Nicky Hayden

zuletzt aktualisiert: 12.01.2011

Nicky Hayden wuchs in Owensboro, Kentucky, auf, wo sein Vater Motocross-Kurse baute, auf denen seine Kinder mit dem Motorrad fahren anfingen, kaum, dass sie gehen konnten. Die ganze Familie war immer schon motorrad-verrückt, lange bevor Nicky zum MotoGP-Fahrer wurde.

Sowohl der Vater, Thomas Earl, als auch seine Mutter, Rose Marie Kamuff, fuhren Dirt Bikes und Earl erzielte gute Ergebnisse bei regionalen Wettbewerben. Rose dominierte für gut 5 Jahre die so genannte Frauen “Powder Puff”-Klasse.

Die fünf Kinder, Tommy, Jennifer, Nicky, Roger und Kathleen saßen alle auf dem Bike bevor sie richtig Gehen konnten, aber nur die drei Söhne wurden später zu erfolgreichen Profis . Tommy in der AMA Superbike Championship, Roger (ab 2010) in der Superbike-WM, während Nicky im Jahr 2003 nach Europa in die MotoGP ging.

Hayden begann seine sportliche Laufbahn im alter von 4 Jahren mit Dirt-Track-Rennen, am Paducah International Raceway. Von da an gewann er regelmäßig in der Kategorie fuhr fast jedes Wochenende mit seiner Familien zu Rennen im Mittleren Westen der USA.

Obwohl sich im Laufe der Zeit ihre Leidenschaft immer mehr in Richtung Road Racing verlagerte, blieben  Nicky und seine Brüder den Dirt-Track-Rennen immer treu. Ein Höhepunkt war die historische Springfield TT im Jahr 2002, als sich alle drei für erste Startreihe qualifizierten, und Nicky, Tommy und Roger Lee in dieser Reihenfolge auf das Podium kamen, etwas, das es nie zuvor in einem professionellen AMA Dirt Track Rennen gegeben hatte. Ein paar Monate später gewann Nicky dann auch den Titel in der AMA Superbike Meisterschaft.

Nicky begann mit  Mini-Bikes als er elf Jahre alt war, und damit fing der schrittweise Übergang von Piste  auf Asphalt an. Mit 16 wurde er Profi bei  Honda America und im folgenden Jahr, 1998, absolvierte er seine erste volle Saison, mit jeweils dem vierten Gesamtrang in den Kategorien AMA Supersport 750 und 600 Supersport.

Im Jahr 1999, mit achtzehn Jahren, wurde er der jüngste AMA 600 Supersport Champion aller Zeiten, ein Titel, den er nach einem Zweikampf gegen seinen Bruder Tommy gewann. Im selben Jahr fuhr auch bei 12 der 18 Grand National Dirt-Bike Rennen, und holte sich den Rookie of the Year Titel in dieser Serie.

Im Jahr 2000, immer noch mit Honda, belegte er an der AMA Superbike-Kategorie den zweiten Gesamtrang, nur fünf Punkte hinter Mat Mladin.

Im Jahr 2001 schloss er die Saison auf dem dritten Platz ab, im Jahr 2002 holte er den Sieg beim prestigeträchtigen Rennen Daytona 200,  und wurde der jüngste AMA Superbike Champion, im Alter von 21 Jahren und zwei Wochen.

2003 nahm Nicky die nächste Stufe: von  Honda und Yamaha zu MotoGP-Testfahrten eingeladen, entschied er sich für Honda und wurde Teamkollege von Valentino Rossi. In seinem ersten Jahr erreichte er zwei Podestplätze, bei den Rennen in Australien und Motegi, und beschloss die Saison auf der fünften Position als Rookie of the Year.

2004 war ein schwieriges Jahr für Hayden. Bei Supermotard-Tests brach er sich das Schlüsselbein und beendete das Jahr auf Platz acht mit  Podestplätzen in Rio und am Sachsenring.

Die Saison 2005 war weitaus positiver. Nach einem Sturz im ersten Rennen wurden die Ergebnisse immer besser und schließlich folgte der Höhepunkt mit seinem ersten MotoGP-Sieg in Laguna Seca. Fünf weitere Podestplätze in Deutschland, Katar, Australien, der Türkei und Valencia folgten und am Ende reichte es für den dritten Platz in der WM-Wertung.

