Superbike WM in Kyalami: nach 2010 ist Schluß

18.03.2010 | Beitrag von Redaktion   

Als die Superbike WM im Jahr 2009 nach sieben Jahren Abwesenheit nach Kyalami zurück kehrte, wurde  der Gauteng Motorsport Company (GMSC) ein Vertrag bis 2013 abgeschlossen. Jetzt hat die Regierung der südafrikanischen Provinz Gauteng die Verträge mit allen internationalen Veranstaltungen aus finanziellen Gründen gekündigt und die GMSC wurde geschlossen.

Für den Ausstieg aus den laufenden Verträgen zahlt Gauteng einen Betrag von rund 11,5  Mio Euro, damit spart man aber immerhin mehr als 79 Mio Euro ein, die man ansonsten noch an Finanzhilfen für die Veranstaltungen in den kommenden Jahren zu tragen gehabt hätte. Betroffen davon sind die Superbike WM und die italienische V8 Supercar Serie (Termin November). Ebenfalls betroffen ist das Formel 1 BMW Sauber Team, das mit der GMSC einen Sponsorvertrag über 23 Mio. Euro abgeschlossen hatte.

Der Wirtschaftminister der Region, Firoz Cachalia, der erst seit kurzem im Amt ist, erklärte, dass es ein Fehler seines Vorgängers war, diese Verträge überhaupt abzuschließen. Das in den Rennsport investierte Geld fehle nun für Investitionen in Bildung und Gesundheit, ingesamt sei das ganze Projekt für eine Region alleine nicht finanzierbar gewesen. In nächster Zukunft werden somit in Kyalami nur mehr nationale Veranstaltungen abgehalten.

Die Superbike Rennen am 16. Mai 2010 werden noch stattfinden, dann aber ist Schluß. Für die Superbike WM ist das nach Katar (entfällt ab der Saison 2010) bereits das 2. Überseerennen, das innerhalb kurzer Zeit aus dem Terminkalender gestrichen werden muss. Mit nur mehr zwei verbleibenden Rennen ausserhalb Europas (Phillip Island und Salt Lake City) läuft die Infront in Gefahr, bald nur mehr Veranstalter einer Superbike-EM zu sein, wenn sich keine neuen Austragungsorte finden.

Quelle: The Star, Südafrika




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