Es herrscht bestes Motorrad-Wetter in Assen: 21 Grad Aussentemperatur, Sonnenschein, strahlend blauer Himmel. In der ersten Startreihe stehen Jonathan Rea, Jakub Smrz, Troy Corser und Leon Haslam Startplatz 5 hat Leon Camier. Damit bestzen Motorräder von 5 verschiedenen Herstellern die ersten fünf Startplätze: Honda, Ducati, BMW, Suzuki und Aprilia.
Sofort nach dem Start des Rennens über 22 Runden übernimmt Corser die Spitze, dahinter Camier und Rea. Ganz schlecht kommt Leon Haslam weg, er fällt zurück – sogar bis auf Rang 16 in der 6. Runde. Viel besser kommen Toseland (von Startplatz 10 auf 5) und Max Biaggi (von 11 auf 5) weg.
In den nächsten Runden schlängelt sich das Feld fast geschlossen um den Rundkurs. Es dauert einige Zeit, bis sich an der Spitze eine kleine Gruppe etwas Luft verschaffen kann. Corser führt, Rea und Camier bleiben dicht an ihm dran. In der Spitzengruppe kämpfen außerdem Toseland, Smrz, Biaggi und Checa mit um die Führung.
Es geht hin und her, die Abstände werden größer, schrumpfen wieder. Durch die laufenden Zweikämpfe um Positionen kann sich keiner der Fahrer absetzen. Bis Runde 10 liegt Corser in Führung, doch dann wird er von Jonathan Rea überholt, der bei diesem Manöver den Australier mit einer kleinen Abkürzung über den Rasen überraschen kann.
Es geht weiter in dieser Tonart, bis zur 22. Runde wechseln zwar die Positionen in der Spitzengruppe, aber keiner kann sich entscheidend durchsetzen. Troy Corser muß allerdings einen Platz nach dem anderen aufgeben, er wird auch noch von Toseland, Camier und dann von Checa überholt.
Zu Beginn der vorletzten (der 21.) Runde liegten die ersten 7 innerhalb von 2,3 Sekunden. Erst jetzt setzt sich Jonathan Rea ab, nachdem er sich in der Runde zuvor noch ein heftiges Duell mit James Toseland geliefert hatte – innerhalb weniger Kurven haben sich die beiden mehrmals an der Spitze abgewechselt. Während Rea vorne weg fährt, verliert Smrz am Ende der Spitzengruppe des Anschluß.
Zu Beginn der letzten Runde sind die Positionen dann schon vergeben, nur Max Biaggi versucht noch alles, um Troy Corser vom 5. Platz zu verdrängen, doch der lässt sich nicht mehr überholen.
Jonathan Rea (Honda) feiert am Ende klar seinen ersten Saisonsieg, dahinter folgt James Toseland (Yamaha) , der sich mit einer grandiosen Fahrt vom 10. Startplatz weg sein bestes Saisonergebnis sichert. Dritter Platz für Leon Camier (Aprilia), der damit einen dreifachen britischen Triumph sicher stellt, vor Carlos Cheka (Ducati), Troy Corser (BMW) und Max Biaggi (Aprilia).
Abgeschlagen und ohne eine Chance um vordere Plätze waren wieder einmal die Werksducatis, Noriyuki Haga mit Platz 10 liegt hinter zwei Ducatis von Privatteams. Der WM-Führende Leon Haslam kommt nur auf Platz 11 und fährt damit sein bisher schlechtestes Saisonresultat ein.
WSBK Assen, Lauf 1: erster Saisonsieg für Rea
Einen Kommentar hinterlassen