Kurz nach dem Ende der Dakar 2010, der zweiten in Südamerika, beginnen die Spekulationen über den Austragungsort der Dakar 2011. Renndirektor Etienne Lavigne hält sich über die weiteren Pläne noch bedeckt, nur so viel ist zu erfahren:
Es gibt Angebote für die Austragung sowohl aus Argentininen und Chile als auch aus Nordost-Afrika: Tunesien, Libyen und Ägypten möchten Gastgeber bei einer Rückkehr der Rallye nach Afrika sein.
Eine Austragung auf der alten Strecke kommt, zumindest im Jahr 2011, keinesfalls ins Frage, da Mauretanien die Rechte zur Austragung einer Rallye exklusiv an Africa Race vergeben hat. Wenn also Africa, dann an anderer Stelle als gewohnt.
Mit einer Route durch die Wüsten im Nordosten würden die Veranstalter dem Wunsch vieler TeilnehmerInnen folgen und sich auf die Ursprünge der Rallye Dakar besinnen. Außerdem wäre die Teilnahme an einem Austragungsort in der Nähe Europas für die Mehrzahl der Teams weitaus einfacher und kostengünstiger zu organisieren als mit dem jetzt notwendigen Transport des Equipments und der Mannschaften über den halben Erdball. Zwar hat die ASO dafür die Transportkosten teilweise übernommen, doch das was bleibt ist für viele noch immer zu kostenintensiv – das stark geschrumpfte Teilnehmerfeld im Jahr 2010 unterstreicht das.
Für einen Verbleib der Dakar in Südamerika spricht das enorme Interesse der Bevölkerung und der Medien und der damit verbundene Werbewert – die ASO möchte mit der Dakar ja Geld verdienen. Außerdem ist die Infrastruktur in Argentinien und Chile weitaus besser ausgebaut, das hat Vorteile bei der Unterbringung der Teilnehmer, bei der Kommunikation etc.
In den kommenden Wochen wird eine Entscheidung fallen. Lt. Etienne Lavigne stehen die Chancen 50:50 für eine Rückkehr nach Afrika. Aber vielleicht kommt ja auch eine Lösung mit abwechselnden Austragungsorten.
Rallye Dakar zurück nach Afrika?
am 03.03.2010 um 19:09 Uhr
Ist es in Algerien zu gefährlich?