Die Geschichte von Ducati Racing 1950-2009

25.02.2010 | Beitrag von Redaktion   

Gegründet von den Brüdern Adriano, Bruno und Marcello Cavalieri Ducati im Juli 1926, machte sich Ducati zuerst einen Namen mit der  Produktion von Radio-Sendern.

Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte das Unternehmen 7000 Mitarbeiter und seine Produktpalette erweitert: um elektrische Rasierapparate, Sprechanlagen, Rechenmaschinen, Fotoapparate und Filmkameras .

Im Jahr 1946 begann Ducati mit der Herstellung des ersten Motors – dem Cucciolo (italienisch für “Hund”) Viertakt-Moped-Motor, der nach dem Krieg verwendet wurde, um Fahrräder anzutreiben.

1950

der 50ccm Cucciolo erringt 12 Geschwindigkeits-Weltrekorde.

1951

der 100ccm Cucciolo stellt einen 24-Stunden Geschwindigkeits- und Zuverlässigkeitsrekord auf.

1954

Ducatis renommiertester Ingenieur, Fabio Taglioni, nimmt seine Arbeit im Werk auf.

1956

DIe von Taglioni konstruierte desmodromische 125er gewinnt einen schwedischen GP mit dem Fahrer Gianni Degli Antoni. Mit der gleichen Maschine holt Sandro Artusi die ersten WM-Punkte für Ducati in Monza.

1958

Erstes Rennen: Sieg für Ducati (125er-Klasse).

Ducati gewinnt drei 125 Grands Prix (mit Alberto Gandossi und Bruno Spaggiari) in Belgien, Schweden und in Monza, und gewinnt den zweiten Platz in der 125 Fahrer- und Herstellerwertung. Spaggiari gewinnt den italienischen Senioren Titel mit der 125 Desmo.

1960

Mike Hailwood holt die  ersten 250er  WM-Punkte, auf einer 250 Desmo Twin.

1965

Fabio Taglioni konstruiert die  Desmo Vierzylinder-125,  die Maschine kommt allerdings nicht zum Renneinsatz.

1971

Ducatis erster Premier-Klassen GP Racer und erster V-Twin kommt zum Einsatz. Der Brite Phil Read holt die ersten WM-Punkte in Monza auf der Desmo 500.

1972

Ducati feiert den berühmtesten seiner frühen Erfolge, als Paul Smart auf  der GT750 Desmo-V-Twin zum Sieg in Imola 200 fährt.

1973

Die Ducati 860 Desmo-V-Twin gewinnt die 24 Stunden von Barcelona mit den Fahrern Benjamin Grau und Salvador Canellas.

1978

Ex-Weltmeister Mike Hailwood gewinnt die Isle of Man TT  an Bord einer speziellen 900SS F1, und holt den  ersten WM-Titel für  Ducati. In den USA , fährt der zukünftige Weltmeister Freddie Spencer mit einer 900SS auf den dritten Platz bei der Daytona 200.

1987

Der ehemalige 500ccm-Weltmeister Marco Lucchinelli feiert  den ersten Erfolg des neuen Ducati-Zeitalters. Mit der neuen acht-Ventil V-Twin 851 fährt er zum Sieg in der Daytona Battle of the Twins. Diese Maschine  ist der Vorläufer der legendären 916.

1988

Marco Lucchinelli und die 851 gewinnen die erste Runde der erste Superbike-WM in Donington Park,  In der WM-Endwertung reicht es für  den fünften Gesamtrang.

1990

Erster WM-Titel für Ducati in der Superbike-Klasse durch Raymond Roche mit der  Ducati 888

1991-1993

Der Amerikaner Doug Polen sichert die Ducati-Vorherrschaft in der Superbike-WM mit den Titeln  ’91 und ’92  auf der Ducati 888. Im folgenden Jahr gelingt Polen der  AMA Superbike-Titelgewinn.

1994-1996

Ducati stellt die 916 vor, mit der Carl Fogarty auf Anhieb die Superbike-WM gewinnt. Der Brite wiederholt das Kunststück im folgenden Jahr und mit dem australischen Fahrer Troy Corser sichert sich  Ducati den Titel-Hattrick im Jahr 1996.

1998-1999

Carl Fogarty holt seinen dritten Superbike-Titel an Bord der 996 und gleich darauf seinen vierten im Jahr 1999

1999

Ducati gründet die Ducati Corse Abteilung, die alle Rennaktivitäten von Ducati steuern soll.

2001

Der Australier Troy Bayliss sichert der Marke den neunten Superbike-WM-Fahrertitel mit der 996 Testastretta. Teamkollege Ruben Xaus beendet die Saison nach mehreren Podiumsplätzen an der sechsten Stelle.

Im Mai Ducati verkündet die Entscheidung, an der MotoGP-Weltmeisterschaft teilzunehmen.

2002

Troy Bayliss führt die Superbike-WM fats die ganze Saison an, muss sich aber am Ende knapp geschlagen geben,  Ruben Xaus landet erneut  an der sechster Stelle.

Troy beginnt nach Saisonende der Superbikes mit den Tests der  Desmosedici mit seinem  Teamkollegen Loris Capirossi. Die V4 wird beim  MotoGP-Abschlussrennen in Valencia der Öffentlichkeit präsentiert

2003

Erstes Rennen für Ducati in der MotoGP-Klasse.

Loris Capirossi und Troy Bayliss haben ein sensationelles Debüt-Saison mit der Desmosedici Capirossi schafft es auf das Podium im ersten Rennen und gewinnt den GP von Catalunya. Ducati erreicht  den zweiten Gesamtrang in der Hersteller-Wertung, während Loris und Troy die WM auf dem vierten bzw.sechsten Platz  beenden.

