Roof of Africa 09: zweiter Sieg in Folge für Chris Birch

30.11.2009 | Beitrag von Redaktion   

Foto: Hubert Stanka Drei Tage, die es in sich hatten, sind vorüber. Chris Birch ist  der erschöpfte, aber glückliche Sieger, Andreas Lettenbichler der vom Pech verfolgte große Herausforderer.

Tag 1 – Donnerstag:

Auf dem Programm steht ein Timetrial über 70 Kilometer. Bei noch moderaten Temperaturen um 33 Grad Ist Chris Birch (NZL) der schnellste. Andreas Lettenbichler (GER) wäre auch schnell gewesen, doch er verpasst einen Kontrollpunkt und kassiert 1 Stunde Strafzeit. Andreas Pöschl aus Österreich hingegen verpasst gar nichts und landet auf dem 7. Platz.

Tag 2 – Freitag:

Der Bushman-Pass am Anfang der Etappe ist gleich die große Herausforderung. Nur zwei Fahrer schaffen den Aufstieg aus eigener Kraft (Birch und Lettenbichler) alle anderen sind auf Hilfe angewiesen.  Lettenbichler rollte das Feld von hinten auf. Bei Start hatte er 100 Fahrer zwischen sich und dem Führenden, am Ende der Etappe niemanden mehr und bis auf 25 Minuten den Rückstand vom ersten Tag auf Chris Birch  wett gemacht.  Das Feld schmolz in der Hitze nur so dahin. Von den am Morgen gestarteten 182 FahrerInnen erreichten nur 52 das Ziel in Ramabanta. Die letzten 60 Kilometer des Tages wurden wegen der bereits langen Fahrzeit gestrichen.

Tag 3 – Samstag:

Auf der um 55 Kilometer  verkürzten Strecke erfolgte der Start um 6:00 morgens, die schnellsten erreichen das Ziel um 15:40 Uhr. “Das war mit Abstand das härteste Rennen meiner Karriere”, erklärte der  Neuseeländer Rory Mead, der bei seiner ersten Roof-of-Africa-Teilnahme Zweiter wurde, hinter seinem Landsmann und Titelverteidiger Chris Birch.

Chris Birch startete den dritten Tag gleich mit einem kapitalen Fehler: er war der erste Fahrer auf der Strecke, an einer T-Kreuzung fuhr er in die falsche Richtung. Als er das erkannte verließ er die Etappe, kehrte an den Start zurück und durfte nach einigen Diskussionen mit den Veranstaltern nochmals starten. Nun fuhr er wie ein Besessener und schaffte es, das gesamte Feld in Grund und Boden zu fahren. Letztes Jahr gewann der Neuseeländer mit 45 Minuten Vorsprung, dieses Mal betrug sein Vorsprung am Ende 2 Stunden und 14 Minuten.

Andreas Lettenbichler (Deutschland) hatte sich  am zweiten Tag die besten Voraussetzungen geschaffen, um den Sieg mit zu kämpfen. Von Beginn an holte er auch am dritten Tag weiter Zeit auf den Führenden Birch auf und übernahm nach dessen Ausflug auf eine falsche Route die Spitze. Doch dann, nur 25 Kilometer vor dem Ziel, musste er aufgeben: Motorgehäuse an einem Felsen zerstört und keine Chance weiter zu fahren

Von den 102 FahrerInnen, die sich 100% der Strecke vorgenommen hatten kamen nur 23 ins Ziel – auch der Österreicher Andreas Pöschl fiel leider aus. Aus den Senioren-, Master-und Silber-Klassen, die 75% der Strecke zu bewältigen hatten, waren es am Ende  gar nur 4 von ursprünglich 117.


Foto: Hubert Stanka Foto: Hubert Stanka Foto: Hubert Stanka Foto: Hubert Stanka Foto: Hubert Stanka Foto: Hubert Stanka Foto: Hubert Stanka Foto: Hubert Stanka




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