KTM-Ergebnis 1-3. Quartal 2008/09: 66,8 Mio Verlust

30.07.2009 | Beitrag von Redaktion   

72_ktm_main_building_austriKTM hatte auch im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit Umsatz- und Ertragseinbußen zu kämpfen. Der Umsatz sank von € 442,7 Mio (1.-.3. Quartal 2007/09) auf nun € 345,5 Mio, das Ergebnis wandelte sich von einem Gewinn von 1,4 Mio zu einem Verlust von 66,8 Mio.

Der schwerste Brocken im 3. Quartal waren die  Umstrukturierungsmaßnahmen in der Sportscar-Sparte. Aufgrund der Restrukturierung der Division Sportcar wurden aktivierte Entwicklungskosten sowie Werkzeuginvestitionen in Höhe von 33 Mio. EUR vorzeitig abgeschrieben. In den ersten drei Quartalen wurden 249 KTM X-Bow verkauft . Bis zum Ende des Geschäftsjahres wird ein Absatz von rund 300 X-Bow erwartet.

Eine Maßnahme zuur Verringerung der Kapitalbindung war der Abbau des Fertigwarenlagers. Der KTM-Lagerbestand reduzierte sich im dritten Quartal um 4.654 Fahrzeuge,der Händlerlagerstand konnte um 3.893 Fahrzeuge abgebaut werden. Bis Ende des Geschäftsjahres ist ein weiterer Lagerabbau geplant.

KTM teilt mit, dass die Kurzarbeit, von der derzeit mehr als 700 MitarbeiterInnen betroffen sind, mit Oktober beendet wird. Ob danach normale Arbeitszeit für alle Beschäftigten folgt, oder ob es zu einem Abbau von Arbeitsplätzen kommt, geht aus der Mitteilung allerdings nicht hervor.

Lichtblick in der ansonsten nicht sehr erfreulichen Situation ist die Entwicklung der Marktanteile. Der europäische und US-amerikanische Markt entwickelten sich in den ersten sechs Monaten 2009 stark rückläufig. KTM konnte in diesem Zeitraum Marktanteile gewinnen.

Marktentwicklungen:
Europa  -27% / KTM  -19%  
USA      -45% / KTM  -27%

Absatzzahlen KTM:
Sportsminicycles 6.132 Stück  (+ 791 zum Vorjahr)
Motorräder  38.928 Stück (-18.777 zum Vorjahr)
ATVs 966 Stück  (-1.910 zum Vorjahr)

Absatzprognose 2008/2009:
Motorräder gesamt 64.000 – 66.000 Stück (Vorjahr 92.384)
X-Bow 300 Stück

X-Bow
Beim KTM wird die Sparte Sportscar einer genauen Übezprüfung auf Umsatz- und Ertragschancen unterzogen. Ein Verkauf der verlustträchtigen Sparte wird dabei dezitiert nicht ausgeschlossen






Kommentarfunktion zu diesem Artikel derzeit geschlossen.