Mit dem neuen Chassis der Werkshonda kam Dani Pedrosa im Qualifying bestens zurecht und holte sich die Poleposition. Beste Voraussetzungen für den Blitzstarter aus Spanien, im Rennen die Führung zu übernehmen.
Seine erste Pole seit Indianapolis 2009 (insgesamt seine 14,) nützt Pedrosa dann tatsächlich und übernimmt gleich nach dem Start die Spitze. Dahinter folgen Rossi, Hayden, Lorenzo und Stoner. Ben Spies rückt von Startplatz 8 gleich auf Rang 6 vor, ist der besten Privatfahrer.
Nach zwei Runden sind Pedrosa und Rossi etwas von den anderen weg gefahren, Hayden liegt eine Sekunde zurück. Casey Stoner hatte sich von Lorenzo zwar kurzzeitig den 4. Platz geholt, doch nicht lamnge und der Spanier ist weder vorne. In den folgenden Runden herrscht Aktivität auf den vorderen Rängen gibt es nur bei der Aufholjagd von Lorenzo auf Hayden. Der Amerikaner kann aber immerhin bis zur 9. Runde seine Position halten.
Casey Stoner ist heute eindeutig die Nummer 2 im Ducati Werksteam, er hat bis zum Ende keine Chance, seinen Teamkollegen Hayden einzuholen, ganz im Gegenteil, er verliert immer mehr Zeit.
Keine Zeit verliert hingegen Lorenzo, der sich nach dem erfolreichen Überholmanöver nun an die Verfolgung von Rossi macht. Rossi musste in der Zwischenzeit Pedrosa ziehen lassen und liegt rund 2 Sekunden hinter dem Führenden zurück, sein Vorsprung auf Lorenzo ist ähnlich groß. Langsam aber sicher kämpft Lorenzo sich heran, aber es dauert bis zur 20. Runde bis die beiden Yamaha-Piloten gleichauf liegen.
Bis zur 21. hatte hatte Valentino das Bein beim Anbremsen noch weiter hinaus gestreckt als sonst, doch nun muß er aufpassen: Lorenzo überholt ihn innen am Ende der Start/Zielgeraden und Rossi muß das Bein rasch wieder einfahren. Ein paar Kurven lang fahren die beidne nun knapp hintereinander, doch dann ist Lorenzo auf und davon.
Pedrosa sieht 6 Runden vor Schluß wie der sichere Sieger aus, denn fast 2 Sekunden trennen ihn noch von Jorge Lorenzo. Doch der hat ein spanien-internes Duell vor Augen und kommt immer näher heran. Zwei Runden vor Schluß entbrennt der Kampf um die Führung, da gehören Rempler bei Höchstgeschwindigkeit dazu. In der letzten Runde ist es soweit: Lorenzo schnappt sich die Führung, diesmal ohne Rempler, und holt sich den Sieg nach einer beeindruckenden Aufholjagd. Platz zwei für Pedosa, der bis auf die letzten Kurven das ganze Rennen über geführt hatte, vor Rossi, Hayden, Stoner und Dovizioso.
Den Kampf um die kleine Krone des besten Privatfahrers holt sich Mika Kallio, der vom 17. und letzten Startplatz aus ins Rennen gegangen war, auf dem 7. Platz. Ben Spies konnte da schon nicht mehr eingreifen, er musste in der achten Runde nach einem technischen Defekt aufgeben.
Stark verbessert gegenüber Doha, als man den anderen hinterher fuhr, zeigt sich das Honda Gresini-Team mit Melandri auf 8 und Simoncelli auf 11.
MotoGP Jerez: Lorenzo bezwingt Pedrosa
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