Motorradjahr 2006 – Ein kurzer Rückblick!
Mit der Aussicht auf eine für mich ungewohnt bald angesetzte Urlaubsfahrt bereits Ende April hole ich heuer früher wie sonst die hinterlegte Kennzeichentafel ab. Bei Hocki wird der jährliche Ölwechsel gemacht und die gutmütige Twin ist wieder fit für ihre elfte Saison. Hocki war es auch, der den Kontakt zu den Ybis-TourenbikerInnen für mich hergestellt hat. Bei einer kurzen “Probeausfahrt” mit den Ybis-BikerInnen gibt`s gleich einen kleinen Unfall vor mir, der glücklicherweise glimpflich ausgeht. Am Morgen des 28.4. geht`s dann los Richtung Toskana (siehe Reisebericht).
Nach dem Toskanaurlaub mache ich erst wieder Mitte Juni mehrere Ausfahrten(Wildalpen, Hengstpass, Wald- und Weinviertel). Als nächste etwas größere Tour steht Ende Juli die “Ambosanienausfahrt” an. Donnerstag Abend reise ich mit Hocki und Sepp nach Graz an. Am Freitag machen sich dann insgesamt sechs BikerInnen auf Richtung Slowenien und Italien. Ein heftiges Gewitter stoppt uns am frühen Abend in Tarvis. Der Samstag bringt uns bei halbwegs gutem Wetter über Sauris, den Plöckenpass, Hermagor und Velden bis nach Reifnitz. Bei der Heimfahrt am Sonntag erwischt uns bei Irdning noch ein gewaltiger Wolkenbruch.
Die Zeit bis bis zur Frankreichtour ist ziemlich verregnet und führt auch dazu, dass sich die Abfahrt um einen Tag auf den 12. August verschiebt (siehe Reisebericht). Da Gert und ich ja früher zurückgefahren sind, entschließe ich mich die anderen vier am Ende der Frankreichtour abzuholen. Am Freitag, 25.8. geht`s am Nachmittag zügig nach Süden. Bis ins Kanaltal herrscht bestes Wetter, doch für die letzten Kilometer hinter Tolmezzo und hinauf nach Lauco ist die Regenkombi ein Segen. Ich sehe weit und breit niemanden von den Ybis-BikerInnen und entschließe micht trotz des Regenwetters ein paar Kilometer zurückzufahren. Nach kurzer Fahrt kommen mir dann schon Andrea und Hocki entgegen. Ich drehe um und fahre mit ihnen zurück nach Lauco. Ich erfahre dann auch, warum sie nicht schon längst am Tagesziel sind und Christian sowie Andreas noch etwas später eintreffen werden (Details im Reisebericht). Am Samstag mache ich noch einen kurzen Soloausflug ins relativ einsame Val Lauco und komme dann noch kurz ins Schwitzen, wie ich mit der Varadero (ohne Vorderbremse) von Andreas auf den Abschleppwagen hinauffahre. Alles weitere zur Heimfahrt findet sich im Reisebericht Frankreich.
Am 1. September sitze ich schon wieder im Sattel der Twin und spule bei einer Solo – Tagesfahrt gut 660 km herunter. Nach der deutschen Alpenstrasse und einem Abstecher nach Steinberg am Rofan ist beim Achensee der westlichste Punkt dieser Ausfahrt erreicht. Über Bundesstrassen in Tirol und das kleine deutsche Eck geht`s zurück nach Salzburg. Aus Zeit-gründen passiere ich die Stadt Salzburg auf der Autobahn und fahre dann ab Eugendorf auf der B1 bis Lambach und dann über Sattledt, Bad Hall und Steyr nach Hause.
Andere Freizeitinteressen (Wandern,….) lassen das Bike im September etwas ruhen. Erst am Nachmittag des 29. steht wieder eine etwas größere Tour an. Mit Arbeitskollege Bernhard fahre ich durchs Ennstal, über den Buchauersattel und die Kaiserau nach Trieben. Vor der Burg Strechau zweigen wir nach Oppenberg ab und aufgrund guter Ortskenntnisse finden wir über einen Güterweg die Strecke nach Ketten bei Aigen im Ennstal. Auf der alten Bundesstrasse fahren wir weiter nach Liezen und dann über den Pyhrnpass Richtung Heimat. Das schöne Herbstwetter lockt dann noch zu einigen Ausfahrten.
Am 8. Oktober drehe ich mit den Ybis-BikerInnen Andrea, Christian und Hocki eine flotte Mariazell-Wildalpenrunde. Weils so schön war kurve ich am nächsten Tag gleich noch einige Stunden über Landstrassen und Güterwege des oberen Mühlviertels. Irgendwann geht aber jede Motorradsaison zu Ende.
So vereinbare ich mit Arbeitskollege Bernhard eine Saisonabschlussfahrt für den 14. Oktober. Über Weyer und Altenmarkt fahren wir nach Hieflau und biegen nach Eisenerz ab. Nach dem Präbichl suchen wir in Trofaiach die Strasse nach Tragöß. Ich kenne die folgende Schotterstrecke über einen kleinen Pass schon von früheren Ausfahrten. Beim grünen See in Tragöß (bekannt auch bei Tauchern) ist der Wendepunkt der Fahrt. Nach einer weiteren kurzen Schotteretappe Richtung Etmißl kommen wir nach Thörl und nehmen dann die Strasse über den Seeberg Richtung Mariazell. Als letzter Pass der Saison wird der gut ausgebaute Zellerrain überquert und wir fahren die Abschlusskilometer der Saison über Lunz, Göstling und Waidhofen.
Fazit:
- Mehr Regenkilometer wie in den letzten 5 Saisonen zusammen
- Persönlicher Rekord mit 14.000 Saisonkilometern (dank Ybis)
- Auch nach 11 Saisonen und 107.000 km läuft die Twin ohne Probleme


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