Mit der Novelle zur Kraftfahrgesetz-Durchführungsverordnung (KDV), die derzeit zur Begutachtung im Parlament liegt, sollen Erkenntnisse der im Frühjahr 2009 durchgeführten Studie zu Unfallursachen in die Praxis umgesetzt werden.
Bereits im Frühjahr 2009 hat Verkehrsministerin Bures einen Aktionsplan zur Erhöhung der Verkehrsicherheit für MotorradfahrerInnen gestartet. Um die Hauptursachen für Motorradunfälle herauszufinden, hat das BMVIT gemeinsam mit der ARGE Zweirad eine Studie in Auftrag gegeben.
Österreichweit wurden rund 1.700 Zweiradfahrer schriftlich und mündlich anonym befragt – die Ergebnisse sind nun Grundlage der Reform der Führerscheinausbildung.
Wichtigstes Ergebnis der Studie: Mit der richtigen Reaktion und den richtigen Fahrtechniken hätten demnach viele Unfälle vermieden werden können. Fast jeder dritte fremdverschuldete Motorradunfall hätte durch richtiges Bremsen vermieden werden können.
Die Motorradausbildung wird reformiert
Die gewonnen Erkenntnisse werden nun in eine entsprechenden Änderung der Führerscheinausbildung münden.
Die wichtigsten Neuerungen:
- Bei der Motorradausbildung in den Fahrschulen soll ein Schwerpunkt auf das Erlernen der richtigen Bremstechnik gelegt werden.
- Reflexartige Fehlreaktionen durch Erschrecken sollen durch spezielle Übungen minimiert werden.
- Außerdem soll den angehenden Motorradfahrern mit entsprechendem Bildmaterial veranschaulicht werden, was sie selbst aktiv gegen eine der Hauptunfallursachen, das “Übersehen werden”, tun können.
Die neue KDV-Verordnung soll noch im Frühjahr in Kraft treten.
Quelle: BMVIT












