Entwicklung des Motorrades

15.08.2007 | Beitrag von Spocki1000   

Zyklon Motorrad um 1900

Geschichte

Als erstes Serien-Motorrad bezeichnet man die Hildebrand und Wolfmüller von 1894. Zwar gab es von Gottlieb Daimler bereits 1885 den sog. Reitwagen, doch dieser blieb als Versuchsträger nur ein Einzelstück.

Erst mit weiteren Erfindungen im Motorenbereich:

1. Spritzdüsenvergaser von Wilhelm Maybach (Patent von 1893), und der

2. Magnetzündung (Patent von Robert Bosch 1901), war das Motorrad wirklich “fahrbar”.



Wesentliche Entwicklungen gingen aus von

1. Frankreich – durch den Motoreinbau im Rahmen durch die Gebrüder Werner (1899),

2. Belgien – durch das Vierzylindermotorrad und die Kardanwelle der Firma F.N. von 1904,

3. England – durch den Kickstarter, Bremse sowie Zweitaktmotor von Scott (1908),

4. USA – durch den elektrischen Anlasser und die elektrische Beleuchtung von Indian (1914) und

5. Deutschland (NSU, BMW).


Daimler Reitwagen 1885

Daimler Reitwagen 1885

Bis zum Ersten Weltkrieg war Indian die größte Motorradfabrik weltweit. Danach wurde dieser “Titel” weitergegeben an Harley Davidson, ab 1928 an DKW und nach dem Zweiten Weltkrieg an NSU. Anfang der 1970er Jahre kam dann mit Honda ein japanischer Hersteller zu diesen Ehren (bis heute).

Honda stellte 1969 mit der CB 750 four ein richtungsweisendes Motorrad mit einem quer eingebauten Vierzylinder-Viertaktmotor vor, nachdem bereits Gilera seit den 1930er Jahren mit einer Rennmaschine dieses Konzept sehr erfolgreich durchführte. Auch MV Agusta konnte sich mit dieser Bauweise seit 1966 nicht richtig durchsetzen und blieb ein Kleinserienanbieter auf hohem Preisniveau.

Als mächtigste für die Öffentlichkeit gebauten Motorräder können die U.S. amerikanischen Boss Hoss Modelle gelten, mit V-8 Automotoren, über 5 Litern Hubraum und mehr als 300 PS, als längstes die Böhmerland.

Nach den schlechten Verkaufszahlen der 1960er wurde Motorradfahren in den 1980ern als Freizeittrend wiederentdeckt. Motorradhersteller wie Triumph und MV Agusta erlebten ihre Wiederauferstehung.



Puch 150 TL ca. 1953

Puch 150 TL ca. 1953

Der Antriebsmotor ist meist ein Verbrennungsmotor nach dem Zwei- oder Viertaktprinzip. Selten wurde auch ein Wankelmotor (Hercules W 2000, Suzuki RE 5, Van Veen OCR, Norton Commander und TT), noch seltener wurde/wird ein Dieselmotor (Taurus 325/Centaurus 851, Enfield Diesel aus Indien) eingesetzt.

Die Motorleistung wird mittels einer Kette, einer Kardanwelle oder durch einen Zahnriemen auf das Hinterrad übertragen.

Ein Motorrad zeichnet sich durch ein im Verhältnis zum PKW niedrigeres Leistungsgewicht aus, das heißt die Motorleistung muss weniger Masse beschleunigen. Hier gilt die Formel Masse/Leistung. Diese Tatsache ermöglicht relativ hohe Beschleunigungswerte (z.B.: 0-100 km/h < 3 Sekunden).


Imme R 100 um 1948/49

Imme R 100 um 1948/49


Die leistungsstärksten serienmäßigen Straßenmotorräder können bedingt durch den gegenüber Pkw geringeren Luftwiderstand (das Verhältnis aus Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert) mal der Stirnfläche (m²)) höhere Geschwindigkeiten als PKWs von bis zu 300 km/h erreichen. (In Deutschland haben sich die Importeure und Hersteller 2002 eine freiwillige Geschwindigkeitsobergrenze von 299 km/h auferlegt, um dem Entstehen einer gesetzlichen Regelung entgegenzuwirken.)


Typen

Entsprechend ihres Einsatzes und ihrer Charakteristik werden Motorräder in Typen unterteilt ( Auswahl )

• Chopper
• Cruiser
• Enduro
• Motocross
• Naked Bike
• Tourer
• Speedway
• Sporttourer
• Streetfighter
• Supersportler
• SuperMoto
• Trial














(Quelle: Wikipedia)




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