Den besten Start erwischte, wie schon so oft, Dani Pedrosa. Seine Freude über die Führung hielt aber nur bis zur Kurve zwei, dann hatte er sie schon wieder verloren. Vorne lag nun Jorge Lorenzo und das änderte sich nicht mehr bis zur Zielflagge.
Hinter diesen beiden fuhr zuerst Valentino Rossi, doch der wurde auch schon bald von Casey Stoner überholt. Als der dann nach drei Runden auch an Dani Pedrosa vorbei ging, war das Rennen gelaufen. Hinter dem Führungsquartett reihte sich Colin Edwards ein, erst dahinter kam es zu gelegentlichen Positionskämpfen.
Mika Kallio nahm sich in der sechsten Runde durch einen Sturz selbst aus dem Rennen, Alex de Angelis und Loris Capirossi mussten mit Defekt an die Box. Blieben noch drei Fahrer mit Chance auf den sechsten Platz: Dovizioso, Hayden und Elias. Toni Elias wurde gegen Ende des Rennens immer besser, überholte Dovizioso eine Runde vor Schluß und sicherte sich Rang sechs mit Radlänge Vorsprung.
Vorne wurde es für die Spitzenfahrer nach ein paar Runden ein einsames Rennen. Platz genug für jeden, denn die Abstände ließen keine Hoffunung auf eine Verbesserung. Chancenlos vor allem aus Valentino Rossi, dessen Yamaha heute nicht so richtig laufen wollte. Alleine beim Topspeed verlor er 6 km/h auf den Teamkollegen Lorenzo.
Casey Stoner lieferte bei seinem Comeback nach 2 Monaten Rennpause eine erfolgreiche Vorstellung und stellte gleich wieder klar, wer Herr im Hause Ducati ist. Platz zwei für ihn, nur Platz sechs für Nicky Hayden.
So wenig spannend das Rennen war, so spannend ist die WM mit noch drei zu fahrenden Rennen geworden: Lorenzo verkürzte mit seinem vierten Saisonsieg den Rückstand auf Rossi auf 18 Punkte und hält sich alle Möglichkeiten für den Gesamtsieg weiterhin offen.
MotoGP Estoril: klare Sache für Lorenzo
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