die Geschichte der Speed Triple

02.02.2007 | Beitrag von Redaktion   

Die Fighter-Idee hat Ihre Wurzeln in der englischen Biker-Szene

Die Begriffe haben sich längst etabliert:

Big-Bike, Super-Bike, Naked- Bike, Cruiser Tourer, Enduro, Chopper.
Relativ neu im Bunde ist die Wortfindung „Fighter“. Noch nie etwas davon gehört? Das sollte sich aber schleunigst ändern. Die Fighter-Welle pfeift nämlich mit Speed durch das Land.

Auch in der Motorradwelt treiben Modetrends immer neue Entwicklungen voran. Nach den Big-Bikes, Super-Bikes, zuletzt den Naked-Bikes und Cruisern redet plötzlich alle Welt vom Fighter oder „Streetfighter“. Das ursprüngliche schlechte Image vom verpönten Biker, der nach einem Sturz ohne die teure Plastikverkleidung, mit notdürftig in der Hinterhofgarage repariertem Motorrad, am Bikertreff zu sehen war, hat sich schnell gewandelt. Die „Crasher“ galten über Nacht als die wahren Helden. Schließlich hatten sie einen Sturz überstanden!

Die Triumph Speed Triple – das Kultbike

Obwohl Triumph auf eine über 100-jährige Tradition zurückblicken kann ist Triumph fast genauso jung wie die Fightermanie. Das hochmoderne Werk im englischen Hinckley brachte 1990 die ersten Dreizylinder-Modelle auf den Markt. Damit begann eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte. So sensationell die neuen Triumph-Modelle 1990 auf dem Markt einschlugen, so überraschend kam 1994 die Speed Triple. Mit diesem Fighter vom Fließband hatte kaum einer gerechnet. Renommierte Hersteller, die etwas auf sich halten, haben heute einen Fighter im Programm. Allen vorweg Triumph mit der Speed Triple. Ein Modell, das wie kaum ein anderes diesen extravaganten Motorradtyp charakterisiert.

Speed Triple. – Der Fighter von der Stange

Exakt für eine extravagante Fraktion bringt Triumph 1994 die Speed Triple 900 auf den Markt. Ein 98 PS bärenstarkes Dreizylinder-Bike, mit klassisch sportlichen Attributen in eigenständigen und unverkennbarem Design. Das gut abgestimmte Fünfganggetriebe ist harmonisch auf die begeisternden Fahrleistungen abgestimmt. Die Szene ist geplättet, den Fachleuten verschlägt es den Atem. Ob Triumph bereits damals schon wusste, welchen Stein sie ins Rollen bringen, lässt sich nur erahnen. Fakt ist jedenfalls, mit der Speed Triple schlägt der englische Hersteller ein neues Motorradkapitel auf.

Drei Jahre bleibt die Speed Triple weitgehend unverändert für im Angebot. 1995 erhält der Triple ein sportliches Sechsganggetriebe und für alle, die es mit dem Fighter richtig Krachen lassen wollen, veranstaltet der Triumph Deutschland in diesem Jahr einen eigenen Renn- Cup – die Triumph Speed Triple Challenge.

Speed Triple T-509

In die Fighter-Szene ist mittlerweile mächtig Bewegung gekommen. Für das Modelljahr 1997 entwickelt Triumph die vollkommen neue Speed Triple T-509. Der Wurf trifft haargenau ins Schwarze. Doppelscheinwerfer, eine kleine Cockpitverkleidung und breite Lenkstange passen haarscharf in das aktuelle Fighter-Bild. Echter Hingucker ist jedoch der Alu-Rohrrahmen. Es ist kein schnödes Bauteil, es ist ein echtes Kunstwerk. Weder Kosten noch Mühe hat man bei der Entwicklung der Einarmschwinge aus Aluguss für das Hinterrad gescheut. Weitere gut durchdachte Modifikationen verringern das Fahrzeuggewicht im Vergleich zum Vorgängermodell um rund 20 kg. Abfahrbereit drückt das Bike nun nur noch 220 kg auf die Waage. Zu den technischen Glanzleistungen zählt die neue elektronisch gesteuerte Kraftstoffeinspritzanlage. Turbinenartig dreht das Triebwerk hoch, die Spitze der 107 PS starken Fahrmaschine liegt bei 225 km/h.

Mit einer unvergleichlichen Sitzposition, der Fahrer ist regelrecht in das Bike integriert, will man am liebsten bis an das Ende der Welt fahren. Autobahn-Heizerei ist das eine, Landstraßen-Surfen das andere. Und hier ist die Speed Triple voll in ihrem Element. Ausflüge mit der Triple können süchtig machen. Im Laufe der folgenden Jahre wird die Speed Triple mit gezielten Modifikationen weiter verbessert. 1999 erhöht man den Hubraum von bisher 885 ccm auf 955 ccm, die Leistung liegt nun bei 108 PS. Zielgerechtes Motortuning sowie Verwendung eines G-Kat mit Sekundärluftsystem steigert die Leistung weiterhin auf 120 PS. Vollausgefahren drückt es den Brenner nun mit 250 Sachen über den Asphalt.



Speed Triple 2005

Schluss mit Lustig lässt sich dann die Devise für das Modelljahr 2005 bezeichnen. In Puncto Styling setzt die Speed Triple erneut Maßstäbe. Vorne eine Upside Down-Gabel, die Sitzposition ist nun noch ergonomischer, sozusagen vorderradorientiert. Der eigentliche Hammer ist aber die hochgezogene Auspuffführung rechts und links am Rahmenheck vorbei – eine Hommage an die einstigen jungen Tage von Früher. Mit diesem gelungenen Kniff wirkt der Fighter enorm bullig, die 130 PS Kraft sieht man ihm förmlich an.

Und 2007 ?

Da besinnt sich Triumph und bringt die Triple wieder im klassichen Roulette-Grün.


Speed Triple 2007




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