Hilft das gegen Geisterfahrer ?
Geisterfahrer sind ein ernstes Thema. Und ein schwerwiegendes – niemand wünscht sich, auf der Autobahn dem Gegenverkehr unvermutet direkt ins Auge blicken zu müssen.
Maßnahmen gegen Geisterfahrer sind daher ein Gebot der Stunde. Bisheriges hat wenig Erfolg gebracht.
Deshalb hat sich das Verkehrsministerium entschlossen, endlich den entscheidenenden Schritt zu machen:
Ein neues Verkehrszeichen braucht das Land. Eines, das alle Geisterfahrer vom bösen Tun abhält, eines, das den “guten” Verkehrsteilnehmern das Gefühl gibt, dass ab sofort alles besser wird.
Und man kann annehmen, daß bei einer so wichtigen Aufgabe wirklich die besten Köpfe die selben rauchen lassen, und uns etwas wirklich Zielführendes vorlegen.
Bei der Präsentation dieses neuen Verkehrszeichens – dessen Einführung übrigens am gestrigen Donnerstag vom Nationalrat beschlossen wurde – also strahlendes Lächeln des Ministers Gorbach.
Und staunendes Unverständnis bei den ergriffenen ZuseherInnen:
“Fällt da ein Auto vom Himmel ?”
“Darf der jetzt zwischen den beiden schwarzen in der Mitte durch ?”
“Hat das rote Auto Vorfahrt ?”
“Was ist, wenn das Auto grün ist ? “
“bei 160 km/h glüht mein Auto rot ?”
“Ein ‘Roter’ mitten durch zwei ‘Schwarze’ ?”
(Weitere Interpretationen bitte an die Redaktion)
Und was war der Gedanke bei der Entwicklung, Herr Staatssekretär Kuckaka ?
Ach so, Nicht-Deutschsprachige können das Wort “Geisterfahrer” nicht verstehen. Und Österreich möchte eine Vorreiter – Rolle in Europa einnehmen, ganz klar.
Na dann. Mit diesem Verkehrszeichen herrscht jetzt endlich wieder der Gleichheits-Grundsatz. Das verstehen auch die Deutschsprachigen nicht.
Aber eines ist sicher: Neue Hochkonjunktur für Schildermaler. Nach dem Boom mit den Feinstaub-Tempolimit-Schildern zu Jahrsbeginn wurde es aber ja auch wirklich wieder einmal Zeit !

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