Nach vier Läufen gibt es bereits 3 unterschiedliche Sieger auf Maschinen von 3 unterschiedlichen Herstellern. Bis ganz oben auf das Podium haben es dabei ausgerechnet jene beiden Teams noch nicht geschafft, die im vergangenen Jahr fast immer an der Spitze lagen: die Werksteams von Ducati und Yamaha.
Auf Noriyuki Haga und Michel Fabrizio (Ducati) und auf Cat Crutchlow und James Toseland (Yamaha) lastet bereits der Erfolgsdruck. Bei nur 13 Runden mit 26 Läufen zählt das Ergebnis jeden einzelnen Rennens, Spitzenpositionen sind also gefragt, ansonsten enteilen Biaggi und Haslam an der Spitze der WM-Wertung.
Dabei ist Ducati noch in der weitaus besseren Position, immerhin konnte in allen vier Läufen gepunktet werden und die beiden Piloten liegen in der WM auf den Plätzen 4 und 5. Und vor allem: Carlos Checa und Shane Byrne hielten zuletzt im privaten Ducati Althea Team die Ducati-Fahne hoch und erreichten bessere Ergebnisse als das Werksteam. Carlos Checa hält derzeit den dritten Platz in der WM-Wertung, Byrne den zehnten.
Yamaha dagegen verzeichnete einige Null-Nummern, Crutchlow als der besser platzierte der beiden Werkspiloten hat auf WM-Rang 11 bereits 61 Punkte Rückstand auf Leon Haslam. James Toseland war zwar in den Rennen recht stark, aber mit Stürzen im Qualifying verbaute sich der zweifache Weltmeister selbst ein besseres Ergebnis. Cal Crutchlow war zwar in Portimão in der Lage, die Ducatis, Suzukis und Aprilia heraus zu fordern, aber auch er warf sich durch Fehler selbst aus dem Rennen. Mit der Poleposition in Portugal zeigte er aber, daß er ganz an die Spitze kommen kann.
Bei Aprilia stehen nach dem Doppelsieg in Portimão alle Ampeln auf Grün: nicht nur wegen der Leistung von Max Biaggi sondern auch weil der zweite Pilot im Team, Leon Camier, mit zwei fünften Plätzen ebenfalls ganz vorne landete.
BMW geht mit vier Maschinen ins Rennen, der Erfolg steht und fällt allerdings ausschließlich mit Troy Corser. Die Bayern müssen das Problem des nachlassenden Grips lösen, das Corser in beiden Läufen in Portugal von einer anfänglichen Spitzenpositionen mit Fortdauer des Rennens immer weiter zurück warf. Mit der Lösung scheint für BMW ein Podiumsplatz zum Greifen nahe. Roland Resch wird nach seiner Verletzung aus Phillip Island auch in Valencia noch nicht fahren können. Roland Resch versucht es erstmals nach seiner auf Phillip Island erlittenen Verletzung wieder: der Österreicher wird in Valencia mit dabei sein.
Bei Honda läuft vieles nicht nach Plan. Max Neukirchner kommt mit der Maschine überhaupt nicht zurecht und fährt dem Feld hinterher. Für Jonathan Rea läuft es besser, mit einem dritten Platz in Lauf 1 in Portugal lies er sein Können aufblitzen. Dabei sind es aber vor allem auch die technischen Probleme, die dem Team zu schaffen machen: jeweils ein Rennen konnten die beiden Fahrer deshalb nicht zu Ende fahren.
Die Führung in der Fahrer- und in der Markenwertung bei Suzuki: wer hätte das vor einem Jahr gedacht. Leon Haslam mit einem Sieg und 3 zweiten Plätzen in vier Läufen ist seit Saisonbeginn auf einem Höhenflug. Teamkollege Sylvain Guintoli war in Portimão nicht so stark unterwegs wie auf Phillip Island.
Das Schlußlicht ist weiterhin Kawasaki. Chris Vermeulen fehlt weiterhin verletzungsbedingt und damit fehlt dem Team auch der Spitzenfahrer. In Valencia wird statt Vermeulen der 26-jährige Brite Simon Andrews fahren.
Vorschau: Superbike-WM Runde 3 in Valencia
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