Für die KTM Sportcar GmbH geht ein aufregendes Jahr zu Ende: Zuerst wurde das erste Auto von KTM – übrigens das erste österreichische Auto seit rund 50 Jahren – fertig entwickelt, gleichzeitig errichtete man in der steirischen Landeshauptstadt Graz ein komplett neues Werk und begann dort Mitte des Jahres mit der Serienproduktion. Nur zwei Monate später, im August, wurden die ersten Fahrzeuge ausgeliefert, beinahe zeitgleich erhielt man auch die Kleinserienhomologation für den radikalen Leichtgewichtsportwagen namens X-Bow, der damit in nicht viel mehr als zweieinhalb Jahren von der Idee zum fertigen, faszinierenden Produkt gereift war.
Faszinierend scheint der X-Bow aber nicht nur für Sportwagenliebhaber aus der ganzen Welt, sondern auch für die internationale Fachpresse zu sein: In seiner Heimat Österreich wurde er bei der größten Leserwahl des Landes unter die drei besten Sportwagen des Jahres gewählt und erhielt dafür den „Autorevue-Award“, die Kollegen der deutschen Autobild nominierten ihn mit der Auszeichnung „Sportwagen des Monats“ automatisch für das große Finale und damit zum Anwärter auf den Titel „Sportwagen des Jahres“, während der X-Bow im Mutterland des Motorsports, also in England, vom ebenso renommierten wie legendären Magazin „Top Gear“ sogar zum „Sportscar of the Year“ gekürt wurde.
Auf der Essen Motorshow ist der solcherart ausgezeichnete und vielgeehrte X-Bow bis 7. Dezember natürlich ebenfalls zu sehen und wird wohl, wie die Erfahrung von anderen Motorshows zeigt, auch bei seinem letzten großen Messe-Auftritt des Jahres 2008 einer der absoluten Publikums-Renner sein. Für das kommende Jahr gibt es übrigens einige interessante Neuerungen, die ab der ersten Modellpflege im Jänner 2009 in die Serie einfließen werden: Nach einigen Anpassungen bei der Serienausstattung gibt es den X-Bow jetzt schon ab 49.980,- Euro (exkl. Steuern) und dank geänderter Motorabstimmung wird das Ansprechverhalten des 2.0 Liter TFSI Turbos aus dem Hause Audi noch einmal verbessert werden – bei gleichzeitig gesunkenen Verbrauchswerten, wodurch der nur 790 Kilogramm leichte, puristische Supersportler (3,9 Sekunden auf 100 km/h!) mit einem sagenhaften Durchschnittsverbrauch von nur 7,2 Litern pro 100 Kilometern aufwarten kann.
Neben dem Serienfahrzeug ist in Essen aber selbstverständlich auch die GT4-Rennversion, der KTM X-Bow „Race“, zu sehen, der ab Jänner 2009 an die Kunden ausgeliefert wird. Für 82.900,- Euro (exkl. Steuern) ist das von der FIA homologierte Rennfahrzeug getreu dem KTM-Slogan „Ready to Race“ komplett rennfertig zu kaufen, gebaut wird er auf der gleichen Produktionsstraße in Graz, wo auch das Serienauto entsteht.
Das Potential des GT-Renners konnte KTM schon in diesem Jahr hinlänglich unter Beweis stellen: Im GT4 European Cup belegten die KTM-Piloten Christopher Haase, Dennis Retera und Catharina Felser in ebendieser Reihenfolge die Plätze eins bis drei der Gesamtwertung, neben diesem Triple-Triumph absolvierte der X-Bow „Race“ außerdem sein erstes Langstreckenrennen bei den 6 Stunden von Vallelunga mit einem beinahe unglaublichen Erfolg, nachdem er vom letzten Startplatz aus in einem Feld von LMP-, GT1-, GT2- und GT3-Fahrzeugen bis auf den siebenten Platz nach vorne fahren konnte. Keine Überraschung also, dass es auch für die Rennversion schon die erste große Auszeichnung gab: Bei den „Professional Motorsport World Awards“ gewann der X-Bow „Race“ die Kategorie „Vehicle-Development of the Year“ – unter anderem gegen den aktuellen Renault Formel 1 Rennwagen. Wen wundert es da noch, dass auch die besten Rennfahrer der Welt, von Michael Schumacher über Matthias Ekström bis hin zu Sebastien Loeb, anlässlich des „Race of Champions“ am 14. Dezember 2008 im Londoner Wembley-Stadion auf den KTM X-Bow sitzen?
Quelle: KTM
Fotos: KTM
