Der Beginn des Rennens sah aus wie immer: vorne Pedrosa, Rossi und Lorenzo, dahinter der Rest des Feldes. Das Rennen vor 75.000 Zusehern schien ablaufen zu wollen, wie schon so viele in dieser Saison (abgesehen vom fehlenden Casey Stoner).
Hinter der Dreiergruppe an der Spitze entstand schon nach der ersten Runde eine Lücke von einer Sekunde, die laufend größer wurde und ganz vorne schien Dani Pedrosa der schnellste des Tages zu sein – jedenfalls bis zur 4. Runde: da kippte dem Spanier das Motorrad weg und er brauchte lange um es wieder aufzurichten. Pedrosa damit am Ende des Feldes, vorne das gewohnte Yamaha-Duell zwischen Rossi und Lorenzo – jedenfalls bis zur neunten Runde: da kippte dem Italiener das Motorrad weg ….
Ein ausgesprochen eigenartig aussehender Sturz von Rossi, dem das Vorrderrad bei nur wenig Schräglage einfach wegrutschte. Er fuhr zwar ebenfalls weiter, doch nach wenigen Runden an die Box, bei der Maschine war einfach zu viel kaputt gegangen. Rossi konnte sich den Grund für diesen Sturz nicht erklären.
Blieb Jorge Lorenzo vorne ganz alleine. Der Spanier spulte den Rest des Rennens ab ohne sich einen Fehler zu erlauben und gewann souverän. Mit diesem Sieg und der Nullnummer von Rossi ist die WM wieder ein bisschen spannender geworden – Rossi mit nur mehr 25 Vorsprung auf Lorenzo in Führung.
Schnellster Pilot im Feld blieb allerdings Dani Pedrosa, der das Feld von hinten aufrollte und mit einer schnellsten Runde nach der anderen wieder bis auf Platz 10 nach vorne kam.Dabei konnte sich Toni Elias gerade noch ins Ziel retten, bevor auch er überholt wurde
Der Kampf um die Plätze zwei und drei wurde zunächst zwischen Alex de Angelis, Nicky Hayden, Andrea Dovizioso und Colin Edwards ausgetragen. Daraus wurden nach einigen Runden 2 Zweierduelle und im letzten Drittel des Rennens eine Solofahrt von Alex de Angelis auf Platz 2. Damit errang der Italiener den ersten Podiumsplatz seiner Karriere in der Königsklasse. Platz drei sicherte sich Nicky Hayden, der einen knappen Vorsprung vor Andrea Dovizioso ins Ziel rettete. Hayden war wie in Laguna Seca wieder mit seinem eigenem Ducati-Design unterwegs, das scheint ihn schnell zu machen.
Marco Melandri war erneut mit einer starken Vorstellung unterwegs mit Zielrichtung Platz sechs (im Zweikampf mit James Toseland) , er legte seine Maschine aber drei Runden vor Schluß neben der Strecke ab.
MotoGP – Neuling Aleix Espargaro lieferte ein beeindruckendes Debut. In der ersten Runde musste er einen Umweg über den Rasen nehmen, doch dann schnappte er sich Gabor Talmasci und verwies den Ungarn auf den 14. und letzten Platz.
MotoGP Indianapolis: Lorenzo’s Solovorstellung
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