Als würdigen Saisonabschluss wollte jeder von uns noch mal so richtig am Kabel ziehen, ohne einen Gedanken an die STVO und deren ”Vollstrecker” verschwenden zu müssen.
Auf Grund seiner geographischen Nähe (“der is jo glei ums Eck” ZITAT: Spocki1000) und der sehr kurvigen Kursführung war der Pannonia-Ring für uns die erste Wahl.
Unser nächstes Ziel, einen geigneten Veranstalter zu finden. Da unsere “Gang” mit zwei KTM-treibern (Superduke, RC8) leicht vorbelastet ist und “TC.P xpower” mit KTM vom 19.-21.September 2008 ein Event durchführte, war die Entscheidung bereits gefallen!
Unser nächstes Problem, wie transportiert man ohne grösseren logistischen Aufwand eine KTM SUPERDUKE 990, KTM RC8, KAWASAKI ZXR 750, KAWASAKI ZX-9R, KAWASAKI ZX-6R, DUCATI 1098S, DUCATI 749R und eine DUCATI MONSTER 900?
Die absolut geniale Lösung:
Sechs Racebikes fanden darin Platz, der Rest wurde per Kleinbus transportiert.
Nach dreistündiger Verladeprozedur und einer Menge verlorener Nerven war es dann am Donnerstag (18.09.) Abend endlich soweit und wir machten uns auf den Weg ins “geheiligte Land”.
Kurz vor Mitternacht erreichten wir unser Ziel, die Box Nr. 35 im Fahrerlager des “Pann-Rings”.
Nach dem Aufwachen folgte ein sofortiger Kontrollblick nach draussen wie wohl das Wetter sein würde, was ja zum ”Ring heizen” kein unwesentlicher Faktor ist. Es war zu unser aller Erleichterung ein zwar sehr kalter (um 8°C.) aber sonniger Morgen.
Nach einem Besuch der sanitären Anlagen und einem ausgiebigen Frühstück ging es zur Anmeldung, dann stand einem ereignisreichem Wochenende nichts mehr im Wege. Auf Grund der niedrigen (Asphalt) Temperaturen liessen wir den ersten Turn verstreichen, wir starteten erst beim zweiten Durchgang der so gegen 10 Uhr losging.
In drei verschiedene Gruppen eingeteilt (langsam bis schnell, Rundenzeiten unter 2:10, 2:20 oder über 2:20) wurden wir auf unsere Mitmenschen losgelassen. Jeder Turn war auf zwanzig Minuten begrenzt, somit ergab das pro Turn zwischen sechs und acht schnellen Runden, was sich zwar nicht viel anhört aber anstrengender ist als so manche glauben möchten!
Über den Tag verteilt wurden dann auch 10-Runden Rennen mit den dafür erforderlichen Qualifikationsläufen durchgeführt, wofür man sich aber extra Anmelden und Aufpreis zahlen musste.
Einer von uns, Mario (DUCATI 749R), der für das Lietz Sport Team die “Duc-Challenge” beim Veranstalter “RTS” fährt, wollte sich diese Möglichkeit nicht entgehen lassen und noch etwas mehr Rennerfahrung sammeln. Das war dann auch der Grund dafür dass Mario nur an Rennen teilnahm und das “freie Fahren” komplett ausgelassen hat. Seine hochgezüchtete 749R, welche er aus Italien vom Ducati Junior Team importierte, ist ein sicherlich schwer zu kontrollierendes Renngerät und was dabei rauskommen kann wenn man ihr zu viel die Sporen gibt:
Als Profi weiss Mario natürlich wie man so einen Sturz möglichst unverletzt abfängt und deshalb war auch “nur” seine Ducati etwas in Mitleidenschaft gezogen, was aber mittels Gewebeband auch schnell wieder repariert war und er wieder ins Geschehen eingreifen konnte. Das war dann auch schon wieder der einzig erwähnenswerte Zwischenfall dieses Wochenendes.
Am Abend liessen wir bei ein paar Bierchen und leidenschaftlichen Benzingesprächen den vergangenen Tag revue passieren. Der zweite Tag verlief dann vom Ablauf her genau so, nur eben ohne Zwischenfälle womit ich gleich zum Interessanteren Teil des Tages übergehen möchte, nämlich der Abend im Ringrestaurant, da wurde die “MISS PANNONIA WAHL” abgehalten. 15 ungarische Schönheiten, ALLE komischer Weise Studentinnen, Single und jede möchte gerne mal auf einem Motorrad hinten Platz nehmen, so zumindest die Aussage des Moderators und wir haben ihm das natürlich geglaubt!!! Bewundern durften wir alle “Damen” in Freizeitbekleidung, Bikini und Abendgarderobe. Leider existieren von diesem Event keine Fotos da ich vor lauter staunen ganz vergessen hab den Auslöser zu drücken! Vieleicht könnte man auf der HP des Pannonia-Rings unter “Pan-Foto” da einiges aufstöbern…
Am Sonntag war für die meisten von uns ein Ruhetag, deshalb haben der Mario(RC 8), Dasi(Superduke R), Jürgen(RC 8) und meine Wenigkeit die Möglichkeit genutzt eine KTM auf der Rennstrecke Probe zu fahren.
Da ich von Superbikes die Nase voll habe und somit die RC8 kein Thema für mich ist hab ich mir die Superduke R ausgeliehen und mit ihr ein paar “heisse” Runden gedreht.
Anders als bei der Monster sitzt man auf der Superduke R für meine Verhältnisse sehr hoch. Sitzt man dann aber auf diesem Funbike und legt den ersten Gang ein, lässt dann die Kupplung langsam kommen geht der Respekt vor der hohen Sitzposition in puren Fahrspass über. Der Motor liefert Power fast ab Standgas, das Fahrwerk ist zwar sehr straff aber zu jeder Zeit erhaben über die Befehle welche meine Gashand an den Hinterreifen weiterleitet. Die Gasannahme ist sehr sensibel und spricht auf jede Bewegung des Gasgriffes voll an. Alles in allem ist die Superduke R ein echtes Funbike mit absolutem Kultstatus, denn ihr eigenständiges, geniales Design lässt ja schon von weitem erkennen und “erhören” was da im Rückspiegel plötzlich schnell grösser wird!
Aber nun zum eigentlichem Höhepunkt des Wochenendes, das ZWEI-STUNDEN-RENNEN oder auch Langstrecke genannt. AXI (RC8) und MARIO (749 R) haben sich dafür kurzfristig angemeldet. Qualifikation wurde keine ausgetragen, stattdessen wurde der Startplatz an die jeweiligen Teams verlost und bei uns war es der 13.
“Uns” deshalb weil Jürgen, Dasi und ich die Boxenluder waren und das gar nicht mal so schlecht weil unter 27 Teams ein zehnter Endrang herauskam, und das obwohl der AXI sein erstes richtiges Rennen bestritt und Rundenzeiten in den pannonischen Asphalt legte wie sein grosses Idol CASEY STONER (MotoGP-Ducati)!
Der Rest von uns räumte während des Rennens die Box aus und wir brauchten dann nur noch die beiden letzten Bikes verladen um abfahrbereit zu sein.
So gesehen waren diese drei Tage auf der Rennstrecke ein unvergessliches Wochenende für uns alle und wir werden sicher bald wieder zurückkehren, um mal wieder so richtig unvernünftig zu sein!!!
Zu guter letzt möchten wir uns noch beim Gerhard, dem Inhaber der Fa. “A4you”, recht herzlich für den von seiner Firma zur Verfügung gestellten Renntransporter bedanken!!!!!!

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