Der Horror-Crash in der MotoGP-Klasse beim Großen Preis von Katalonien in Barcelona ist glimpflicher verlaufen als zunächst befürchtet. Unmittelbar nach dem Start wurden sechs Fahrer bei Tempo 250 in einen Massensturz verwickelt.
Die ersten Bilder nach dem Unfall ließen nichts Gutes erahnen. Loris Capirossi (I/Ducati) und Marco Melandri (I/Honda) blieben regungslos im Kiesbett liegen. Sie mussten mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus transportiert werden. Nach mehreren Stunden zwischen Hoffen und Bangen wurde aber Entwarnung gegeben. Keiner der drei am stärksten betroffenen Fahrer hat bedrohliche Verletzungen davongetragen.
Bei Capirossi wurden zuerst innere Blutungen im Brust- und Bauchbereich vermutet. Die bestätigten sich aber nicht. Dennoch erlitt der dreifache Weltmeister schwere Prellungen am ganzen Körper. Er wird noch bis Montag zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Melandri, der eingekeilt zwischen zwei Maschinen über 100 Meter mitgeschleift wurde, erlitt eine Auskugelung der Schulter, Quetschungen im Nackenbereich sowie eine leichte Gehirnerschütterung. Gibernau, der mit über 250 km/h kopfüber über seine Ducati stürzte und die Massenkollision auslöste, brach sich das Schlüsselbein und zog sich eine Gehirnerschütterung zu.
Livio Suppo, Projektleiter bei Ducati, zeigte sich am Abend erleichtert. “Glücklicherweise sind die Protektoren, die die Fahrer tragen, sehr effizient. Wir sind sehr glücklich, dass Loris und Sete nicht ganz so schwer verletzt wurden. Wir befinden uns aber leider im ungünstigsten Moment der Meisterschaft, weil die nächsten fünf Rennen innerhalb der nächsten sechs Wochen stattfinden werden. Loris könnte vielleicht schon für Assen wieder hergestellt sein. Bei Sete wird es wohl etwas länger dauern”, befürchtete der Italiener.
Glück im Unglück: Entwarnung nach Horror-Kollision
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