Rückblick: das Superbike-Wochenende in Portimão

29.03.2010 | Beitrag von Redaktion   

Die Power der Aprilia: das war das Highlight bei der Premiere der Superbike-WM in Europa. Max Biaggi konnte seine Konkurrenten auf der lange Zielgeraden in Portimão fast nach Belieben überholen und ließ Haslam, Checa und & Co keine Chance auf einen Sieg.

Beim Saisonstart auf Phillip Island waren ein 5. und ein 8. Platz das enttäuschende Ergebnis für Biaggi. Mit einigen Verbesserungen an der Maschine sah es dann gestern, Sonntag, schon ganz anders aus. Zwei Rennsiege für den Italiener und zusätzlich zwei fünfte Plätze für seinen Teamkollegen Leon Camier machten Aprilia zum unbestrittenen Tagessieger der zweiten Runde der WM 2010. Leon Camier vergab dabei noch bessere Platzierungen schon beim Start, denn im Rennen selbst fuhr er die gleichen Rundenzeit wie die Spitze.

Mit zwei zweiten Plätzen bestätigte Leon Haslam die enorme Verbesserung des Suzuki-Teams gegenüber der vergangenen Saison.  Der Brite hatte Vorteile in den engeren Abschnitten des Rundkurses  und führte die beiden Läufe auch über weite Strecken an. Doch an diesem Tag hatte er keine Chance, mit bis zu 10 km/h geringerem Topspeed der Suzuki gegenüber der Aprilia von Biaggi konnte er seine Führung nicht lange behalten.2x Platz 2 für Haslam bedeuten die Führung in der WM-Wertung mit 16 Punkten Vorsprung auf Biaggi und Platz 1 für Suzuki in der Markenwertung.

Einiges aufzuholen hatte Yamaha: Crutchlow und Toseland mussten das miserable Ergebnis von Phillip Island wegstecken und das gelang auch ganz ordentlich. Crutchlow holte sich die Poleposition, doch konnte in das beiden Läufen nicht nützen.  Im ersten Lauf startete er eine Aufholjagd, die ihn bis knapp an die Führenden heran brachte, dann aber rutschte er von der Strecke und rettete gerade noch Platz 14 ins Ziel. Lauf zwei lief da schon besser, Crutchlow konnte fast über die gesamte Renndistanz an Biaggi und Checa dranbleiben und schaffte mit Rang 3 kam sein erstes Superbike-Podium. James Toseland fuhr nach einem verpatzen Qualifying (Sturz und Platz 15) stark in beiden Läufen (Platz 6 und 7).

Licht und Schatten gab es bei Ducati: während das Werksteam in der Qualifikation und im den Rennen nichts auf die Reihe brachte (Noriyuki Haga mit 2x Platz 8), war es erneut das Althea-Team, das mit dem Veteranen-Duo Carlos Checa und Shane Byrne an der Spitze mitfuhr. Carlos Checa holt zwei 4. Plätz und sicherte seinen dritten Platz in der WM-Wertung, Byrne landete auf den Plätzen 6 und 7. Damit konnte Ducati zumindest in der Markenwertung den 2. Platz halten, knapp vor Aprilia.

Ein toller Beginn und dann Platz für Platz nach hinten durchgereicht: Troy Corser zeigte auf der BMW seine Qualitäten als Blitzstarter und fuhr jeweils aus der 2. Startreihe zu Beginn unter die besten 4. Je länger die Rennen dauerten, desto weiter fiel der Australier dann zurück. Wenn es das Team schafft, die Leistung der Maschine über die ganze Renndistanz konstant zu halten, dann ist weitaus mehr möglich als nur ein 9. und 10. Platz.

Bei Honda kämpfte Max Neukirchner mehr mit sich selbst als mit der Konkurrenz. Der Deutsche hat sich sichtlich noch nicht an seine Maschine gewöhnt. Im ersten Lauf hatte er zudem noch Pech mit der Technik und schied aus, im 2. Lauf war der 15. Platz das Maximum. Jonathan Rea, der im letzten Jahr einen Lauf auf dieser Strecke gewann, schien mit dem 3. Platz in Lauf 1 an seine Vorjahresleistung anschließen zu können, doch im 2. Lauf hatte auch seine Honda ein technisches Problem und er schied, in der Spitzengruppe liegend, aus.

Kawasaki bleibt weiterhin das Schlußlicht: Chris Vermeulen verletzungsbedingt erst gar nicht am Start und Tom Sykes mit Platz 15 und 13 niemals mit einer Chance auf eine bessere Platzierung.




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