wie geht es weiter Honda?

09.12.2008 | Beitrag von Redaktion   

Ist der in der vergangenen Woche vollzogene Ausstieg von Honda aus der Formel-1 auch das Signal für ähnliche Schritte im Motorrad-Rennsport?

Honda hat an der schlechten Wirtschaftlage schwer zu nagen. Das zeigte sich mit diesem Schritt ganz deutlich. Doch wie ist die Lage im Motorrad-Bereich?  Honda ist da nicht irgendwer, sondern die Nummer 1 weltweit bei der Produktion von Motorrädern.

Während bei der Formel 1 nur ein mäßig erfolgreiches Team ausscheidet, wäre es für die schon jetzt unterbesetzte MotoGP-Klasse eine Katastrophe, würde sich  jener Hersteller, der rund ein Drittel der Rennmaschinen stellt, auch hier zurück ziehen. Seitens Honda wird beruhigt, ein Rückzug aus dem Moto-GP-Rennzirkus sein nicht geplant und nicht gewollt.

Doch bereits eine Reduktion des Engagements würde die Königsklasse in eine prekäre Situation bringen. Weniger Maschinen, noch weniger Spannung, noch eintönigere Rennen. Auch wenn in den vergangenen Jahren Yamaha und Ducati dominierten, so ist ein weiter reduziertes Starterfeld eine schwere Prüfung für den Fortbestand. Die Schwierigkeiten, mit denen Honda zu kämpfen hat, können an den anderen Herstellern auch nicht spurlos vorüber gehen. Ein Ersatz für Honda, und sein es auch nur einiger weniger Maschinen, scheint damit auch von Ducati, Yamaha, Suzuki oder Kawasaki nicht sehr wahrscheinlich.

Etwas weniger problematisch stellt sich die Lage in der Superbike-WM dar. Das weitaus umfangreichere Starterfeld und der Neueinstieg von Aprilia, BMW und in Zukunft auch von KTM können ein reduziertes Engagement von Honda weitaus leichter kompensieren.

In den nächsten Tagen soll es von Honda eine defintive Aussage über den zukünftigen Umfang der Teilnahme an den Rennserien geben.





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