Zum zweiten Mal hintereinander nach 2009 startet Casey Stoner von der Poleposition aus um sich den vierten Sieg in Folge beim Grand Prix von Katar in Doha zu holen.
Die Kulisse ist beeindruckend: rundherum ist Nacht und mitten in der Wüste eine hell erleuchtete Rennstrecke. Für die Fahrer sind diese Bedingungen schwieriger als bei einem Rennen am Tage, aber für die Zuschauer ist ein Rennen unter Flutlicht dafür umso besser. Zumindest für die Zuschauer am Fernsehschirm, denn vor Ort waren nicht allzu viele.
Der Saisonstart in Katar ist seit eingen Jahren fest in Stoner-Hand. Mit seiner Bestzeit in der Qualifikation bewies der Australier erneut seine Stärke auf diesem Kurs und holte nach 2009 die zweite Poleposition in Folge. Bei Rennen geht es für den Australier um den vierten Sieg hintereinander. Mit Valentino Rossi dahinter auf Platz zwei konnte man auch niemanden überraschen.
Ab Platz drei dann lief es aber nicht mehr so ab, wie man es erwarten konnte:
Hinter Rossi platzierte sich schon Jorge Lorenzo, der, wenn man es genau nimmt, noch immer durch seine Verletzung an der Hand eingeschränkt ist – der Spanier nahm es aber nicht so genau, wurde während des Qualifyings immer stärker und schaffte mit seiner letzten Runde noch den Sprung in die erste Startreihe. Ob er ein ganzes Rennen in dieser Form durchalten kann ?
Auf Platz vier die erste Honda: das war noch nicht überraschend. Doch weder Dani Pedrosa noch Andrea Divizioso (beide im Repsol-Honda Werksteam) sondern Randy de Puniet auf der LCR Kundenhonda nahm diesmal die Position des ersten Verfolgers der Top 3 ein. Das war dann doch überraschend.
Platz 5 für Altmeister Loris Capirossi, der in Katar 2010 seinen 300sten Grand Prix betreiten wird. Dieses Jubiläum feierte der Italiener gleich selbst und fuhr mit einen starken Finish in Reihe 2. Hat Suzuki nach einer Superbike-Siegmaschine gar auch für die MotoGP eine Top-Maschine auf die Räder gestellt?
Erst auf den Plätzen 6 und 7 folgen Doviziso und Pedrosa auf den Honda-Werksmaschinen. Hinter den Erwartungen zurück blieb auch das Team Tech 3 Yamaha. Colin Edwards (8.) und Ben Spies (11.) erhofften nach den guten Testergebnissen im Winter bessere Ergebnisse, zumindest die 2. Startreihe war im Visier der beiden Amerikaner.
Am Ende des Feldes das Team Honda Gresini mit Marco Simoncelli (15.), der zumindest einen Sturz zu Beginn des Qualifyings als Entschuldigung vorweisen kann, und Marco Melandri (17.)
MotoGP Katar Qualifikation: Stoner bleibt der Herr im Haus
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