Vom 12.-14 März ist der Superbike-WM-Zirkus in der Wüste von Katar unterwegs. Die zweite Runde der WM 2009 verspricht nach dem spannenden Auftakt in Australien eine ganze Menge interessanter Duelle. Team für Team die Aufgangssituation:
DUCATI UND HAGA SIND DIE GEJAGTEN.
Xerox-Ducati-Werkspilot Noriyuki Haga holte sich mit einem Sieg und Rang 2 in Australien zum Saisonauftakt souverän die Führung in der Superbike-WM. Mit 45 WM-Punkten liegt der Japaner bereits 15 Zähler vor Max Neukirchner. Haga hat in Katar jedoch einiges gut zu machen, denn im Vorjahr gelangen dem Japaner mit der Yamaha nur die Ränge 13 und 14. Teamkollege Michel Fabrizio konnte seine Leistungen von den Wintertests beim Auftakt in Australien noch nicht ganz in Rennresultate ummünzen. Der Italiener belegt nach den Plätzen 4 und 5 auf Phillip Island dennoch die sechste WM-Position. Der Franzose Regis Laconi mit der DFX-Ducati und der Tscheche Jakub Smrz mit der Guandalini-Ducati sollten mit ihren Kunden-1098 auch in Losail zu den Geheimtipps zählen.
YAMAHA: WIEDER NEULAND FÜR SPIES.
Bei Yamaha-World-Superbike herrscht nach dem Sieg von Ben Spies im zweiten Rennen auf Phillip Island in der Truppe von Massimo Meregalli immer noch Euphorie. Spies kommt in Losail erneut auf eine Piste, die er noch nicht kennt. Allerdings sollte die Umstellung auf dem 5,3 Kilometer langen Kurs in Katar geringer sein, als auf der Strecke von Phillip Island, mit den extrem schnellen Kurvenpassagen. Spies liegt mit 25 Punkten auf dem vierten WM-Rang. Auch der Brite Tom Sykes sollte nach zwei zehnten Plätzen auf Phillip Island in Katar mit der neuen R1 den nächsten Schritt Richtung Spitzenplätze machen.
HONDA: ES GILT VIEL AUSZUBÜGELN.
Das Ten-Kate-Honda-Team musste auf Phillip Island einen Rückschlag hinnehmen. Lediglich Jonathan Rea konnte mit der Fireblade überzeugen. Der Nordire liegt nach den Rängen 5 und 9 auf dem achten WM-Rang. Eine Enttäuschung war Australien für die Teamkollegen Carlos Checa und Ryuichi Kiyonari. Checa trat mit den Plätzen 12 und 13 die Heimreise an, während Kiyonari nach zwei Stürzen sogar gänzlich leer ausging. Leon Haslam war mit der Stiggy-Honda beim Saisonauftakt die Überraschung. Der 25-jährige Brite liegt nach den Plätzen 6 und 3 auf dem dritten WM-Rang.
SUZUKI: NEUKIRCHNERS CHANCE.
Alstare-Suzuki-Star Max Neukirchner kommt als WM-Zweiter nach Katar und peilt auf dem Circuit von Losail seinen ersten Saisonsieg an. Der 25 Jahre alte Sachse schrammte schon auf Phillip Island knapp am ersten Saisonerfolg vorbei. In den beiden vergangenen Jahren gab stets einen Laufsieg für das Alstare-Team zu verbuchen. 2007 gewann Max Biaggi sein erstes Superbike-Rennen, im Vorjahr gelang Fonsi Nieto das gleiche Kunststück. „Das Unternehmen Weltmeister wird sicher nicht einfacher”, gestand Neukirchner gegenüber der Fachzeitschrift MOTORSPORT aktuell. Der Deutsche holte im Vorjahr in Losail die Plätze 5 und 8. Auch Teamkollege Yukio Kagayama ist in Katar für Podiumsplätze gut. Der Japaner liegt nach den Rängen 3 und 8 in Australien auf dem fünften WM-Rang. Karl Muggeridge will mit der Celani-Kit-Suzuki in Katar die WM-Punkteränge ins Visier nehmen.
KAWASAKI: ABHAKEN UND VERGESSEN.
Broc Parkes und Makoto Tamadao wollen in Katar das für Australien angestrebte Ziel – WM-Punkte – für die Kawasaki-Mannschaft von Paul Bird erreichen. „Ich will Phillip Island aus meinem Gedächtnis verdrängen”, gesteht Parkes. „Wir müssen einige gravierende Veränderungen durchführen, um uns zu verbessern. Phillip Island hat uns gezeigt, dass wir noch viel Arbeit haben.” In Australien waren die Ränge 17 und 18 durch Tamada und Parkes in Lauf 2 die beste Ausbeute.
APRILIA: DAS PODIUM WIRD ANGEPEILT.
Max Biaggi zeigte in Australien einen Paukenschlag und lag bis in die Schlussphase des zweiten Rennen aus Rang 3. In Katar soll nun für die Italiener mit der nagelneuen RSV 4. Die Aprilia-Truppe konnte in Australien die Ränge 11 und 12 durch Biaggi und den Japaner Shinya Nakano für sich verbuchen. „Mein Start im zweiten Rennen war gut und ich lag auf Rang 6, als die Reifen nachgelassen haben”, erzählt Nakano. Für Biaggi ist Doha ein besonderer Boden: Der Italiener gewann 2007 nach einer Pause von einem Jahr sein allererstes Rennen in der Superbike-WM.
BMW: WAS GELINGT IN KATAR?
Troy Corser bestach beim WM-Auftakt mit der BMW S 1000 RR mit einem achten Platz. Im zweiten Rennen musste sich der erfahrene Australier mit Reifenproblemen herumschlagen und verpasste die WM-Punkte deutlich. Für Katar nimmt sich der Australier wieder viel vor. Auch Teamkollege Ruben Xaus könnte mit dem zweiten BMW-Vierzylinder wieder für eine Überraschung sorgen. Der Katalane verbuchte in seinem zweiten Rennen auf Phillip Island einen elften Rang.
Quelle: WSBK
Auf nach Katar: Superbike-WM Runde 2
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