Praxistest KTM 690 Supermoto

25.04.2007 | Beitrag von Spocki1000   

Herr Probsti testete die neue SM von KTM
und ist nachher ganz sprachlos. Also schreibt er:

Zu Anfangs sollte mal gesagt werden daß KTM es wieder mal geschafft hat die Fangemeinde zu spalten. Manche würden diese SM vom Propekt runter kaufen und andere müssen sich zusammennehmen damit ihnen nicht übel wird.

Ich finde daß die 690er sensationell aussieht und der Spaßfaktor enorm ist.

Am letzten Wochenende (21.4 und 22.4) hatte ich das Privileg dieses aussergewöhnliche Bike Probe zu fahren.

Zum Kennenlernen braucht man keine Zeit, man hat mit diesem Gefährt von der ersten Minute an ein gutes Gefühl. Durch das geringe Gewicht von unter 150 kg (ohne Sprit) lässt sich die 690er spielend um die Kurven scheuchen.

Zum Fahrverhalten ist nur zu sagen, daß man den Originalreifen später mal durch einen guten Reifen ersetzen sollte, vielleicht liegt es auch an meiner Abneigung gegenüber dem japanischen Fabrikat und meine Überzeugung gegenüber dem deutschen und französischen Mitbewerber.

Geschwindigkeiten über 130 werden zunehmend unangenehm ist aber bei einer SM kein Wunder da ist ja gar kein Windschutz geplant.

Der Sound ist 1-Zylinder untypisch und klingt für eine KTM eindeutig zu brav, das kann aber mit einer entsprechenden Anlage von Akrapovic oder eines Mitbewerbers geändert werden.

Durchzug und Beschleunigung sind toll, man hat nie das Gefühl mit nur einem Zylinder an den Start zu gehen. Die Bremse ist auch sehr gut zu dosieren und einem Stoppie vor dem Eissalon steht nichts im Wege.

Bei der Langzeitbenutzung kann ich nur aus der stehenden Sicht beurteilen, das Sitzen ist mir nach den 499 Testkilometern vergangen. Längere Trips sollten mit der kommenden Gelsitzbank aber kein Problem sein, oder man hat sich an die Sitzpolster gewöhnt ….

nur: 2-wöchige Urlaube kann ich mir mit der 690er nicht vorstellen. Das Kurvenscheuchen wurde ab Kilometer 400 mit steigender Kilometerzahl immer schwieriger.

mit freundlichen Grüßen
Herr Probsti

Für die Offroad-Tauglichkeit machte sich dann Hocki die unsägliche Mühe und produzierte uns zuliebe ein paar Staubwolken, in denen er verschwand.

Als er wieder sichtbar wurde, sagte er nur: “auf Schotter hoitns guat, die Reifen, bleibt voll in der Spur. Mocht Spaß !”


Fazit:

  • Spaßbike für den Rundkurs und diese Straßen mit diesen engen Kurven. Für kurze Ausflüge geeignet, bei längeren Strecken ist mit Verhärtungen des Hinterteils zu rechnen.
  • Perfektes Handling in engen Kurven
  • Windschutz gleich null
  • Leider haben wir es versäumt, den Verbrauch zu notieren, aber sie schien recht sparsam mit dem Sprit umzugehen.
  • Kauftipp: tolles Zweit-Motorrad




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