sollte. Leistung und Gewicht der 650er entsprachen bei besserem Fahrkomfort und geringerem Verbrauch ungefähr den Eckdaten der R 80 G/S. Schon 1998 hatte sich das BMW Werk mit den robusten Einzylindern wieder im Langstrecken-Off-Road-Wettbewerben engagiert, um dann 1999 mit einer F 650 RR die Rallye „Paris-Dakar“ erneut zu gewinnen.
Teil 7 erscheint am 10.8.2010: die R 1200 GS
Quelle: BMW
Die Geschichte der GS (6/9): die F 650 GS und F 650 Dakar