Bericht

06.10.2007 | Beitrag von Redaktion   

7. Etappe 6.10.2007 ( Wertung 332 km )

Der dritte Sieg in Folge für Marc Coma bei der Pharaonen Rallye: der Katalane lässt sich auf der letzten Etappe seinen Spitzenplatz nicht mehr nehmen.

KTM-Teamkollege Jordi Viladoms war schon im Vorjahr auf Podiumskurs (musste aber 100 Kilometer vor dem Ziel nach einem technischen Defekt aufgeben). Heuer läuft es weiteraus besser. Bei seinem zweiten WM-Start 2007 erreicht der Spanier ungefährdet Rang 2.

Pal Anders Ullevalseter krönt seine Leistung mit dem Sieg in der letzten Etappe. Gesamt wird er mit rd. 55 Minuten Rückstand Dritter. Der Norweger bedankt sich bei der abschließenden Pressekonferenz noch einmal bei seinem Freund Knud Martin, der selbst auf einen Start verzichtete, um ihm seine Maschine zur Verfügung zu stellen.

Von den 92 gestarteten Piloten beenden 71 das das Rennen, im Gegensatz zur kürzlich gefahrenen Patagonien Rallye kommt es zu keinen gefährlichen Zwischenfällen.


6. Etappe 5.10.2007 ( Wertung 369 km )

Die 6. Etappe führt zum Teil über die Strecke, die schon in der 2. Etappe befahren wurde. Ein Umstand, der vielen Piloten zum Verhängnis wird: sie verwechseln alt und neu und müssen umkehren. Pal Anders Ullevalsetter und Francisco Lopez sind unter jenen, denen genau das passiert.

Beim Tanken am Kontrollpunkt 3 spielt sich folgende Szene ab: mehr oder wenig ungeduldig warten mehrere Fahrer bis sie beim Tanken an die Reihe kommen. Da stürmt, lange nach der Soitzengruppe, Francisco Lopez heran, drängt sich kommentarlos nach vorne, und stürmt mit vollem Tank ohne Entschuldigung weiter.

Der Chilene hatte bei Kilometer 182 die beiden Strecken verwechselt und mehr als 30 km auf der falschen Route zurück gelegt. Er entscheidet sich, zum KP 3 zum Nachtanken zurück zu kehren. Was nun folgt ist eine Aufholjagd ohne Rücksicht auf Verluste. Doch die endet bei km 305 auf einer Kuppe. Nach Abflug und Sturz liegt die 450er Honda irreparabel im Sand. Lopez bleibt zwar unverletzt, aber der sicher scheinende Sieg in der 450er Klasse ist verspielt.

Marc Coma und Jordi Viladoms in seinem Schlepptau sind wieder einmal vorne. Coma bemerkt früh, dass er sich auf der falschen Strecke befindet und verliert nur wenig Zeit. Pal Anders Ullevalsetter orientiert sich an Francisco Lopez und folgt ihm auf die falsche Route. Er verliert dabei zwar mehr als 40 Minuten, doch der Norweger bleibt in der Gesamtwertung ungefährdet auf Rang 3. Die Führung in der 450er-Klasse übernimmt nach Lopez`Ausfall Oscar Polli ( Gesamt auf Rang 5, Rückstand mehr als 2 Stunde 18 Minuten ).


5. Etappe 4.10.2007 ( Wertung 365 km )

Jordi Viladoms wartet beim Start zwei Minuten auf Marr Coma. Danach absolvieren die beiden Spanier die Etappe im Paarlauf bis ins Ziel. Dahinter landen Pal Anders Ullevalsetter und Francisco Lopez.

Diese vier Fahrer sind es auch, die in der Gesamtwertung die Podiumsplätze unter sich ausmachen werden. Matteo Graziani auf Rang 5 hat bereits fast 42 Minuten Rückstand auf den Führenden.


