Dakar 2010: die Karten werden neu gemischt

28.12.2009 | Beitrag von Redaktion   

Marc Coma, Cyril_Despres (c) KTMNach der jahrelangen Dominanz von KTM, die sich in den vergangenen Jahren dann noch auf einen Zweikampf Cyril Despres gegen Marc Coma reduziert hat,  schafft die neue Motorenregel ganz neue Voraussetzungen für die Rallye Dakar 2010.

Seit 2001 kam das Motorrad des Siegers immer aus dem Hause KTM. Mit der Reglementänderung für die Dakar 2010 kam dann der Rückzug des Werksteams. Doch obwohl es kein KTM-Werksteam gibt, treten doch 83 FahrerInnen mit einer KTM an und steht der offizielle KTM-Servicetruck bereit. Eine Reihe von privaten FahrerInnen dürfen dabei weiterhin die volle Leistung der 690er nützen, nur für die 30 Besten hat Dakar-Veranstalter ASO die Drosselung auf 450ccm vorgeschrieben, darunter auch die zweifachen Dakar-Gewinner Despres und Coma.

Vorjahressieger  Coma und seine Erzrivale Despres haben oft genug bewiesen, dass sie in Bezug auf Fahrkönnen und  Navigation die Besten sind. In Kombination mit den 690er KTMs ergab das ein unschlagbares Paket. Obwohl nun der Leistungsvorteil beim Motorrad weg fällt, sind die beiden als Privatfahrer antretenden KTM-Piloten auf jeden Fall wieder die Top-Favoriten.

Das Feld der Herausforderer ist aber näher gerückt und vor allem auch größer geworden.

  • David Fretigne geht mit dem Bonus eines dritten Platzes aus dem Vorjahr ins Rennen. Mit seiner 450er Yamaha  sollte er wieder ganz vorne zu finden sein. Mit Olivier Pain und Helder Rodriguez  stehen ausserdem zwei Fahrer im Yamaha-Team, die jederzeit an der Spitze mitfahren können.
  • Aprilia hat mit Francisco “Chaleco” Lopez einen Top-Fahrer im Team, der im Vorjahr einen Etappensieg holen konnte (damals noch auf KTM) und nach der Teilnahme bei einigen Wüstenrallyes auch schon viel Erfahrung gesammelt um KTM herausfordern zu können.
  • Frans Verhoeven, 2-facher Etappensieger 2009, bringt BMW wieder ins Rennen. Eine Bewährugnsprobe für die 450er, die auf einer derart langen und anspruchsvollen Rallye erstmals ihre Qualitäten beweisen muss.
  • Mit der französischen Marke Sherco steigt David Casteu ins Rennen ein. Der Franzose war schon 2. (im Jahr 2007) und 4. (im Jahr 2009) bei der Dakar, ein Sieg fehlt noch in seiner Trophäensammlung.

Es wird nicht nur ein Duell der Fahrer sondern auch und vor allem  ein Duell der Hersteller werden – die Herrschaft von KTM steht auf dem Prüfstand. Ab dem 2. Jänner 2010  geht es los.





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