Die Ducati Desmosedici GP10

14.01.2010 | Beitrag von Redaktion   

Ducati_Desmosedici_GP10Gestern enthüllte Ducati mitten in Madonna di Campiglio offiziell die neue Ducati Desmosedici GP10, das Motorrad, mit dem der WM-Titel 2010 geholt werden soll.

Die Gelegenheit nützte Ducati General Manager Claudio Domenicali auch für ein Statement über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens Ducati: das Unternehmen habe 2009 einen Verkaufsrückgang von 18% zu verzeichnen gehabt, liege damit aber immer noch besser als der Gesamt-Markt mit – 30%.  Die wirtschaftliche Lage von Ducati sei aber trotzdem sehr gut, da man die Kostenseite immer sehr genau unter Kontrolle halte. An der Produktentwicklung werde auch weiterhin nicht gespart.

Ducati_MotoGP-Team_2010Dann kam Domenicali auf die neue Maschine zu sprechen, die mitten in den Dolomiten vor der traumhaften Winterkulisse aufgebaut war und beschrieb ausführlich die wichtigsten Punkte der Entwicklungsarbeit.

Die wichtigsten Änderungen gegenüber der  Vorjahres-Maschine wurden wegen der Regeländerungen notwendig, man muß mit nur sechs Motoren über die gesamte Meisterschaft kommen. Das  macht einen großen Unterschied, denn bisher wurde mehr oder weniger ein Motor für nur ein Rennen eingesetzt.  Über 1.600 Kilometer mit einem Motor zu fahren, der über 19.000 U / min dreht ist keine einfach zu lösende Aufgabe. Alle wichtigen Teile wurden neu gestaltet — Kolben, Stangen, Kurbelwelle,etc.

Unser Hauptziel war es, den Leistungsverlust zu minimieren und die Haltbarkeit zu erhöhen. Also eine Umkehr der bisherigen Zielsetzung, denn Haltbarkeit stand bislang nicht im Vordergrund.

Ducati-Desmosedici-GP10-2Die zweite wichtige Änderung hat nichts mit den Regeländerungen zu tun, sie betrifft die verbesserte Fahrbarkeit der Maschine. Dafür wurde die Zündfolge geändert und für das neue Setup wurden Anleihen von den 1.000ccm-Maschinen der Saisonen 2005 und 2006 genommen. Das neue Setup wurde ausführlich getestet und liefert eine verbesserte Traktion.

Das Chassic wurde ebenfalls modifiziert. Um das Shattering zu Reduzieren wurde der gesamte hintere Teil der Maschine  neu gestaltet. Die Schwinge überarbeitet, hat nun sechs Befestigungspunkte anstatt vier, das macht das Bike starrer  garantiert eine bessere Fahrbarkeit. Die neue Verkleidung entspricht jener, die bereits beim Rennen in Estoril 2009 erstmals verwendet wurde.

Fotos: Ducati Presse




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