4. Etappe 3.10.2007 ( Wertung 348 km )

Marc Coma schließt bald zu dem zwei Minuten vor ihm gestarteten Francsico Lopez auf, wenig später gestellt sich der 2 Minuten nach Coma gestartete Jordi Viladoms zu der Gruppe.

Marc Coma leistet die Führungsarbeit und zieht die beiden Konkurrenten mit. Am Ende bedeutet das einen Dreier-Zieleinlauf und den Etappensieg für Jordi Viladoms. Der Spanier gewann schon im Vorjahr eine Etappe der Pharaonen-Rallye, nunmehr sein zweiter Tagessieg, insgesamte der vierte bei einer Wüstenrallye ( 2 x Pharaonen, 1 x Dakar, 1 x Dubai ) .

Damit verkürzt Viladoms den Rückstand auf Coma in der Gesamtwertung auf knapp 7 Minuten.


3. Etappe 2.10.2007 ( Wertung 389 km )

Francisco Lopez stoppt kurz nach Beginn der Etappe um Jose Manuel Pellicer nach dessen Sturz zu helfen (der Spanier erleidet dabei eine Schulterverletzung). Trotz dieser Pause und dank einiger Navigationsprobleme seiner Konkurrenten schafft es der Chilene auf der 450er Honda doch noch, die schnellste Zeit des Tages zu fahren.

Marc Coma und Jordi Villadoms landen auf den Plätzen 2 und 3.

Gesamt führt weiterhin Coma, Villadoms überholt wieder Pal Anders Ullevalseter und liegt nach drei Etappen auf Platz 3. 80 Piloten sind noch im Rennen


2. Etappe 1.10.2007 ( Wertung 375 km )

Bei Kontrollpunkt 2 verirrt sich der bis dahin führende Marc Coma in Wüste und Sand. Er muß umkehren und trifft dabei auf eine Gruppe mit nach ihm gestarteten Piloten, darunter Viladoms, Lopez, Ullevalseter. Obwohl er gegen Ende der Etappe wieder etwas Abstand herausfahren kann, reicht es nicht mehr für den Etappensieg sondern nur für Rang 4 in der Tageswertung.

Sieger wird der Spanier Jose Manuel Pellicer, der seinen ersten Etappensieg bei einem WM-Lauf feiert.

Francisco Lopez muß bei Kontrollpunkt 2 nachtanken und verliert den Anschluß an die Spitzergruppe. Mit Rang 5 in der Etappe bleibt er trotzdem in der 450er-Klasse klar an der Spitze.

Nach der zweiten Etappe sind noch 78 von 92 gestarteten Piloten in der Wertung. Marc Coma führt in der Gesamtwertung vor Ullevalseter und Viladoms.


1. Etappe 30.9.2007 ( Wertung 341 km )

Die Hitze treibt die Teilnehmer zur Eile. Mit einem Schnitt von mehr als 100 km/h über die Dünen gewinnt Marc Coma die Eröffnungsetappe vor seinem Teamkollegen Jordi Viladoms. Rang 3 an Pal Anders Ullevalseter, der mit einer von einem Freund geborgten KTM wieder ganz nach vorne fährt. Der Norweger Knud Martin Storegjerdet verzichtet auf den Start bei der einzigen Rallye, an der er in dieser Saison teilnehmen wollte, um Ullevalseter, dessen Maschine nicht rechtzeitig vom Zoll freigegeben wurde, die Teilnahme zu ermöglichen.

Rang vier für Francsico Lopez auf Honda. Der Chilene ist wieder einmal der Schnellste in der 450er-Klasse. Wie bekannt wurde, ist dies eines seiner letzten Rennen in dieser Kategorie – er wird ab der kommenden Saison Teamkollege von Cyril Despres im KTM-Gauloises-Werksteam. Er ersetzt dort Isidre Esteve, der nach seinem schweren Sturz im März dieses Jahres bei einer nationalen Offroad-Veranstaltung in Spanien so schwer gestürtzt ist, daß er querschnittgelähmt bleiben wird.


Fotos: Pharaons’ International Cross Country Rally Official Website




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