Zum Thema Benzinpreise

01.09.2009 | Beitrag von Andreas   

Je weniger Benzin wir verbrauchen, desto besser für uns und unsere Umwelt. Hoffentlich früher oder später werden wir weitaus weniger darauf angewiesen sein, als es jetzt der Fall ist.  Solange wir darauf angewiesen sind, sollten wir aber auf faire Geschäftspartner zählen können: die Erdölfirmen.

Sollten!

Kaum schneuzt sich einer in Rotterdam beim Ölhandel, gehen die Preise dort rauf und bei bei uns auch. Soll so sein – teurere Rohstoffpreise müssen in jeder Branche weiter gegeben werden.

Ist der Typ in Rotterdam aber wieder gesund und die Preise gehen runter, dann müssen die Erölfirmen anscheinend erst einmal abwarten, ob sich der dort wirklich nicht mehr schneuzt. Und das kann Tage dauern (vielleicht gehts ja wieder aufwärts mit den Preisen und es merkt keiner, dass es zwischendurch billiger war).

Beispiel: in den letzten Tagen fiel der Preis pro Barrel um mehr als 3 USD –
bitte melden, wer danach eine Preisreduktion bei den Tankstellen mitbekommen hat!

Eine Mitteilung dazu vom ARBÖ:

Obwohl der Preis für Diesel in Rotterdam zuletzt markant gefallen ist – um fast 30 Dollar je Tonne- wurde Diesel in Österreich von gestern auf heute wieder teurer, im Schnitt um 0,5 Cent auf 0,992 Euro pro Liter, kritisiert der ARBÖ. “Die Mineralölfirmen versuchen das übliche Spiel vor langen Reisewochenende. Sie erhöhen schon Tage davor die Preise und scheren sich nicht um die sinkenden Preise in Rotterdam”.

Ginge es tatsächlich nach Rotterdam – wie von der Mineralölindustrie stets behauptet – müsste Diesel sofort um 3,5 Cent billiger werden, fordert der ARBÖ. Wer glaubt, hier handelt sich um “Peanuts”, irrt. Ein ungerechtfertigter Mehrpreis von 3,5 Cent pro Liter bedeutet für alle Diesel-Autofahrer zusammen eine Mehrbelastung von 700.000 Euro pro Tag.




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