Ab heute: höhere Verkehrsstrafen in Österreich

01.09.2009 | Beitrag von Redaktion   

stopDie ab heute gültigen neuen Verkehrsstrafen betreffen vor allem zwei Kategorien von Delikten: zu schnelles Fahren und Alkohol am Steuer. Einige der Neuerungen im Detail:

Tempoüberschreitung:

bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 30 km/ sind ab sofort mindestens 70 Euro fällig. Damit kann einen solche Strafe auch von Lenkern aus anderen EU-Ländern eingetrieben werden, hier gilt nämlich eine Mindestgrenze von € 70,- unter der eine Betreibung nicht durchgeführt wird.

Der Führerschein ist sofort weg, wenn man im Ortsgebiet mehr als 40 km/h und auf Freilandstrecken mehr als 50 km/h zu schnell unterwegs ist. 2 Wochen Fahrpause sind die Folge plus mindestens € 150,- Strafe

Alkohol am Steuer:

Zwischen 0,5 und 0,8 Promille sind € 300,- bis 3.700,- zu zahlen.
Bei mehr als 0,8 Promille werden die Strafen deutlich angehoben. Eine Strafe von mindestens € 800,- (bis höchstens € 3.700,-) steht ins Haus und ausserdem eine zwingende Nachschulung.
Über 1,2 Promille lautet die Folge € 1.200,- bis 4.400,- und vier Monate Führerscheinentzug, ab 1,6 Promille mindestens € 1.600,- bis maximal 5.900,- und sechs Monate ohne Führerschein

Ausserdem ist es ab sofort auch nicht mehr möglich, nach dem Entzug eines A, B oder F-Führerscheines auf ein Microcar umzusteigen. Mit dem Entzug ist es ab sofort automatisch auch nicht mehr erlaubt, eines dieser Vehikel zu steuern. Bis jetzt bedurfte es für ein solches Fahrverbot einer individuellen Anordnung.

Edit 14.9.2009

Folder des BMVIT mit einer Zusammenfassung der Infos zum Download

Kommentar:

Wenn man sieht wie viele Leute nach einem tiefen Blick ins Glas sich noch hinters Steuer setzen und wenn man weiß, wieviele Unfälle daraus resultieren, dann können die Strafen für ein solch verantwortungsloses Handeln nicht hoch genug sein.  Alkoholisiert zu fahren ist unverantwortlich und gedankenlos, denn damit gefährdet man nicht nur sich selbst sondern auch und vor allem andere.

Zeigen wir Verantwortungsbewusstsein und lassen das Auto (und oft auch das Zweirad – mit oder ohne Motor) stehen. Ein Taxi ist billiger als alles, was ansonsten passieren kann.

Andreas




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