40 Piloten stehen am Start, es fehlt Alex De Angelis, der nach einem schweren Sturz im Warmup ins Krankenhaus gebracht wurde. Von der ersten Polepositon seiner Karriere startet der Japaner Shoya Tomizawa (er gewann den ersten WM-Lauf in Doha), neben ihm in Startreihe stehen Julian Simon, Toni Elias und Yuki Takahashi.
In den ersten beiden Startreihen stehen nur Fahrer, die bereits zumindest einen Grand Prix gewonnen haben, die besten 20 in der Qualifikation liegen nur 8 Zehntel auseinander. Insgesamt ist also alles bereit für einen spannenden Lauf, den erst zweiten der Moto2-Klasse.
Es ist nicht leicht, diese 40 Maschinen ohne Zwischenfälle über die ersten Runden zu bringen, doch bis zu Beginn der dritten Runde geht fast alles gut, nur zwei Fahrer stürzen. Aber in der dritten Runde ist das Rennen – vorerst – gleich wieder zu Ende. Tomizawa fährt auf die vor ihm fahrende Maschine auf, beim Sturz zieht er eine Ölspur hinter sich her. Die wird gleich dahinter 7,8 weiteren Fahrern zum Verhängnis, die einer nach dem anderen ins Kiesbett rutschen. Alle stehen gleich wieder auf, aber es liegt jetzt eine ganze Menge Motorrateile herum – rote Flagge und Rennabbruch.
Der Neustart erfolgt 30 Minuten später. 17 Runden sind noch zu fahren, alle Gestürzten gehen wieder ins Rennen.
Diesmal geht alles gut, die Vier aus der ersten Startreihe liegen vorne, dahinter reiht sich die lange Schlange der restlichen 36 ein. Nach wenigen Runden bestimmt einer 7er-Gruppe mit Tomizawa, Elias, Noyes, Takahashi, Lüthi, Simon und Talmasci das Tempo, in der Führungsarbeit wechseln einander Elias, Tomizawa und Noyes ab. Ganz stark ist in dieser Phase des Rennens der 31-jährige Amerikaner Kenny Noyes, der für das Team Antonio Banderas fährt. Sein Vorteil: er kennt des Kurs von Jerez sehr gut aus der spanischen Meisterschaft.
Tomizawa kämpft sichtlich mit einem unruhigen Motoorad, es scheint, als ob beim Sturz , der zum Abbruck führte, der Lenker etwas abbekommen hat. Das wirft den Japaner zwischenzeitlich auch einige Plätze zurück. Durch die permanenten Attacken bleibt die Spitzengruppe bis zum Schluß zusammen, Gadea und Corsi können sogar von hinten kommend wieder aufschließen.
In der 13. Runde übernimmt Tom Lüthi die Spitze, dicht gefolgt von Tomizawa. Der bis dahin führende Toni Elias muß in einer Rechtskurve (dort wo zuvor Tomizawa gestürzt war) einen weiten Bogen fahren und fällt zurück auf Platz 5.
Je näher die letzte Runde kommt, desto enger wird es. Elias ist wieder da und auch Takahashi folgt knapp dahinter. Gleich zu Beginn der letzten Runde bremst Elias die beiden vor ihm fahrenden Piloten aus und führt.
Tomizawa und Lüthi bleiben zwar dicht am Spanier, doch es reicht nicht mehr. Toni Elias feiert seinen ersten Moto2-Sieg vor Tomizawa und Tom Lüthi, der nach langer Zeit endlich wieder einen Platz auf dem Podium ergattert.
Moto2 Jerez: Sieg für Toni Elias
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