„Das abgelaufene Geschäftsjahr (2008/09, Red.) war das schwierigste in der jüngeren Geschichte von KTM! Wir haben mit scharfen Restrukturierungsmaßnahmen reagiert. 80% des negativen EBIT entfallen auf einmalige Restrukturierungsaufwendungen. Trotz des starken Einbruchs der Märkte vor allem in Nordamerika und Europa konnten wir unsere Marktposition halten und Marktanteile ausbauen“, so das Statement von KTM-Chef Stefan Pierer.
Das abgelaufene Geschäftsjahr 2008/09
Mit negativen Entwicklungen in fast allen Geschäftsbereichen hat die Kirse der Märkte bei KTM tiefe Wunden in der Bilanz hinterlassen. 64.080 Fahrzeuge wurden verkauft, das sind 28.305 Stück weniger als im Vorjahr. Der Umsatz fiel um rund 150 Mio auf nunmehr 454,6 Mio.
Die Perspektive für 2009/10
Für das Geschäftsjahr 2009/10 geht KTM noch von einem rückläufigen Motorradmarkt aus. Angetrieben von neuen Produktentwicklungen vor allem im ertragsstarken Kernsegment Offroad Competition geht man von einer leichten Steigerung des Absatzes aus. Ende des Geschäftsjahres 2009/10 wird eine völlig neue Motocross Generation ausgeliefert. Die neuen Street-Modelle aus der Kooperation mit Bajaj Auto Ltd. wurden Anfang November der Öffentlichkeit präsentiert. Auf Grund des Einsparungs- und Optimierungsprogramms geht der Vorstand von einem positiven operativen Ergebnis sowie einem deutlich verbesserten Free Cashflow aus.
(Originalstatement KTM)
X-BOW
33,1 Mio. hatte KTM im Vorjahr in die Serienfertigung des X-Bow investiert. Das Konzept ging nicht auf, der Sportwagen konnte nicht in den gewünschten und erforderlichen Stückzahlen verkauft werden, nicht zuletzt aufgrund der Wirtschaftskrise.
Als Konsequenz daraus wurden die Investionen im abgelaufenen Geschäftsjahr zur Gänze abgeschrieben und die Serienproduktion auf eine auftragsbezogene Einzelfertigung umgestellt. Jedenfalls soll aber, entgegen früherer anderer Überlegungen, der X-Bow weiterin im KTM-Portfolio verbleiben. Vertrieb und Marketing wurden in die KTM-Organisation in Mattighofen integriert.
Weitere Details:
- Die Kosten des Rennsport-Engagement wurden von 95,8 Mio. auf 85,8 Mio reduziert. Das Ende des MotoGP-250-Engagements brachte davon eine Einsparung von 5,1 Mio
- Beim X-Bow enstanden reine Produktionskosten von 30, Mio denen allerdings Umsatzerlöse von nur 20,7 Mio gegenüber standen
- Insgesamt wurde der Mitarbeiterstand um 450 reduziert.
Zahlen im Detail:
| Jahresvergleich | Geschäftsjahr 2008/2009 | Geschäftsjahr 2007/2009 | + / – |
|---|---|---|---|
| Umsatz gesamt | 454,6 Mio | 605,7 Mio | - 24,9 % |
Europa | 298,0 Mio | 394,5 Mio | - 24,0 % |
Nordamerika | 88,6 Mio | 145,4 Mio | - 39,0 % |
Restl. | 68,1 Mio | 65,7 Mio | + 4,0 % |
| Stückzahlen Fahrzeuge gesamt | 64.080 | 92.385 | - 31% |
Offroad Motorrad | 38.922 | 56.887 | - 32% |
Street Motorrad | 15.528 | 25.553 | - 39% |
Sportminicyles | 7.999 | 6.068 | + 32% |
ATV | 1.338 | 3.859 | - 65% |
X-Bow | 293 | 18 | + 1.528% |
KTM: 81,6 Mio Verlust, aber positive Perspektive
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