Superpole in Assen: Jonathan Rea holt die Poleposition

24.04.2010 | Beitrag von Redaktion   

Nur 22 Maschinen treten nach der Absage des Teams BMW-Reitwagen zur Qualifikation an, 20 davon schaffen es in die Superpole. Den schwarzen Peter ziehen wieder einmal die Kawasakis: Matteo Baiocco und Roger Lee Hayden erreichen in der Qualifikation nur die Plätze 21 und 22 und sind somit in der Entscheidung um die Poleposition nicht dabei. Mit der schnellsten Zeit im 2. Qualifying bestätigte Troy Corser den Aufwärtstrend im BMW-Werksteam.

In Superpole 1 kommt die erste schnelle Runde von Leon Haslam, der mit 1’35.497 die Marschroute vorgibt. Jonathan Rea ist nur um 1 Tausenstel langsamer, dahinter Troy Corser. Zur Halbzeit der 14 Minuten dauernden Session hat sich an der Spitze nichts geändert, Haslam steht, wie man es von ihm schon gewohnt ist, in der Box und ist sich sicher, daß seine Zeit reichen wird. Chris Vermeulen, der hier das Comebach nach seiner Verletzungspause feiern wollte, stürzt beim Versuch, sich von einem der hinteren Ränge nach vorne zu arbeiten. Bis zum Sturz war der Australier in dieser Runde unterwegs zu einer neuen persönlichen Bestzeit, rund eine Sekunde schneller als zuvor. Zumindest scheint sich Vermeulen nicht ernsthaft verletzt zu haben.

Viel ändert sich nicht mehr bis zum Ende der Session, die vier langsamsten Piloten scheiden aus: Luca Scassa, Lorenzo Lanzi, Broc Parkes und Chris Vermeulen.

Wie immer folgt in Superpole 2 das große Ausscheidungsrennen: 12 Minuten Zeit um die besten 8 von 16 zu ermitteln. Zu Beginn sind es wieder Rea, Haslam und Corser, die die schnellsten Runden fahren, Smrz und Byrne dahinter mit den besten Ducatis. Nach zwei Runden kommen fast alle an die Box zurück für letzte Korrekturen am Setup. Rund 1,5 Sekunden zurück sind Checa und Haga am Ende der Top 16, auch Max Biaggi hinkt mit seiner Zeit noch hinterher.

In den letzten beiden Minuten blasen die weiter hinten platzierten Fahrer noch einmal zum Angriff und das bringt noch ein paar Verschiebungen mit sich. Am Ende dieser Session gibt es einige Überraschungen: Cal Crutchlow, zuletzt zwei Mal auf Pole, ist draussen, ebenso Max Biaggi. Da James Toseland ebenfalls ausscheidet, steht Yamaha in der Startaufstellung morgen erst in Reihe drei. Ausgeschieden sind weiters: Max Neukirchner, Noriyuki Haga, Ruben Xaus, Sylvain Guintoli und Tom Sykes.

Acht Fahrer machen in Superpole 3 die Poleposition unter sich aus: Rea, Haslam, Corser, Smrz, Camier, Checa, Byrne und Fabrizio. In den 10 Minuten, die jetzt zur Verfügung stehen, bleibt keine Zeit zum Taktieren. Nachdem alle ihre 1. Runde absolviert haben, führt Jonathan Rea vor Smrz, Corser und Haslam. Carlos Checa muß gleich wieder in die Box, danach ist er vorerts einmal sehr langsam unterwegs.  2 Minuten vor Schluß hat sich an der Spitze noch immer nichts geändert, aber endlich schafft Checa auch eine schnelle Runde und ist zumindest nicht mehr das Schlußlicht. In der Schlußphase kann keiner der Fahrer mehr entscheidend zulegen, alle haben gleich zu Beginn ihre Karten ausgespielt.

Startreihe 1 wird gebildet von Jonathan Rea (Honda), Jakub Smrz (Ducati), Troy Corser (BMW) und Leon Haslam (Suzuki). Für Rea ist es die erste Superbike-Polepositon seiner Karriere.

Troy Corser bestätigte auch in der Superpole die Verbesserungen bei BMW. Im Qualifying und in der Superpole war der Australier nie schlechter als auf Platz drei klassiert. Endlich ein Podiumsplatz für BMW, das scheint schön langsam im Reichweite zu kommen, zu wünschen wäre es den Bayern.

Ergebnis der Superpole Assen 2010 »




Kommentarfunktion zu diesem Artikel derzeit geschlossen.