Neil Hodgson beherrscht die Superbike-WM-Saison mit der brandneuen 999 und gewinnt den Fahrertitel. Zusammen mit Ruben Xaus verschafft er Ducati den 12. Markentitel

2004

24-jährige Brite James Toseland wird der jüngste World Superbike Champion, als er der 999 zum zweiten  Titel  in Folge verhilft. Teamkollege Régis Laconi beendet die Saison als Zweiter, nur neun Punkte hinter James, und Ducati gewinnt erneut die Hersteller-Wertung. Youngster Lorenzo Lanzi fährt mit der  749 auf eine beachtlichen  fünften Gesamtrang beim Comeback von Ducati in der Supersport-Klasse.

Loris Capirossi und Troy Bayliss schaffen jeweils Podiumsplatzierungen in der MotoGP.

2005

Loris Capirossi gewinnt in der zweiten Saisonhälfte 2 Rennen hintereinader in der MotoGP (Motegi und Sepang). Sein Teamkollege, der Spanier Carlos Checa, holt zwei Podestplätzen gegen Ende des Jahres.

James Toseland und Régis Laconi gewinnen beide Rennen in der  Superbike_WM, können  aber nicht um den Titel mitfahren. Der  Italiener Lorenzo Lanzi holt mit einer dritten Werksducati zwei Siegen in den letzten Rennen der Saison.

Ducati Corse beteiligt sich an der  AMA Superbike-Meisterschaft  in Amerika mit Neil Hodgson und Eric Bostrom. Beide Fahrer können rennsiege verbuchen,  Bostrom holt schließlich den dritten Gesamtrang.

2006

Das Ende der 990er MotoGP-Ära bringt ein historisches Ergebnis für Ducati mit einem Doppelsieg für Troy Bayliss und Loris Capirossi beim Saisonfinale in Valencia. Capirossi  gewinnt drei Rennen und holt fünf weitere Podestplätze um die Saison auf dem dritten Gesamtrang zu beenden – seine beste Saison mit dem italienischen Hersteller. Es ist ein schwieriges Jahr für Teamkollegen Sete Gibernau, der nach  einem spektakulären Sturz  zu Beginn des Catalunya GP  für den Rest der Saison ausfällt.

Nach drei Jahren in der MotoGP kehrt Troy Bayliss in Superbike-WM zu Ducati Corse zurück und krönt sein Coemback mit dem Gewinn seines zweiten WM-Titels, fünf Jahre nach seinem Sieg 2001. Der 37-jährige Australier schreibt dann ein weiteres bemerkenswertes Kapitel in der Ducati-Geschichte, als das letzte Rennen der MotoGP-WM in Valencia gewinnt, nachdem er rief den verletzten Sete Gibernau ersetzte.

2007

Erster WM-Titel für Ducati in der MotoGP-Klasse.

Im Jahr 2007 geben die 800cc-Maschinen ihr Debüt in der MotoGP, ebenso wie Loris Capirossis neuer Teamkollege Casey Stoner, der dominiert die erste Runde von Katar dominiert und gleich zu Beginn seinen ersten Sieg feiert. Bis zum Ende der Saison schafft Stoner 10 Siege, vier Podiumsplätze und 5 Pole-Positions mit der Desmosedici GP7. Am 23. September 2007  gewinnt  Capirossi gewinnt sein erstes Rennen der Saison in Japan, während sich Stoner den  MotoGP-WM-Titel sichert. Mit 21 Jahren ist er der  zweitjüngste Sieger  nach dem Freddie Spencer . Zwei Wochen gewinnen Stoner und Capirossi mit dem Doppelsieg auf Phillip Island auch denHersteller-Titel für Ducati.  Am Ende des Jahres 2007 bekommt Casey Stoner als neuen Teamkollegen den 25-jährige Marco Melandri.

Bei den Superbikes landen  Troy Bayliss und Lorenzo Lanzi auf dem  vierten bzw. siebten Platz nach einer Reihe  von Siegen und Podestplätze für Bayliss.

2008

Die zweitbeste Saison für Ducati in der MotoGP-Klasse, ein Jahr, in dem Casey Stoner den zweiten Platz  in der Fahrer-  und Ducati den zweiten Platz in der Herstellerwertung erringen, trotz der Schwierigkeiten die  Marco Melandri, die ganze Saison über hat.

In seinem letzten Jahr vor seinem Rücktritt aus der Superbike-WM-Szene dominiert Troy Bayliss die Meisterschaft, fährt mit seiner Ducati 1098 F08 zum 11 Siegen und gewinnt  seinen dritten WM-Titel behaupten. Bayliss’ ‘Teamkollege Michel Fabrizio beendet die Meisterschaft auf Platz acht, mit sieben Podestplätzen.

2009

Nicky Hayden ist Casey Stoners neuer Teamkollege. Leider muß Casey drei Rennen in der Mitte der Saison krankheitsbedingt aussetzen ( Brünn, Misano und Indianapolis). Damit sind seine Titelchancen dahin aber er beweist bei der Rückehr beim  portugiesische GP im Oktober seine Stärke und feiert danach noch zwei weitere Siege.

Bei den Superbikes liefert sich Noriyuki Haga mit dem späteren Weltmeister Ben Spies ein packendes Duelle die ganze Saison hinweg und muß sich nach 8 Siegen erst im letzten Rennen um 10 Punkte geschlagen geben. Teamkollege Michel Fabrizio erreicht den dritten Platz in der WM (nach 3 Saisonsiegen).




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