Griechenland – Am Landweg!
20. – 31.8.1990
Mit dem Ybis-Biker Hocki und zwei weiteren Freunden ging es am Abend des 20. August los Richtung Süden. Zwei Yamaha XT 500, eine BMW R 80 GS Paris Dakar und eine BMW R 100 GS erreichen um Mitternacht irgendein Dorf in Slowenien.
Die Fahrer verbringen die erste Nacht mit Schlafsack und Unterlegsmatte im Strassengraben. Nach der Durchquerung von Ex-Jugoslawien wird die zweite Nacht in einem Weinberg kurz vor der griechischen Grenze verbracht. Als uns in der Früh ein vorbeifahrender Puch 600 aufweckt, bemerkt Willi, dass er mitten in einem Ameisenhaufen genächtigt hat.
Am späten Nachmittag des dritten Tages steuern wir einen “wilden” Campingplatz bei Sivota in der Gegend von Igoumenitsa an. Ein Teil der Gruppe kennt den Platz schon aus dem Vorjahr. Nach einer Woche Aufenthalt(hauptsächlich Badeurlaub) fahren wir vorbei an den Meteoraklöstern, über den Katarapass nach Chalkidiki. Ein Stau durch Saloniki bei 40 Grad wird zum Härtetest mit der Motoradkluft. Unerwartete Gegebenheiten(etwas Regen, verschmutzter Strand) bewegen uns zu einer verfrühten Abreise von der Halbinsel Chalkidiki. Nach dem Start um 5 Uhr 30 Ortszeit am 30. August geht es zügig Richtung Norden.
Es stellt sich noch als Segen heraus, dass Willi`s XT aufgrund kurzer Übersetzung einen etwas höheren Spritverbrauch hat. Ausser den notwendigen Tankstopps gibt es nämlich keine Pausen. Der ursprüngliche Plan mit einer Nächtigung auf der Heimfahrt irgendwo in Ex-Jugoslawien wird spätestens um ca. 21 Uhr 30 verworfen, als wir die Grenze zu Österreich bei Spielfeld erreichen. Mit der ersten wirklichen Stärkung auf einer Autobahn-raststätte wird noch Kraft getankt für die letzten Stunden der Heimfahrt.
Nach rund 21-stündiger Fahrt erreichen wir nach rund 1.550 km teilweise mehr stehend als sitzend um ca. 1 Uhr 30 die heimatlichen Gefilde.
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