der 17. August 2006 -
Experimente und Ergebnisse
Alle sind mit dabei ( inklusive 6 Motorrädern und 6 Helmen ) als wir an diesem nebligen Donnerstag Morgen ohne Gepäck los fahren. Der Plan ist, zu Mittag wieder im Hotel in Briancon zu sein und dann mit dem Gepäck die geplante Tour weiter zu fahren.
Nichts kann passieren, weil Gert und Hannes, ganz uneigennützig, wie die beiden so sind, schon am Vortag die Strecke Meter für Meter erkundet haben.
Ihr Bericht stimmt uns sehr optimistisch: Berg und Straße sind vorhanden. Und asphaltiert hat in der Zwischenzeit auch niemand.
Auf gehts von Briancon aus über den Genevre Pass nach Italien, direkt zur Assietta.
Gleich am Beginn der Schotterstraße werden noch ein paar Stoßdämpfer eingestellt.
Der Weg ist recht gut befahrbar, der Schotter eben, meistens trocken. DIe wenigen Wasserlöcher reichen nicht aus um Schlamm-Trophäen auf die Motorräder zu spritzen.
Obwohl die Assietta für den Auto- und Motorradverkehr freigegeben ist, haben wir die Straße meistens für uns alleine.
Aber wenn dann doch etwas daherkommt, muss man aufpassen. Auf der teilweise engen Straßé ist nicht genug Platz für ein Motorrad und ein entgegenkommendes Auto, das die Kurve schneidet.
Gemeinsam erreichen wir den Pass. Wolken und Nebel ziehen vorüber, geben den Blick auf das Panorama frei, um ihnen gleich darauf wieder vor uns zu verbergen.
Hocki und Hannes toben einstweilen auf ihren Mopeds herum, wie die kleinen Kinder, so viel Spaß haben die zwei.
Verschwinden im Nebel, tauchen wieder auf, sind machmal vor, manchmal hinter uns anderen.
Mit einem Mal sind sie verschwunden, fahren voraus, immer auf der Suche nach den schlechtesten Wegen.
Dann wollen Christian und Andreas gleich und auf der Stelle ganz wichtigte physikalische Fragen klären.
( mitten am Berg oben im Nebel – aber was sein muss !)
1. Wie viel Benzin kann aus einer abgerissenen Bezinleitung laufen, bevor man’s merkt ?
Christian meint: “am besten ist, ich fahre so schnell über den Schotter, dass es die Benzinleitung heraus rüttelt. So müsste sich das klären lassen.”
Und kurz später hat er auch schon das Ergebnis: “so mindestens fünf Liter, vielleicht auch ein bisserl mehr”.
2. Wie weit kann ein Helm den Berg hinunter rollen, bis er liegen bleibt ?
Andreas hat dazu das richtige Experiment parat: “man lege seinen Helm auf die etwas abschüssige Straße und gehe weiter. Es müsste dann die Schwerkraft wirken und der Helm den Berg hinunter … “
Galileo hat recht ! Plangemäß rollt der Helm den Berg hinab. Es folgen auf der Suche nach dem Helm eine Bergabwanderung von Andrea und Andreas. Christian und Gert transportieren einstweilen stückweise zu zweit vier Mopeds weiter ins Tal nach. Runter, wieder rauf, runter, wieder rauf….
Nach Abschluß des Experiments dann die (überraschende) Erkenntnis: “keine Ahnung wie weit so ein Helm rollt, der is futsch. Irgendwo da unten im Tal. Aber dafür auf der Suche Murmeltiere fotografiert”.
Wir sind alle viel g’scheiter geworden mit diesen Erkenntnissen.
Jetzt noch 10 Kilometer Assietta – Schotter voraus und der Helm im Tal ? Was tun ?
Neue Kreationen sind gefragt und Andrea entwirft spontan das Modell “Omi”.
Entwurf, Umsetzung und Test sind nur eine Frage von Minuten. Und bald darauf ist klar: das neue Modell widersteht auch Kälte und Schotterstraßen unbeschadet.
Hocki und Hannes tauchen auch wieder aus dem Nebel auf. Diesmal kommen sie von hinten und keiner weiß, wie sie dorthin gekommen sind. Als wir wieder die asphaltierte Straße erreichen stellt sich heraus: Leider fehlt die Straßenzulassung für das neue Helm-Modell. Also packt sich der Christian (mit seinem Restbenzin) den Andreas (mit seinem neuen Kopfschmuck) auf den Sozius und schaut, dass er so schnell wie möglich ins Hotel kommt. Andrea, Gert, Hocki und Hannes ziehen von dort gleich wieder los, um die arme Vardero, die noch an der fernen Assietta steht, heim zu holen. Und erobern dabei auch noch eine zweite Schotterstrecke. (aber das ist schon wieder eine andere Geschichte). Christian und Andreas bleiben zurück, sie müssen ja noch 1. Benzinleitung reparieren und 2. Helm besorgen. und so geht ein Tag weiter und zu Ende, an dem es die Ausnahme ist, nur auf seinem eigenen Moped gefahren zu sein.
| wer/womit/ wie weit | Speed Four | African Twin | R1100GS | R1150GS | R100GS | Varadero |
| Andrea | 195 km | 38 km *) | ||||
| Christian | 154 km | |||||
| Gert | 500 m | 233 km | 1 km *) | 500 m | ||
| Hannes | 38 km | 166 km | 45 km | |||
| Hocki | 250 km | |||||
| Andreas | 38 km *) | 112 km |
*) am Sozius Übrigens (nur zur Erinnerung): mit dem gelben Hintergrund, das wäre das eigene gewesen. Am Schluß hat jede(r) wieder sein eigenes Moped vor der Türe stehen. Ehrlich !

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