Superbike-Reglement: Aprilia wird zurück gepfiffen

01.08.2010 | Beitrag von Redaktion   

Ein Lücke im bisherigen Reglemtent der Superbike-WM ermöglichte es Aprilia, die Serienmaschine zu modifizieren und mit einem neuen Nockenwelle-Antrieb zu fahren. Die Rennkommission hat diese Lücke gestern im Rahmen einer Sitzung in Silverstone geschlossen.

Der Zusatz im Reglement “der Antrieb der eingesetzten Maschine muß dem des homologierten Modells entsprechen, außer es wird im Handel ein kompletter Race-Kit angeboten” verschaffte Aprilia die Option, genau einen solchen Race-Kit zu verwenden und zwar unabhängig davon, ob dieser auch tatsächlich verkauft wird oder nicht – entscheidend war nur der Umstand, dass diese Teile erhältlich sind.

Ende Mai setzte Aprilia diesen Antrieb erstmals bei den Rennen in Salt Lake City ein, nachdem dieser davor von der Rennkommission genehmigt worden war.

Daraus ergibt sich nun, daß Aprilia entweder den modifizierten Antrieb standardmäßig in der Serienmaschine einbaut, das würde den Preis allerdings in die Höhe treiben, und damit weiterhin mit dieser Maschine antreten kann. Oder in der WM wieder die derzeit aktuelle Serienversion eingesetzt, was geringe Einbußen bei der Leistung bringt, aber angesichts der Vorsprunges von 68 Punkten, den Max Biaggi derzeit in der Gesamtwertung hat, am Ausgang der Saison wohl auch nicht mehr viel ändern würde.

Weiters wurde der Zeitplan für die freien Trainings geändert. Die erste Session findet nun bereits Freitag Vormittag statt, anstatt bisher am Nachmittag. Damit haben die Teams mehr Zeit, sich auf das erste Qualifikationstraining, das wie bisher am Freitag Nachmittag statt findet, vorzubereiten.




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