MotoGP Sepang: Stoner siegt, Rossi gewinnt

25.10.2009 | Beitrag von Redaktion   

casey-stonerKurz vor dem Start öffnet der Himmel die Schleusen und ein Wolkenbruch setzt die Strecke unter Wasser. Hektische Arbeitenb in den Boxen sind die Folge, die Maschinen müssen schnell auf Regenabszommung umgestellt werden. Kein leichtes Unterfangen, nachdem in den Trainings immer trockene Bedingungen herrschten.

Bei Jorge Lorenzos Maschine geht dabei einiges schief. Zuerst springt sie nicht an, dann muss er noch einmal an die Box. Weil er nicht rechtzeitig in der Startaufstellung steht, muss der Spanier vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen. Ein herber Rückschlag für seine WM-Titelambitionen: er müsste mindestens auf Platz drei landen um überhaupt noch eine theoretische Chance auf den Titel zu haben.

valentino-rossiBei Start ist dann Valentino Rossi zuerst vorne, wird aber gleich von Dani Pedrosa abgefangen. In der ersten Kurve hält sich Valentino aus dem Pulk heraus und fährt einen weiten Bogen, der in an neunter Position wieder ins Feld zurück bringt. Dort wird er schon von Lorenzo erwartet, der sich nicht lange am Ende des Feldes aufgehalten hat und auf Position zehn  vorgeprescht ist.

Ende der ersten Runde liegt Casey Stoner in Führung, der bei noch immer regennasser Fahrbahn allen anderen einfach davon fährt. Pro Runde ist er 2-3 Sekunden schneller als Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso. Bis zu 8. Runde baut er seinen Vorsprung auf rund 17 Sekunden aus, bevor er dann etwas vom Gas geht.

Valentino Rossi hat sich unterdessen seine eigene Rennstrategie zurecht gelegt. Er lässt Jorge Lorenzo vorbei und folgt dem teaminternen Konkurrenten dann einfach. Im Paarlauf rollen die beiden das Feld auf, bis in Runde sechs Lorenzo an vierter Stelle gelandet ist. Rossi dahinter sieht sich das eine Runde lang an, bedankt sich dann beim Spanier und fährt ab jetzt ein wenig schneller. Rang vier für Rossi, das Podium aber ausser Reichweite, da Pedrosa und Dovizioso zu weit vorne zu liegen scheinen.

In der 13. Runde erwischt es Andrea Dovizioso, der von der Strecke rutscht. Neue Situation im Rennen: jetzt muss Rossi in jedem Fall durchkommen, bei einem Ausfall würde Lorenzo Dritter mit weiter intakten Chancen auf dem WM-Titel. Kurz scheint es, als ob Rossi trotz der noch immer rutschigen Strecke einen Zwischenspurt in Richtung Platz 2 und Dani Pedrosa einlegen will. Als der jedoch auch das Tempo erhöht, entschließt sich Valentino, den dritten Platz und damit dem WM-Titel abzusichern.

Der überlegene Sieger des Rennens heisst am Ende Casey Stoner, der neue alte Weltmeister heisst Valentino Rossi. 41 Punkte Vorsprung auf Jorge Lorenzo vor dem Saisonfinale in Valencia sind nicht mehr aufzuholen. Der Italiener sichert sich seinen 9. WM-Titel, den 7. in der Königsklasse.

Die perfekte Regenabstimmung bei Ducati nützt auch Nicky Hayden, der mit Rang fünf ein respektables Ergebnis liefert. Chris Vermeulen startet von Position 14 und beweist sein Können in Regenrennen mit dem sechsten Platz im Ziel.  James Toseland liefert die mit Abstand schlechteste Leistung ab und landet sogar noch hinter Gabor Talmasci auf dem letzten Platz.

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