Unterwegs mit einem Handy-Navi

11.09.2009 | Beitrag von Spocki1000   

nokia-maps 66Eine Vertragsverlängerung bei Drei, meinem langjährigen Anbieter, stand an und ich wollte mal wieder was neues. Also in den Drei-Shop rein und das NOKIA 6220 Classic geholt. Dieses Handy ist mit einem A-GPS ausgetattet und mit der Software Nokia Maps, das man zu Anfang für drei Monate gratis testen kann.

Ein A-GPS ist einem herkömmlichen GPS nur dadurch unterschiedlich, weil dieses auch das Handynetz zur Ortsbestimmung einsetzt, Vorteil ist natürlich dass es dann auch in Tunnel und ähnlichem funktioniert.

Nun hab ich mir gedacht, dass könnte doch auch beim Motorradfahren super funktionieren. Ohrhörer rein, hab die originalen vom Handy verwendet, den Helm auf Ziel gewählt und ab. Ich hab mir eine Reise nach Maria Neustift ausgesucht, weil es hier mehrere möglichkeiten gibt, wie man von St. Valentin aus dort hinkommt. Beim Programmstart wird man gefragt ob man eine Netzunterstützung haben will oder Offline bleiben will. Ich bin Offline gefahren um zu sehen ob es einwandfrei funktioniert wenn das Handy unter der Jacke ist.

Auf der Lautstärkeregelung hab ich vorerst mal auf Stufe zwei gestellt, es mussDie verschiedenen Anzeigevarianten mir ja keine weitere Frau ins Ohr brüllen, aber das verträgt sich mit den Street-legal Akrapovic´s auf meiner Superduke nicht besonders. Also zwischenstop und nachbessern.

Mit Stufe vier von fünf hat es dann erstklassig geklappt. Die Stimme war bei der Fahrt hörbar und gut zu verstehen, dabei aber nicht zu laut. Unagenehm ist mir nur aufgefallen, dass man oft gar nichts hört und wenn dann die Stimme kommt “In 200 Meter rechts abbiegen” dann könnte man sich eventuell schrecken. Nach den Worten ” Folgen sie der Straße eine Weile” dann kommt auch keine Ansage für eine Weile, aber ist klar wo nix ist braucht auch niemand etwas sagen (nur seltsam weil es ja eine weibliche Stimme ist, hihi).

nokia_maps_2.0Die Angaben waren stehts korrekt auch wenn ich bewusst nicht nach Navi gefahren bin. Da wird sofort gerechnet und neue Anweisung gegeben. Nur ein einziges Mal hat das Navi eine falsche Angegeben aber das war 100m nach einer Stelle wo ich nicht nach Navi gefahren bin, könnte also sein das diese Angabe noch für den alten Weg galt.

Die Anweisungen kommen recht früh damit man noch Zeit hat diese umzusetzen, als0 200 Meter oder so kommt mal eine Warnung und direkt bei der Kreuzung ist dann nur mehr “Biegen sie rechts oder links ab”. Alles in allem war ich begeistert, nur eine Sache muss ich noch ändern, ich benötige noch ein Bluetooth-Headset, die Kabel stören doch sehr bei Tankstops. Es muss aber auch unter den Helm passen aber für die Suche hab ich den ganzen Winter (Bäh!) zur Verfügung.

Anrufe hört man auch wenn man nicht den Klingelton abstellt. Das könnte auch das Nervenkostüm strapazieren, weil man ja sonst Anrufe nur über die Vibration des Handy´s wahrnimmt. Kann aber im Headsetprofil festgelegt werden.

Nachdem ich aber keine Lust verspüre nach den drei Monaten Gebühren zu zahlen, wenn ich mal den Weg nicht alleine finde, werde ich wohl auf eine Software eines Drittherstellers zurückgreifen. Hier stehen noch Route 66 Mobile 9, Navigon MobileNavigator 7 oder das Falk Mobile Navigator 2.0. Mit den D-A-CH Kartenpaket kosten diese so etwa 50 bis 60 Euro. Dann gibts aber einen neuen Test.

Nokia Map nochmal zusammengefasst:

Handling: sehr gut, rechnet schnell um, nur das Kabel nervt etwas bei Tankstops und knallt während der Fahrt auch immer an den Helm, Straßengenau nur mit Onlineverbindung, zumindes soweit mir das auffiel.

Routenplanung: sehr genau, auch wenn man sich nicht an die Route hält, noch genauer ist es wenn man Online eine Route fährt. In Linz ist mir eine Fahrspurassistenz aufgefallen, habe mich absichtlich auf die falsche Spur gestellt und Nokia Maps hat bereits die neue Route berechnet als ich noch vor der roten Ampel stand.

Preis: unschlagbar weil schon auf der mitgelieferten Micro-SD-Karte installiert und für drei Monate kostenlos nutzbar. Danach kann ich nicht sagen wie teuer das werden könnte, denn eine Anfrage an Drei blieb unbeantwortet und soweit werd ich das auch nicht kommen lassen, und eine andere Software kaufen.

Aber empfehlen kann man diese Software auf jeden Fall.




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1 Kommentar


  1. Kommentar von  Spocki1000
    am 12.09.2009 um 23:50 Uhr

    Einen kleinen Nachtrag muss ich wohl doch noch los werden: Die Adresseingabe bei Nokia Maps ist nicht ganz zweckmässig. Heute habe ich den Andreas Hofer Platz in Linz suchen wollen, aber bei einer Eingabe von “andreas hofer platz” war das näheste Ziel 167 km von meiner Position entfernt, obwohl ich schon in Linz war.

    “Andreas Hofer Platz” hatte den selben Effekt, nur das das nächste Ziel bereits über 300 km entfernt war.

    Erst als ich “Andreas-Hofer-Platz” eingab wurde das Navi fündig und auch ich fand mein Ziel.

    Richtige Schreibweise ok, woher sollte denn bei einem Schreibfehler das Navi wissen wo ich hin will. Aber eine Eingabe fordern die so nicht mal auf den Hinweisschildern der gesuchten Straße stehen, gehen zu weit. Übrigens hatte ich Online-Unterstützung eingeschaltet und habe die Online-Infos bei der Suche mit einbezogen.

    Der Kauf einer alternativ Software ist somit fix und wird wohl der Navigon Mobile Navigator 7 werden.

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