Das Jahr 2006 brachte dann den richtigen Durchbruch für Nicky Hayden: er begann die Saison stark, mit sieben Podestplätze in den ersten acht Rennen, darunter ein Sieg  in Assen und führte die Fahrerwertung an. Nach einem weiteren Sieg in Laguna Seca hatte er einen Vorsprung von 34 Punkten auf  Daniel Pedrosa und 51 auf Valentino Rossi. Doch nach der Sommerpause wendete sich  Hayden’s Glück und er verlor langsam an Boden. Der Tiefpunkt kam in Estoril, als er vom Teamkollegen Pedrosa zu Fall gebracht wurde. Damit ging Valentino Rossi mit 8 Punkten Vorsprung ins Saisonfinale in Valencia. Nun war das Glück wieder auf der Seite des Amerikaners als Rossi stürzte und er selbst auf den dritten Platz im Rennen kam. Am 29. Oktober 2006 wurde „Kentucky Kid“ MotoGP-Weltmeister.

Im Jahr 2007 wechselte die MotoGP-Klasse von 990 auf 800 ccm Maschinen, eine Umstellung, mit der Hayden nicht zurecht kam. Trotz großer Bemühungen um die Entwicklung der RC212V, war er nie in der Lage seinen Titel zu verteidigen. Mehr als drei Podiumsplätze in Deutschland, Holland und in der die Tschechischen Republik und ein achter Gesamtrang schauten nicht heraus.

2008 war erneut  ein durchwachsenes Jahr. In den ersten fünf Rennen kam er zwar ins Ziel aber nicht unter die Top 3. Bei den  X-Games in Los Angeles zog er sich bei einem Supermoto-Rennen eine Fußverletzung zu und musste in Brünn und Imola pausieren. Aufwärts ging es wieder in Indianapolis mit einem zweiten Platz hinter  Valentino Rossi. Mit einem weiteren Podium auf Phillip Island und einer Reihe sehr guter Ergebnisse gegen Ende der Saison konnte er sich  bis zum Ende des Jahres an die sechster Stelle in der WM setzen, stand aber die ganze Saison über im Schatten seinen teamkollegen Dani Pedrosa.

Im Jahr 2009 wechselte Nicky Hayden zu Ducati  neben Casey Stoner, teilte aber zu Beginn das Schicksal aller Teamkollegen des Australiers – er hatte Probleme, sich auf die Ducati einzustellen und kam über das Mittelfeld nicht hinaus. In der zweiten Saisonhälfte lief es, nach einem  Podiumsplatz  in Indianapolis, weitaus besser und Hayden konnte den Rückstand zur Spitze immer weiter reduzieren.

Zu Beginn der Saison 2010 ist Nicky der besser Fahrer im Ducati-Team. Stoner stürzte mehrmals in aussichtsreicher Position, während der Amerikaner kontinuierliche Verbesserungen zeigte. Ein Platz auf dem Podium blieb ihm aber trotz aller Anstrengungen verwehrt. Beim Grand Prix von Indianapolis schaffte es Nicky dann erstmals in die erste Startreihe, wenige Stunden nachdem er seinen Vertrag bei Ducati um zwei Jahre (bis zur Saison 2012) verlängert hatte.


Karrierehighlights:

Erster GP:  Japan GP, 2003 (MotoGP)
Erster GP Sieg: USA Laguna Seca, 2005 (MotoGP)
Erste Pole: USA Laguna Seca, 2005 (MotoGP)

Die Statistik

JahrRennklasseMarkeStartsPoleSiegePodiumSchnellste
Runde
WM-Rang
Gesamt13453276
2010MotoGPDucati1817.
2009MotoGPDucati171113.
2008MotoGPHonda16216.
2007MotoGPHonda18138.
2006MotoGPHonda17121021.
2005MotoGPHonda1731623.
2004MotoGPHonda1528.
2003MotoGPHonda1625.

Laufbahn

2011: MotoGP  (Ducati)
2010: 7. Platz MotoGP  (Ducati)
2009: 13. Platz  MotoGP  (Ducati)
2008: 6. Platz  MotoGP (Honda)
2007: 8. Platz  MotoGP (Honda)
2006: Weltmeister  MotoGP (Honda)
2005: 3. Platz  MotoGP (Honda)
2004: 8. Platz  MotoGPp (Honda)
2003: 5. Platz  MotoGP (Honda)
2002: AMA Superbike Champion (Honda), Daytona 200 Sieger (Honda)
2001: 3. Platz AMA Superbike Championship (Honda)
2000: 2. Platz  AMA Superbike Championship (Honda), 4. Platz AMA 600 Supersport Championship (Honda)
1999:  AMA 600 Supersport Champion (Honda) , 2. Platz AMA Formula Xtreme Championship (Honda)
1998:  4. Platz AMA 750 Supersport Championship (Honda), 4. Platz AMA 600 Supersport Championship (Honda)
1997:  Horizon Dirt Track Award Winner (Honda)





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