Massensturz in Barcelona

18.06.2006 | Beitrag von Redaktion   

Valentino Rossi befindet sich unaufhaltsam im Aufwärtstrend. Nach seinem grandiosen Sieg in Mugello vor zwei Wochen steht der Camel-Yamaha-Werksfahrer beim Großen Preis von Katalonien auf der Pole-Position. Neben dem Italiener werden in der ersten Startreihe mit John Hopkins und Kenny Roberts zwei Überraschungspiloten stehen.

Wie erwartet, wurde das Abschlusstraining auf dem Catalunya-Circuit nahe Barcelona zu einer heißen Angelegenheit. Mit zwei schnellen Runden nacheinander sorgte Rossi zum Schluss aber für klare Verhältnisse. Den Rundenrekord von Sete Gibernau, der im Vorjahr auf der Pole stand, unterbot der siebenfache Weltmeister um fast eine halbe Sekunde. Fünf Minuten vor dem Ende des Trainings holte Rossi noch einmal einen frischen Hinterreifen ab, doch seine Bestzeit konnte er nicht mehr verbessern.

Valentino Rossi hat sich beim Großen Preis von Katalonien seinen dritten Saisonsieg gesichert und in der Gesamtwertung auf Platz drei vorgeschoben. Der Camel-Yamaha-Werksfahrer verwies die beiden US-Amerikaner Nicky Hayden (Repsol Honda) und Kenny Roberts (Team Roberts Honda) auf die Plätze.

Das Rennen wurde allerdings durch einen Massensturz beim ersten Start arg getrübt. Unglücklicher Auslöser der Kettenreaktion war Sete Gibernau, der bei sehr hphem Tempo Teamkollege Loris Capirossi berührte und der wiedrum riss Marco Melandri mit ins Verderben. Alle drei Fahrer blieben verletzt im Kiesbett liegen, wobei es Melandri und Capirossi am schlimmsten erwischte. Ersten Meldungen zufolge zog sich Melandri Verletzungen im Nacken- und Schulterbereich zu. Bei Capirossi bestand Verdacht auf innere Blutungen im Bauch- und Brustbereich. Gibernau klagte über Kopfschmerzen und verletzte sich an der Hand.

Folglich waren diese drei Fahrer beim Re-Start nicht mehr dabei. Doch auch der zweite Start musste wegen eines Problems an Vermeulens Suzuki abgebrochen werden. Der dritte Anlauf zu einem mittlerweile chaotischen Grand-Prix klappte endlich. Die Sturzorgie sollte sich im Verlauf des Rennens aber fortsetzen. Neben Lokalmatador Dani Pedrosa mussten auch Casey Stoner, Toni Elias und Randy de Puniet zu Boden. Zu allem Übel bekam Kawasaki-Werksfahrer Shinya Nakano wegen eines Fehlers bei der Startprozedur eine Boxendurchfahrt aufgebrummt. Da er die Aufforderung dazu übersah, wurde der 28-jährige Japaner mit der schwarzen Flagge aus dem Rennen gewunken.

An der Spitze machte Rossi unterdessen kurzen Prozess mit Nicky Hayden. Der Repsol-Honda-Werksfahrer konnte dem Italiener am längsten folgen. Doch vier Runden vor Schluss musste Kentucki-Kid den Weltmeister ziehen lassen. Einen schönen Kampf um Platz drei lieferten sich die beiden anderen US-Amerikaner Kenny Roberts und John Hopkins, den der Ex-Weltmeister für sich entschied. Alex Hofmann kam auf Platz zehn ins Ziel und erreichte dank der vielen Ausfälle sein erstes Top-Ten-Ergebnis auf der Sat-Ducati. Auch Teamkollege José Luis Cardoso kam als Elfter erstmals in den Punkten an.




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